Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Elternhaus kaufen: Welchen Anteil muss ich meinen Geschwistern ausbezahlen?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 09.05.2017

Frage:

Ein Einfamilienhaus einer 65-Jjährigen Witwe ist lt. Gutachten 315.000 EUR wert.

Die Witwe will ihren 4 Kindern ihr Haus vererben, selbst aber drin wohnen bleiben.

Ein Kind will das Haus kaufen, die Mutter mit Nießbrauchsrecht im Erdgeschoss wohnen bleiben.

Die fiktive Miete für die Erdgeschosswohnung der Witwe inkl. Zuschlag für Unkündbarkeit betrage 6.500 EUR p.a.

Frage:

Welchen Betrag muss das Erwerberkind an die anderen drei Kinder auszahlen?

 

Folgende Rechenidee liegt vor:

Wert Haus          =             315.000 EUR

Nießbrauch        =             15,64  x 6.500 EUR = 102.000 EUR (Lebenserwartung Frau 20,74 / Zins 3,0%, BMF Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung oder Leistung; Vervielfältiger für Bewertungsstichtage ab 1. Januar 2016)

 

Wert abzgl. Nießbrauch = 213.000 EUR

Das Erwerberkind zahlt jeweils ca. 50.000 EUR an die anderen drei Kinder aus (insgesamt also 150.000 EUR)

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Eenn die Witwe ihr Haus verschenken will (Lebende können nur verschenken; der Erbfall tritt erst mit dem Tode ein), ist sie in keiner Weise rechtlich gebunden. Sie kann ihr Vermögen verschenken, an wen sie will und wie sie will. Einer genauen Berechnung irgendeines Betrages bedarf es also nicht.

Wenn es der Witwe aber darum geht, ihre Kinder möglichst gleich zu bedenken, ist der von Ihnen geschilderte Weg der richtige. Das eingeräumte Nießbrauchsrecht (ein Wohnrecht wäre wahrscheinlich vorteilhafter) stellt einen wirtschaftlichen Wert dar. Er berechnet sich aus der statistischen Restlebenserwartung des Nießbrauchsnehmers nach den einschlägigen Sterbetafeln z.B. des BMF. Diese gibt bei einer 65-jährigen Frau eine statistische Restlebenserwartung von 20,9 Jahre (= 250 Monate) an. Multipliziert mit der von Ihnen genannten Monatsmiete von 542 € ergibt das einen Wert von 135.500 €.

Dieser Betrag ist mithin vom aktuellen Wert der Immobilie abzuziehen, so dass ein Restwert von 179.500 € verbleibt, der auf die 4 Kinder aufgeteilt werden kann. Übernimmt also eines der Kinder die Immobilie, stünde jedem Geschwisterkind ein Ausgleichsbetrag von 44.875 € zu.

Da Sie in jedem Fall einen Notartermin benötigen zur Übertragung des Hauses und grundbuchlichen Eintragung des Nießbrauchs (oder des Wohnrechts), empfehle ich bei dieser Gelegenheit sogleich mit allen beteiligten Kindern einen Erbvertrag zu schließen, mit dem die Zuwendungen und Leistungen aus der Übertagung des Hauses verbindlich festgeschrieben und damit eventuelle Streitigkeiten für die Zukunft sicher vermieden werden.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Wohnrecht

Fallen beim Immobilienverkauf Steuern an? | Stand: 15.09.2017

FRAGE: Ich bin 81 Jahre alt und möchte meine Eigentumswohnung verkaufen. Mir soll lebenslanges mietfreies Wohnrecht durch den Käufer eingeräumt werden. Dafür nehme ich einen 30-prozentige...

ANTWORT: Der Verkauf selbstgenutzter Immobilien ist für den Verkäufer steuerfrei. Probleme könnten allenfalls auftreten, wenn Sie die Wohnung weniger als 10 Jahre in Ihrem Besitz gehabt haben ode ...weiter lesen

Verweigerung des Zutritts für Pflegedienst? | Stand: 19.06.2017

FRAGE: Mit Überlassungsvertrag vom 28.01.1987 hat mein Bruder ein Zweifamilienhaus von unseren Eltern erhalten mit einem lebenslangen Wohnrecht in einer abgeschlossenen Wohnung von ca. 100 qm und der Auflag...

ANTWORT: Ihr Bruder hat kein Recht, dem Pflegedienst den Zugang zu verweigern. Das ergibt sich bereits aus XI Ziffer 1 Sätze 1 bis 4 des Notarvertrages. Selbst wenn dort nichts geregelt wäre, dürft ...weiter lesen

Wohnrecht - Handelt es sich beim unentgeltlichen Wohnrecht um eine Schenkung? | Stand: 02.02.2016

FRAGE: Übertragung eines Hauses im Wege der vorweggenommenen ErbfolgeMeine 81-jährige Mutter ist Eigentümerin eines Wohnhauses mit 3 Wohneinheiten. Eine Wohnung ist vermietet, eine bewohnt mein...

ANTWORT: Die Meinung Ihrer Erstberatung seitens eines Rechtsanwaltes und eines Notars teile ich absolut nicht. Sie würde einer Nachprüfung mit Sicherheit nicht standhalten. Demgegenüber schliess ...weiter lesen

Pflichteilergänzungsanspruch der Tochter bei Wohnungsschenkung an die Schwester | Stand: 25.07.2015

FRAGE: Mein Bruder hat mir 2002 eine Eigentumswohnung geschenkt unter der Bedingung, dass ich ihn pflege weil er schwerstbeschädigt ist und seine Tochter seit 38 Jahren keinen Kontakt haben will. Ferne...

ANTWORT: Mag sein, daß Sie und Ihr Bruder im Jahr 2002 von einer Schenkung ausgegangen sind, als Ihr Bruder Ihnen eine Eigentumswohnung übereignet hat. Tatsächlich und rechtlich war dies jedoc ...weiter lesen

Hartz 4 Empfänger erbt Hausanteil | Stand: 09.09.2014

FRAGE: Vor über 20 Jahren haben meine Eltern uns Kindern (3)Ihr Haus zu je 1/3 geschenkt.Die Eltern haben lebenslanges Nießbrauchrecht.Nun bin ich Hartz 4 Empfänger.Was passiert, wenn meine Elter...

ANTWORT: Sie haben sich an mich gewandt, weil Sie wissen möchten, wie es sich mit Ihrem Miteigentumsanteil am Haus Ihrer Eltern verhält, weil Sie Bezieher von Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) sind ...weiter lesen

Einzutragendes Wohnrecht bei Erbfall | Stand: 15.04.2014

FRAGE: Bitte berechnen Sie für einen Erbfall ein einzutragendes Wohnrecht anhand folgender Parameter: Verkehrswert 102.000€ ortsüblicher Mietzins 4,90€/m² Wohnfläche ca. 100m²...

ANTWORT: Maßgeblich ist hier § 14 Bewertungsgesetz, um den Wert des Wohnungsrechts zu berechnen. Dort steht:§ 14 Abs. 1 BewG: Lebenslängliche Nutzungen und LeistungenDer Kapitalwert von lebenslängliche ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Wohnrecht

Vererben des Eigenheimes: Falle vermeiden
| Stand: 14.08.2014

Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil entschieden hat, müssen hinterbliebene Ehepartner ein lebenslanges kostenloses Wohnrecht im Rahmen des Erbschaftssteuerrechts versteuern, wenn der Verstorbene das ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Strafrecht | Zivilrecht | Pferderecht | Benutzungsrecht | Betretungserlaubnis | Energierechnung | Kaufmiete | Landwirtschaft | Mietkauf | Mietkaufrecht | Mietleasing | Nutzrecht | Nutzungsausfallentschädigung | Nutzungsentgelt | Nutzungsentschädigung | Nutzungsrecht | Nutzungsvereinbarung | Nutzungsvertrag | Pachtkauf

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen