Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Versicherung der Kinder bei getrennt Lebenden

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 03.03.2015

Frage:

Ich lebe seit Feb. 2013 getrennt von meinem Mann, die Scheidung wird voraussichtlich dieses Jahr vollzogen. Wir haben 3 Kinder (7, 10, 14 Jahre alt). Wir praktizieren ein Wechselmodell, die Kinder sind also bei beiden Elternteilen gleichviel. Mein Mann ist gesetzlich versichert, ich bin seit Feb. 2013 privat krankenversichert (40% PKV, 60%Beihilfe)

Die Kinder sind immernoch über ihn mitversichert. Mein Verdienst ist wesentlich höher als der meines Ex-Mannes (da er nur halbtags arbeitet, er wird vom Jobcenter und mir unterstützt), Ich muss ihm Trennungsunterhalt zahlen.

Bis jetzt hat sich keine Krankenversicherung bzgl. einer Ummeldung der Kinder gemeldet. Muss ich das meiner privaten Krankenkasse melden und muss ich dann rückwirkend für 2 Jahre die Beiträge von meinen 3 Kindern zahlen? Was ist mit den ganzen Arztbesuchen der Kinder in diesem Zeitraum? Muss das jetzt alles nochmal über die private Versicherung abgerechnet werden? Besteht die Möglichkeit, dass die Ummeldung mit der Scheidung läuft?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

Antwort:

Ist ein Elternteil privat und ein Elternteil gesetzlich versichert, kann das Kind privat oder gesetzlich versichert werden. Die beitragsfreie Familienversicherung ist für das Kind allerdings nicht möglich, wenn der privatversicherte Elternteil mehr als der andere verdient und ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze hat (2015: 54.900 Euro). In diesem Fall muss für das Kind ein monatlicher Beitrag gezahlt werden. Sind die Eltern nicht verheiratet, gilt diese Einschränkung nicht. So ist dies in den Vorschriften zur Familienversicherung § 10 Abs. 2 und 3 SGB V geregelt. Zum besseren Verständnis füge ich Ihnen die Vorschrift ein.
§ 10 SGB V

(2) Kinder sind versichert
1. bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres,
2. bis zur Vollendung des dreiundzwanzigsten Lebensjahres, wenn sie nicht erwerbstätig sind,
3. bis zur Vollendung des fünfundzwanzigsten Lebensjahres, wenn sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden oder ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz leisten; wird die Schul- oder Berufsausbildung durch Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht des Kindes unterbrochen oder verzögert, besteht die Versicherung auch für einen der Dauer dieses Dienstes entsprechenden Zeitraum über das fünfundzwanzigste Lebensjahr hinaus; dies gilt ab dem 1. Juli 2011 auch bei einer Unterbrechung oder Verzögerung durch den freiwilligen Wehrdienst nach § 58b des Soldatengesetzes, einen Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz, dem Jugendfreiwilligendienstegesetz oder einen vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst oder durch eine Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Sinne des § 1 Absatz 1 des Entwicklungshelfer-Gesetzes für die Dauer von höchstens zwölf Monaten,
4. ohne Altersgrenze, wenn sie als behinderte Menschen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches) außerstande sind, sich selbst zu unterhalten; Voraussetzung ist, daß die Behinderung zu einem Zeitpunkt vorlag, in dem das Kind nach Nummer 1, 2 oder 3 versichert war.

(3) Kinder sind nicht versichert, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist; bei Renten wird der Zahlbetrag berücksichtigt.


Es ist daher von entscheidender Bedeutung wie hoch Ihr Bruttoarbeitsverdienst ist. Sollten Sie in den letzten beiden Jahren über der Jahresarneitsentgeltgrenze verdient haben müßte dies bei der Krankenversicherung der Kinder nachgemeldet werden. Kinder, die nur mit einer eigenen Mitgliedschaft in der GKV versicherbar sind, zahlen den Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte, der aus einem Drittel der monatlichen Bezugsgröße berechnet wird, derzeit rund 130 €. Falls Sie mehr als die genannte Summe verdienen rate ich dazu die Kinder möglichst schnell mit einem eigenen Beitrag bei der GKV zu versichern.

Anschließend kann überlegt werden dort zu kündigen und die Kinder gleichfalls privat zu versichern.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu freiwillig krankenversichert

Nachträgliche Beiträge-Zahlung zur Kranken- und Pflegeversicherung | Stand: 25.02.2014

FRAGE: Zum 01.03.11 Auszahlung einer Kapitalleistung aus einer teilweisen Direkt-LV in relativ geringer 5 stelliger Höhe, danach noch im Beruf und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze; diese wird mit Eintrit...

ANTWORT: Vorab die Nachforderung ist prinzipiell zulässig, da der Anspruch auf Krankenversicherungsbeiträge erst nach 4 Jahren verjährt, § 25 SGB IV. § 25Verjährung(1) Ansprüch ...weiter lesen

Automatische Kündigung der Krankenversicherung nach Umzug | Stand: 13.11.2013

FRAGE: Ich bin seit ca. 1995 bei der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) als Privatpatient versichert (Vollversicherung plus Zusatzversicherung Privatpatient Krankenhaus, Zahnarzt etc.), die Tarife i...

ANTWORT: Sie haben Recht. Nach § 15 Abs. 3 i.V.m. § 1 Abs. 5 MB/KK ist durch die Verlegung Ihres Wohnsitzes in die Schweiz Ihre Krankenversicherung automatisch beendet worden. Sie können daher zunächs ...weiter lesen

Privatkrankenversicherungsbeiträge zu hoch - mögliche Optionen | Stand: 04.03.2013

FRAGE: Ich bin 60 Jahre alt, männlich und alleinlebend, seit 1994 durchgängig PKV-versichert. Seit 2007 lebe ich einzig von meinen Anlagezinsen und bin deshalb im Besitz einer NV-Bescheinigung (zunächs...

ANTWORT: 1. Ich könnte in den sog. „Standardtarif für ältere Versicherte“ wechseln (etwas preiswerter), hier geht allerdings das Gerücht, dass die Ärzte bei diesem Kliente ...weiter lesen

Höhere Beiträge für Krankenversicherung - gerecht? | Stand: 10.04.2012

FRAGE: Ich habe eine Betriebsrente der Post von mtl. 590 €. Davon soll ich 153 € Krankenversicherung bezahlen (freiwillig gesetzl. versichert). Es wird ein Mindesteinkommen von 875 € zugrunde gelegt...

ANTWORT: Mit dem Widerspruch gegen den Sie belastenden Bescheid haben Sie im Prinzip bereits den richtigen Weg eingeschlagen. Der Fall wird ja jetzt durch die vorgesetzte Behörde nochmal überprüf ...weiter lesen

freiwillig gesetzliche Krankenversicherung | Stand: 02.05.2011

FRAGE: Wir sind als beamtetes Ehepaar im Ruhestand beide freiwillig krankenversichert.Unsere gemeinsamen Monatsbeträge einschließlich Pflegeversicherung betragen rund 1.000,00€.Durch zusätzlich...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Die Beiträge für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse richtet sich nach § 240 des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V), sowie den vom Spitzenverban ...weiter lesen

Dürfen Krankenversicherungen die Aufnahme ablehnen? | Stand: 09.10.2010

FRAGE: Ich hatte mich im Jahre 2004 privat krankenversichert. Im Jahre 2008 ging ich nach China, war über meine Firma versichert und meine private KKV wurde mit einer Anwartschaft (200 €) aufrecht erhalten...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Sie haben recht; es gibt eine Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Eine solche Krankenversicherungspflicht besteht entweder in der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Sozialrecht / Hartz IV
Interessante Beiträge zu freiwillig krankenversichert

Wenn die Krankenkasse nicht zahlt: So legen Sie Widerspruch ein
| Stand: 15.08.2014

Wer unter einer schweren Erkrankung leidet, geht davon aus, dass seine Krankenkasse alle Kosten übernimmt. Gerade bei chronischen Erkrankungen, außergewöhnlichen oder kostspieligen Therapien verweigern die ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Sozialrecht | Sozialrecht | Wettbewerbsrecht | Sozialrecht - Hartz IV | Familienversicherung | Gesetzliche Krankenversicherung | gesetzliche Unfallversicherung | Kostenübernahme Krankenkasse | Krankenkasse Kündigung | Krankenkassenbeiträge | Krankenkassenwechsel | Krankentagegeld | Krankenversicherung | Kündigung Krankenversicherung | Krankenversicherungsrecht | Krankenversicherungshöchstsatz | Krankenkassenhöchstsatz | Bürgerversicherung | Krankenversichertenkarte

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen