Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Übernahme der Kosten einer Brille für erwachsenen Sohn

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 07.12.2014

Frage:

Mein Sohn studiert und lebt noch zuhause (22). Jetzt brauchte er eine Brille die 700 Euro gekostet hat. Hab dies erst der Krankenkasse geschickt, Übernahme der Kosten, wegen Härtefall. Die hat es nicht übernommen und verwies mich zum Jobcenter, wegen einmaliger Beihilfe. Das Jobcenter hat es auch nicht übernommen, weil es sich um eine Fernbrille handelt. Auch ein Student muss in der ferne was sehen, unlogisch meiner Meinung nach. Oder muss ich zum Sozialamt gehen, wegen dieser einmaligen Hilfe?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

Antwort:

Ihre Krankenkasse hat zu Recht die Lesitung für die Brille Ihres Sohnes abgelehnt. Nach § 33 Abs. 2 SGB V wird die Anschaffung einer Brille nur bis zum 18. Lebensjahr als gesetzliche Leistung geschuldet. Dort steht:

§ 33
Hilfsmittel

(2) Versicherte haben bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf Versorgung mit Sehhilfen entsprechend den Voraussetzungen nach Absatz 1. Für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, besteht der Anspruch auf Sehhilfen, wenn sie auf Grund ihrer Sehschwäche oder Blindheit, entsprechend der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Klassifikation des Schweregrades der Sehbeeinträchtigung, auf beiden Augen eine schwere Sehbeeinträchtigung mindestens der Stufe 1 aufweisen; Anspruch auf therapeutische Sehhilfen besteht, wenn diese der Behandlung von Augenverletzungen oder Augenerkrankungen dienen. Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in Richtlinien nach § 92, bei welchen Indikationen therapeutische Sehhilfen verordnet werden. Der Anspruch auf Versorgung mit Sehhilfen umfaßt nicht die Kosten des Brillengestells.

Auch das Jobcenter ist hier nicht zuständig, allenfalls das Sozialamt. Denn Leistungen, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen, kann es nur dann geben, wenn die Brille nicht ausschließlich dem Ausgleich der Augenschwäche, sondern auch für die Orientierung und „Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft“ dient und dabei unerlässlich ist. Es kann sich dabei um Leistungen der Eingliederungshilfe gem. § 54 Abs. 1 Satz 1 SGB XII in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Nr. 7 SGB IX handeln. Im SGB IX ist die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen geregelt. Grundsätzlich ist die Voraussetzung, dass beim Antragsteller einer Behinderung vorliegt. Gemäß § 2 SGB IX sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.

Sie sollten daher dort einen Antrag stellen. Eine Leistung kann aber nur dann erflgen, wenn eine Bedürftigkeit besteht und Ihr Sohn aus medizinischen Gründen sehr teure Gläser benötigt. Wenn der Preis der Brille aber nur auf ein schickes Gestell zurückzuführen ist, wird auch das Sozialamt sich hier zu Recht verweigern. Ein Zuschuß erfolgt nur auf die benötigten Gläser.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Sozialamt

Jobcenter zahlt kein Studiengeld für irakische Studentinnen | Stand: 27.08.2015

FRAGE: Meine Frau und ich betreuen eine irakische Familie ehrenamtlich. Die Familie wurde bis jetzt vom Sozialamt und dem Jobcenter unterstützt. Die beiden Mädchen (22 u. 23 J.) haben jetzt ihr Fachabitu...

ANTWORT: Die Entscheidung des Jobcenter dürfte richtig sein.Nach § 7 Abs.5 SGB II haben Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des BAFöG dem Grunde nach förderungsfähig ist, keinen Anspruc ...weiter lesen

Landkreis erlegt Eltern Unterhalt für 26-jährige Tochter auf | Stand: 12.06.2015

FRAGE: Unsere 26-jährige Tochter, die mit Ihren beiden Kindern in einem eigenen Haushalt lebt, erhält Eingliederungshilfe nach § 53 SGB XII.Da sie nur Leistungen aus dem ALG II erhält wir...

ANTWORT: Hintergrund des Verlangens des Landkreises ist, daß Kinder Leistungen nach dem SGB XII beziehen, und das Sozialamt sich das insoweit gezahlte Geld zurückholen will. Die Forderungen des Sozialamte ...weiter lesen

Nebenkostenzahlung bei Umzug von Tante in Pflegeheim | Stand: 10.02.2014

FRAGE: Ich habe von meiner Tante (82) ein Haus auf Rentenbasis gekauft. Sie hat dort lebenslanges Wohnrecht. Die Nebenkosten zahlt sie gemäß Vertrag selbst. Die Kosten für den Gasverbrauch werde...

ANTWORT: Das Wohnrecht ist grundsätzlich durch den Umzug Ihrer Tante ins Pflegeheim nicht berührt. Allerdings haben Sie einen Anspruch auf Löschung des Wohnrechtes, wenn das Wohnrecht auf Dauer nich ...weiter lesen

Pflegeheimunterbringung einer Langzeiterkrankten | Stand: 28.10.2013

FRAGE: Ich bin Frauenärztin und betreue einerseits in dieser Eigenschaft, aber darüber hinaus noch viel mehr aus privatem Interesse eine Patientin. Diese Frau hat einen amtlich bestellten Betreuer...

ANTWORT: Sie könnten nur namens und in Vollmacht der Patientin gegenüber dem Sozialgericht tätig werden, wenn diese noch geschäftsfähig ist, was ich nicht beurteilen kann.Ansonsten bleib ...weiter lesen

Sozialhilfeantrag - Überprüfung der Vermögenswerte | Stand: 04.10.2013

FRAGE: Schwiegervater 90 Jahre Pflst. II im HeimSchwiegermutter 88 Jahre Pflst.I im Heimwurden vier Jahre von ihrer Tochter 65 Jahre und mir-Schwiegersohn 65 Jahre (beide Rentener) gepflegt.Das Vermöge...

ANTWORT: Bei Beantragung von Sozialhilfeleistungen, die im Fall Ihrer Schwiegereltern in absehbarer Zeit erforderlich werden könnte, um die laufenden Pflegeheimkosten zu tragen, prüft die Behörd ...weiter lesen

Antrag auf Grundsicherung - Sozialamt macht Probleme | Stand: 31.08.2013

FRAGE: Ich habe Grundsicherung beantragt, weil meine Lebensversicherung aufgebraucht ist und meine Rente, die seit 2008 beziehe, 408,- € beträgt. Ich bewohne in einer Eigentümergemeinschaft mi...

ANTWORT: 1. Frage: Das Sozialamt hält die monatliche Warmmiete von 458,- € für zu hoch. Was kann ich tun, um einen Zwangsauszug (ich bin 70) zu verhindern? Antwort Rechtsanwalt: Gestaltungsmäßi ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Sozialrecht / Hartz IV
Interessante Beiträge zu Sozialamt

Schenkungswiderruf durch Sozialamt nach Tod des Schenkers
| Stand: 28.03.2014

Ein Elternteil schenkt dem Kind im Jahre 1999 eine Immobilie, an der sich der Schenker ein im Grundbuch eingetragenes Nutzungsrecht (Wohnrecht oder Nießbrauch) vorbehält. Auf dieses Recht verzichtet er im Jahre ...weiter lesen

Schenkungsrückforderung vom Sozialamt
| Stand: 10.12.2013

In der Praxis kommt es immer häufiger vor, dass Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht sind, ihre Einkünfte nicht zur Deckung der damit verbundenen Kosten ausreichen und ihr Vermögen verbraucht ...weiter lesen

Wenn der Staat eine Schenkung zurückfordert: So reagieren Sie richtig!
| Stand: 03.06.2013

Wegen der Befürchtung über hohe Erbschaftssteuern ist es heute vielfach üblich, bereits zu Lebzeiten Geld, Wertpapiere oder auch Immobilien an seine Erben zu übertragen. Diese „vorweggenommene Erbfolge“ ...weiter lesen

Unterhaltsbedarf eines im Pflegeheim untergebrachten Elternteils
| Stand: 27.03.2013

Wenn die Pflege der Eltern in ihrem eigenen Haushalt nicht mehr möglich ist, ist der Umzug in ein Altenpflegeheim oft die einzige Lösung zur weiteren Betreuung. Sofern der pflegebedürftige Elternteil die Heimkosten ...weiter lesen

Möblierte Mietwohnung vom Sozialamt
Nürnberg (D-AH) - Bewohnt ein Sozialhilfeempfänger eine möblierte Mietwohnung, so darf von dem ihm für den Lebensunterhalt zustehenden Regelsatz keine Möblierungspauschale abgezogen werden. Zumindest so lange nicht, wie der ...weiter lesen

Arbeitsloser ohne Krankenversicherung
Nürnberg (D-AH) - Arbeitslos und ohne Krankenversicherungsschutz: Dieses Schicksal droht Erwerbslosen, die keinen Anspruch auf Leistungen nach Hartz IV haben. Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline be ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-22
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Sozialrecht | Nachbarrecht | Sozialrecht | Sozialrecht - Hartz IV | Arbeitsamt | Berufsgenossenschaft | Einkommen | Familienkasse | Feststellungsbescheid | Rückzahlung | Sozialgericht | Untätigkeitsklage | Versorgungsamt | Freistellungsbescheinigung | Mitteilungspflicht | Bundessozialgericht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-22
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen