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Beerdigungskosten einklagen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 08.12.2012

Frage:

Meine Mutter ist vergangenes Jahr verstorben. Die angefallenen Beerdigungskosten habe ich, den größten Teil davon bezahlt. Mein älterer Halbbruder hat nur einen kleinen Teil davon bezahlt. Gibt es laut Gesetz eine rechtliche Handhabe, dass die Hälfte von den Beerdigungskosten mein Halbbruder bezahlen muss, kann man diese Kosten einklagen?

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Antwort:

Gegenüber dem Bestattungsunternehmer ist zunächst immer der Auftraggeber zahlungspflichtig, da dies aus dem direkten Vertragsverhältnis folgt.

Der Auftraggeber hat jedoch in der Regel einen Erstattungsanspruch gegenüber den Erben des Verstorbenen, da die Beerdigungskosten gemäß § 1968 BGB von dem oder den Erben zu tragen sind.

Es kommt also in Ihrem Fall entscheidend darauf an, wer Erbe Ihrer verstorbenen Mutter geworden ist. Weiter sind dann die Erbanteile von Bedeutung. Wenn Sie mit dem Halbbruder Erbe zu je ½ wurden, so hat jeder die hälftigen Beerdigungskosten zu übernehmen.

War der Nachlass überschuldet, so käme eine anteilige Haftung Ihres Bruders nach § 1615 Abs. 2 BGB in Betracht. Hiernach haften Unterhaltsverpflichtete für die Beerdigungskosten, sofern ihre Bezahlung vom Erben nicht zu erlangen ist.

Da auch Kinder ihren Eltern gegenüber unterhaltspflichtig sind, § 1601 BGB, könnte auch so ein anteiliger Ausgleich der entstandenen Kosten erlangt werden.



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