Navigationspunkt Hauptthema Unterthema Artikeltitel
Zwangsvollstreckungsrecht

Vollstreckungsgegenklage - Infos und Rechtsberatung

15.06.2016 /
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG

Eine Vollstreckungsgegenklage (im Gesetz als Vollstreckungsabwehrklage bezeichnet, § 767 ZPO) dient der Abwehr von Vollstreckungsmaßnahmen aus Gründen, die erst nach Abschluss des Gerichtsverfahrens (Zeitpunkt letzte mündliche Verhandlung) eingetreten sind. Sie kann jedoch nicht der Beseitigung des Titels, aus dem vollstreckt wird, dienen, sondern nur der Vollstreckbarkeit des Titels.

Die Vollstreckungsabwehrklage ist bei dem Gericht einzureichen, das das Urteil erlassen hat. Es muss die Zwangsvollstreckung ernsthaft drohen und noch nicht beendet sein.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt: 0900-1 875 010 352*
Anwalt für Zwangsvollstreckungsrecht:
7.00 Uhr - 1.00 Uhr (1,99 €/Min.)
E-Mail-Beratung
Antwort in ca. 20 Minuten Anwalt kostenlos anfragen

Durch Einreichung der Klage wird die Vollstreckung nicht gehemmt, es müsste für diesen Fall der Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragt werden.

Vollstreckungsabwehrklage kann zum Beispiel erhoben werden, wenn der Schuldner eine Forderung nach Titulierung bezahlt, der Gläubiger aber dennoch Vollstreckungsmaßnahmen einleitet. Weitere Fälle sind die Abtretung der Forderung durch den Gläubiger, eine wirksame Aufrechnung, auch Fälle der Gesetzesänderung, der Abschluss eines Vergleichs, die Verjährung oder Verwirkung der Forderung oder der Verzicht hierauf.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt: 0900-1 875 010 352*
Anwalt für Zwangsvollstreckungsrecht:
7.00 Uhr - 1.00 Uhr (1,99 €/Min.)
E-Mail-Beratung
Antwort in ca. 20 Minuten Anwalt kostenlos anfragen