Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Kauf der Wohnung durch Mieter - Fällt trotzdem Maklerprovision an?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Christine Bauer
Stand: 08.04.2016

Frage:

Ich möchte meine Eigentumswohnung mit Hilfe eines Maklers verkaufen. Ich werde die Wohnung meinem jetzigen Mieter anbieten, muss er dann auch die Maklerprovision bezahlen. Der Makler hat von mir schon einen Verkaufsauftrag bekommen und hat auch schon eine Wertermittlung für die Wohnung durchgeführt.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-518
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Christine Bauer   |Hier klicken

Antwort:

Die Entlohnung eines Maklers richtet sich nach dem zwischen ihm und dem Auftraggeber geschlossenen Vertrag oder nach den gesetzlichen Regelungen des §§ 652 und folgende des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Danach ist die Entlohnung für den Makler zu zahlen, wenn dieser entweder die Abschlussmöglichkeit nachweist, also den Verkäufer informiert, dass ein Kaufinteressent vorhanden und konkrete Vertragsverhandlungen über Preis etc. beginnen können. Oder, die zweite Möglichkeit, wenn der Makler den Abschluss des Vertrages tatsächlich vermittelt. Die Tätigkeit Ihres Maklers, die Sie beschreiben, nämlich die Ermittlung des Wertes der Wohnung, begründet eine Maklerprovision nicht, sondern lediglich Aufwendungsersatz (dazu unten).

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Gebührenanspruch des Maklers sich gegen den Auftragsgeber richtet, also den Verkäufer. Will der Verkäufer die Maklergebühren auf den Käufer abwälzen, was in der Regel der Fall ist, muss er dies am besten schon im Angebot (Anzeige im Netz, Aushang) vermerken, bzw. spätestens im notariellen Kaufvertrag. So ist es üblich und durchaus sehr gängig.

Wenn Sie die Wohnung quasi am Makler vorbei Ihrem Mieter zum Kauf anbieten wollen und dieser die Wohnung auch kaufen möchte, geschieht dies ohne dass der Maklerlohn entsteht.

Wenn Ihr Makler außerhalb der Vertragsvermittlung bereits Tätigkeiten entfaltet hat, wie hier die Wertermittlung, kann er gemäß § 652 Absatz 2 BGB diese nur vergütet verlangen, wenn er dies mit seinem Auftraggeber –also Ihnen- vereinbart hat. Diese Vergütung nennt sich Aufwendungsersatz und in den meisten Maklerverträgen findet sich ein Pauschalbetrag, der dann zu zahlen ist. Diesen zahlt aber wiederum nur der Auftraggeber, erst einmal nicht der Mieter.

Der Mieter zahlt im Falle des Kaufs für den Makler nur, wenn Sie das mit ihm vereinbaren, wozu derzeit aus meiner Sicht kein Bedarf besteht, da der Makler bislang ja nur einen Anspruch auf Aufwendungsersatz hat, wenn Sie das mit ihm vereinbart haben.

Sollte Ihre Frage jedoch daraus resultieren, dass Sie gehört haben, dass von Gesetzes wegen den Mieter den Makler nicht zahlen müssen, so ist das zwar richtig, betrifft aber nur und ausschließlich den Fall, dass ein Makler zur Vermittlung von Wohnraummietern beauftragt wurde. In diesen Fällen gilt nach dem „Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung“ (WoVermRG), dort § 2, dass er von dem potentiellen Mieter den Maklerlohn nicht verlangen darf. Das hat mit Ihrer Fallkonstruktion, also dem Verkauf einer Wohnung, nichts zu tun.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Maklerrecht

Langer Leerstand eines Hauses vom Makler verschwiegen | Stand: 15.06.2016

FRAGE: Wir haben einen Kaufvertrag unterschrieben für ein Haus (März 2016). Der Markler sagte uns, dass er das Haus zwei Wochen in der Vermarktung hätte, aber es seit November leer stand (2015)...

ANTWORT: Gegenüber dem Verkäufer des Hauses sehe ich keine realisierbaren Ansprüche. Da in dem notariellen Kaufvertrag üblicherweise die Haftung für Mängel ausgeschlossen wird, komm ...weiter lesen

Aussicht auf Schadensersatz bei unzureichender Maklerarbeit | Stand: 08.08.2015

FRAGE: Ist es Ihrer Ansicht nach aussichtsreich für mich, einen schlechtleistenden Makler, der sich vertraglich verpflichtet hatte, eine kostenlose plausibilisierende Wertschätzung für den Verkau...

ANTWORT: Ich halte es für wenig aussichtsreich, einen schlechtleistenden Makler, der sich vertraglich verpflichtet hatte, eine kostenlose plausibilisierende Wertschätzung für den Verkauf einer Immobili ...weiter lesen

Zahlung der Maklerprovision? | Stand: 24.05.2013

FRAGE: Zwischen dem 11. und 15.2.2013 (leider nicht mehr genau bekannt) nahmen wir mit einem Makler, bezüglich eines Einfamilienhauses zum Kauf, Kontakt auf. Das Haus wurde uns per automatischer Email angeboten...

ANTWORT: In Ihrem Fall wäre es ratsam, dem Makler den Auftrag zu entziehen durch schriftliche Kündigung. Als Begründung kann angegeben werden, dass er wochenlang nicht seinen Verpflichtungen nachgekomme ...weiter lesen

Verwandschaftsverhältnis - unechte Verflechtung bei Wohnungskauf | Stand: 24.01.2013

FRAGE: Ich habe eine Eigentumswohnung erworben. Die Kaufanbahnung fand über einen Makler satt. Wie sich jetzt herausgestellt hat, war der Verkäufer der Onkel des Maklers. Reicht dieses Verwandtschaftsverhältni...

ANTWORT: Die Frage der unechten Verflechtung führt häufiger zu Streitpunkten zwischen dem Makler und seinem Auftraggeber. Problematisch ist diese Verflechtung tatsächlich regelmäßig dann ...weiter lesen

Hauskauf - Zustand des Hauses festhalten | Stand: 31.10.2012

FRAGE: Wir beabsichtigen, ein Haus A zu kaufen und haben uns über einen Makler mit dem Verkäufer auf den Kaufpreis geeinigt. Das Objekt haben wir einmal besichtigt. Es war komplett eingerichtet, s...

ANTWORT: a) Zustand des Hauses: Wie in Kaufverträgen über Grundstücke üblich, wird auch in Ihrem Kaufvertrag ein Sachmängelausschluss (früher: Gewährleistungsausschluss) vereinbar ...weiter lesen

Fragen zur Selbständigkeit - Haftung und Zuschuss | Stand: 19.06.2012

FRAGE: Ich befinde mich zurzeit noch in einem Angestelltenverhältnis als Immobilienmaklerin. Da dieser Job sehr schlecht bezahlt ist, würde ich gern wechseln. Mir wird von einem anderen Unternehme...

ANTWORT: 1. Ein Anspruch auf einen Zuschuss von der Arbeitsagentur besteht nur dann, wenn Sie die diesbezüglichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu Maklerrecht

Makler darf keine Eintrittsgebühr für Wohnungsbesichtigung verlangen
| Stand: 23.06.2016

Seit dem 1. Juni 2015 gilt das neue Bestellerprinzip, somit muss Maklercourtage von demjenigen bezahlt werden, der den Makler beauftragt hat. Das Maklergeschäft hat unter dieser neuen Regelung deutlich gelitten, da ...weiter lesen

Maklercourtage: Vergütung des Immobilienmaklers beim Grundstücksverkauf
| Stand: 21.03.2016

Beim Grundstücksverkauf bedienen sich oft Verkäufer und/oder Käufer der Dienste eines Maklers. Dessen Vergütung wird als Provision oder Maklercourtage bezeichnet. Dabei ist zu unterscheiden: Bei der Nachweisprovision ...weiter lesen

Ansprüche aus Maklervertrag
| Stand: 20.03.2015

Für Maklerverträge, die den Nachweis oder die Vermittlung von Wohnraum zum Gegenstand haben, gelten die Sonderbestimmungen des Wohnungsvermittlungsgesetzes (WoVermG). Diese sind Sonderbestimmungen gegenüber ...weiter lesen

Praktische Probleme im Zusammenhang mit der neuen EnVO 2014
| Stand: 12.05.2014

Am 21. November 2013 wurde die neue Energiesparverordnung (ENVO) 2014 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist nun sechs Monate später, am 1. Mai 2014, in Kraft getreten. Die darin enthaltenen Vorgaben und teilweise ...weiter lesen

Angabe der Wohnfläche im Mietvertrag für mögliche Mietminderung
| Stand: 07.04.2014

Möchte ein Mieter die Miete mindern, weil die tatsächlich gemessene Wohnfläche kleiner ist, als die in der Internetanzeige angegebene, muss die Quadratmeterangabe auch im Mietvertrag enthalten sein, damit ...weiter lesen

Keine Rückerstattung bereits gezahlter Maklerprovision
| Stand: 25.07.2013

Wer als Makler für seinen Kunden einen Kontakt zum Bürgermeister der zuständigen Gemeinde herstellt und mit Verwandten des Kunden zum Stromversorger fährt, erbringt damit längst noch keine Rechtsdienstleistung ...weiter lesen

Arglist, aber nicht zu Lasten des Maklers
| Stand: 21.06.2013

Wird eine Versicherung beim Abschluss einer Krankheitskosten- und Krankentagepolice arglistig getäuscht, darf sie zu Recht vom Vertrag einseitig zurücktreten. Wobei es im Falle der Arglist nicht darauf ankommt, ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-518
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Christine Bauer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.484 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 02.12.2016
ein Segen, das es Sie gibt

   | Stand: 01.12.2016
Hat gut geholfen

   | Stand: 01.12.2016
Die Anwältin war wirklich sehr nett und sehr Kompetent. Immer wieder gerne :-D Auch wenn ich hoffe das ich es nicht mehr brauchen werde.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-518
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Maklerrecht | Familienrecht | Handelsvertreterrecht | Mietrecht | Alleinauftrag | Bauträgerverordnung | Gesetzbuch | Makler | Maklerauftrag | Maklerprovision | Maklerverordnung | Maklervertrag | Pflicht | Provisionsanspruch | Vermittlungsprovision | Vertragsfreiheit

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-518
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen