Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Gemeinsame Kosten für Eheleute - was gehört dazu?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Turowski
Stand: 19.02.2012

Frage:

Ich habe eine Anfrage zur Finanzierung einer gemeinsamen Immobilie, wenn die verheirateten Partner getrennt leben.

Zu meiner Ausgangssituation:
Ich bin verheiratet und wir haben 3 gemeinsame Kinder (28, 26, 16). Das dritte, noch schulpflichtige Kind (Abitur 2015) lebt noch zu Hause bei mir.
Wir wohnen in einem größeren 2-Familien-Haus mit einem fast 1 ha großen Grundstück in Gera (Eigentümer Ehepaar Flohr). Das Haus wurde im Jahr 2000 auf Kreditbasis saniert und ist noch abzuzahlen. In der zweiten Wohnung im Haus lebt die Mutter (kostenloses Wohnrecht auf Lebenszeit).

Infolge von Problemen in unerer Ehe, ist mein Mann aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und wohnt in eine 3-Raum-Wohnung in Gera (Grundmiete 320, 76 € monatlich). Diese 3-Raum-Wohnung fungiert als Zweitwohnung, sein Hauptwohnsitz ist nach wie vor das gemeinsame Haus.
Wir sind beide voll berufstätig mit annähernd gleichem Einkommen.
Für mich stellt sich jetzt die Frage, welche Kosten sind für uns gemeinsam zu tragen.
Ich möchte unsere Finanzen "sortieren" und von einem Konto alle gemeinsamen Kosten abgehen lassen.
Muss ich alle Betriebskosten (was gehört alles dazu) für das Haus allein tragen, obwohl er Miteigentümer ist?
Welche Kosten sind gemeinsam zu tragen?
Was ist mit:
1. Grundmiete Zweitwohnung rund 320 €
2. Müssen von meinem Partner Ausgaben fürs Haus mitgetragen werden (z.B. Durchsicht eines Rasentraktors oder allg. Betriebskosten wie Heizungsinspektion, Schornsteinfeger usw.)
3. Was ist mit der Grundsteuer und der Gebäudeversicherung?
4. Was ist; wenn eventuell Kosten für Reparaturen am Haus auftreten?
5. Wer beansprucht das Kindergeld 184 € für das 16jährige Kind ? Muss er Unterhalt für die Tochter zahlen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Generell ist Ihre geschilderte Situation eher selten, meist wird der Wohnraum in der Immobilie so geteilt, dass er in der Trennungsphase gemeinsam genutzt werden kann. Gerade in Anbetracht der zusätzlichen Kosten für gesonderten Wohnraum, neben einer Hausfinanzierung.
1. Zur gemeinsamen Immobilie, egal, ob Sie verheiratet sind oder nicht, ist zu berücksichtigen, dass Eigentum berechtigt und verpflichtet, d.h. das die Miteigentümer (1/2) grundsätzlich für den Hauskredit und alle Hausnebenkosten gemeinsam je zu ½ aufkommen müssen. Darunter fallen z.B. Grundsteuer, Versicherungsbeiträge, Hausinspektion, Reparaturkosten und übliche Wartungskosten. Auch unvorhergesehene Reparaturkosten am Haus hat er zur Hälfte mitzutragen. Die Verkehrswerterhaltung bzw. Verkehrswertsteigerung der Immobilie kommt ihm ja auch immer mit zu Gute.
Nicht darunter fallen sog. verbrauchsabhängige Nebenkosten (wie z.B. Wasser, Strom, Heizung, Müll usw.) Diese Kosten hat jeder Bewohner selbst zu tragen. Sie folglich für das Haus und Ihr Mann für seine Wohnung.
2. Für die Mietkosten hat Ihr Mann allein aufzukommen. Diese schmälern aber sein monatliches Nettoeinkommen zur Berechnung des Kindesunterhaltes und des Trennungsunterhalts.
3. Kindegeld in Höhe von monatlich 184 € erhält immer der, bei dem die Tochter wohnt. In Ihrem Fall Sie. Bei der Berechnung des Kindesunterhaltes wird dem Kindesvater, der den Unterhalt in Ihrem Fall zu zahlen hat, jedoch die Hälfte ( 92 €) angerechnet. Grundsätzlich muss der Kindesvater im Trennungsfall Kindesunterhalt zahlen, seine Leistungsfähigkeit vorausgesetzt, d.h. er muss zur Zahlung finanziell in der Lage sein. Bei geringem monatlichen Einkommen unter der Pfändungsfreigrenze ist das nicht der Fall.
4. Der Kindesunterhalt wird nach Düsseldorfer Tabelle bestimmt. Dafür muss das Durchschnittseinkommen der letzten 12 Monate inkl. aller Einnahmen, auch Steuerrückerstattungen und Einkünfte nach sonst. Einkunftsarten herangezogen werden. Davon dürfen bei arbeitenden Zahlungsverpflichteten 5 % berufsbedingte Aufwendungen abgezogen werden. Ist dieses ermittelt, wird auf dieser Ebene in der Altersstufe 12-17 Jahre der Kindesunterhalt abgelesen, abzüglich 92 € Anrechnung hälftiges Kindergeld). Dies ist der Mindestunterhalt. Auf einen höheren Betrag kann man sich grundsätzlich jederzeit einigen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Nebenkosten

Kabelempfang und Kleinreparaturen | Stand: 05.02.2014

FRAGE: Es geht darum, das der Verbund der die Mietwohnung Besitzer vertritt im August 2011 darauf aufmerksam machte, (Durch Aushang) das der X GmbH der Vertrag für Kabelempfang fürs Fernsehen gekündig...

ANTWORT: 1. KleinreparaturenGrundsätzlich ist es möglich den Mieter im Mietvertrag mit der Übernahme der Kosten von Kleinreparaturen zu belasten, wenn diese eine bestimmte Grenze nicht überschreiten ...weiter lesen

Kosten nachträglich auf Mieter umlegen | Stand: 10.09.2013

FRAGE: Wir haben hier ein Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien. Fünf sind fremdvermietet, eine Wohnung ist in Eigennutzung.Seid ca. 2 Jahren wir ein Teil des Wassers aus Regenwasser und Brunnen genutzt. De...

ANTWORT: Ich habe Zweifel, ob es mit vertretbarem Aufwand möglich ist die Mieter rechtssicher an den Kosten der Wassernutzung zu beteiligen.Zu denken wäre zum einem daran, dass die Mieter einen Beitra ...weiter lesen

Nachforderung von Mietschulden? | Stand: 04.04.2013

FRAGE: Der Vormieter mahnt Mietschulden 1 Monatsmiete in Höhe 455.90 € für angeblich 12/2010 das erste mal am 14.03.2013..Lt. Mahnschreiben hatte er bereits 12/2010 Kenntnis davon ohne zu mahnen...

ANTWORT: In dem zitierten Gesetz wird lediglich die Konkretisierung von Gattungsschulden (z. B. Kauf von vier Birnen) auf einzelne geschuldete Gegenstände (z. B. diese vier Birnen hier in dem Korb) geregelt ...weiter lesen

Mietminderung aufgrund gesperrtem Abflussrohr? | Stand: 14.07.2012

FRAGE: Seit dem 18.06.2012 ist bei mir in der Küche das Abflusswasserrohr gesperrt. Somit kann ich die Therme, Geschirrspüler und die Waschmaschine nicht nutzen. Außerdem laufe ich jedes Mal durc...

ANTWORT: Der Mieter hat einen Erfüllungsanspruch gem. § 535 BGB auf den vertragsgemäßen Gebrauch. Wird ihm der vertragsgemäße Gebrauch dadurch entzogen, dass die Mietsache eine ...weiter lesen

Gewerbliches Mietobjekt - Mängel der Mietsache | Stand: 06.03.2012

FRAGE: Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben seit längerem (insges. seit 2 Jahren) Probleme mit unserem Vermieter. Das Mietverhältnis ist gewerblich und somit - nach Meinung unseres Vermieters ...

ANTWORT: Gem. § 535 Abs. 2 BGB ist der Vermieter verpflichtet, die Mietsache - egal ob es sich um einen Gewerbemietvertrag oder einen Wohnraummietvertrag handelt - dem Mieter in einem zum vertragsgemäße ...weiter lesen

Kündigung von Mietvertrag - zusätzliche Kosten? | Stand: 11.03.2012

FRAGE: Ich habe am 22.02.2012 ein Mietvertrag für eine 3-Zimmerwohnung in einem3stöckigen Mehrfamilienhaus (6 Mieter) mit insgesamt 4 Aufgängen abgeschlossen (320 € Kaltmiete, 130 € Nebenkosten)...

ANTWORT: Sie können das Mietverhältnis frühestens ordentlich gem. § 573 c Abs. 1 Satz 1 BGB mit einer dreimonatigen Frist zum 30.06.2012 kündigen. Ihre Kündigung muss für diese ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht

Interessante Beiträge zu Nebenkosten

Nebenkosten nicht vom Jobcenter
Wer aktuell nicht mehr arbeitslos ist und nicht mehr der staatlichen Hilfe bedarf, bekommt auch die jetzt fällige Nachzahlung für seine Mietnebenkosten aus dem Vorjahr nicht mehr vom Jobcenter erstattet. Obwohl di ...weiter lesen

Ein Wasserzähler für zwei Mietergruppen
Nürnberg (D-AH) - Wird ein Gebäude von zwei unterschiedlichen Mietergruppen genutzt, bedarf es zur korrekten Abrechnung der Wasserkosten nicht auch zweier verschiedenen Zwischenzähler. Es reicht aus, wenn der konkrete Verbrauch ...weiter lesen

Mieter muss Umstellung auf Fernwärme dulden
Nürnberg (D-AH) - Will der Besitzer eines Hauses die Heizungsanlage von Öl auf Fernwärme umstellen, muss er dazu nicht erst die Zustimmung seiner Bewohner einholen. Ein solcher Wechsel stellt keine unzulässige ei ...weiter lesen

Höhere Betriebskosten nicht immer zulässig
Nürnberg (D-AH) - Steigende Nebenkosten treiben als zweite Miete die Kosten für Wohnungen und Geschäftsräume in die Höhe. Das Kammergericht Berlin hat in einem Urteil (Az. 12 U 216/04) entschieden: Si ...weiter lesen

Betriebskostenabrechnungmuss vor Jahresende beim Mieter sein
Nürnberg (D-AH) - Flop vor Neujahr: Wird die jährlich fällige Betriebskostenabrechnung erst am Silvesterabend des nachfolgenden Jahres per Fax versandt, dann hat der Vermieter die gesetzlich vorgeschriebene 12 ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.609 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

   | Stand: 09.01.2017
Bei dem Gespräch mit dem Anwalt kam auch die Deutsche Anwaltshotline ins Gespräch. Neugierig geworden habe ich nach Beendigung des Telefongespräches gesucht und auch gefunden und meine Meinung kundgetan. Ich wünschte mir in unserer Nähe auch so kompotente Beratung, da ging es mir oft besser. Danke für die Beratung.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Mietrecht | Baurecht (öffentliches) | Mietrecht | Wohnungseigentumsrecht | Betriebskostenabrechnung | Einsichtnahme | Mieter | Mietvertrag | Nebenkostenabrechnung | Nebenkostenpauschale | Nebenkostenzahlung | Nutzerwechsel | Verbrauchskosten | Verjährung Nebenkosten | Vermieter | Wirtschaftseinheit

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen