Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wohnung an Tochter verschenken - möglichst ohne Nachteile

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 19.01.2012

Frage:

Ich besitze eine kleine Eigentumswohnung und möchte diese Immobilie meiner einzigen Tochter schenken. Außer ihr gibt es keine möglichen weiteren Erben. Ich würde mir ein Wohnrecht auf Lebenszeit sichern wollen.

Der Grund für die Schenkung: Sollte ich in ein Pflegeheim müssen und die Pflegekosten nicht allein tragen können, würde das Sozialamt verlangen, dass ich die Wohnung verkaufe. Mir ist bekannt, dass diese Schenkung 10 Jahre vor Eintritt dieses Falles erfolgt sein muss.

Ich habe dazu noch einige Detailfragen:

1. Ist es sinnvoll, dass meine Tochter die restliche Hypothek abträgt und ich eine Miete in gleicher Höhe an sie bezahle? Das Finanzamt will doch sicherlich eine Mieteinnahme sehen, sobald die Wohnung meiner Tochter gehört.

2. Meine Tochter und ihr Mann haben eine Zugewinngemeinschaft. Gehört die Wohnung dann beiden oder nur meiner Tochter?

3. Wie gestalten sich die Nebenkosten? Für die Eigentümerin sind ja nicht alle Kosten dem Mieter in Rechnung zu stellen.

4. Könnte meine Tochter bei Übernahme der Resthypothek die Zinsen steuerlich geltend machen?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Silke Fasterling   |Hier klicken

Antwort:

Ihr Gedanke, die Eigentumswohnung an Ihre Tochter zu Lebzeiten zu überlassen, im Gegenzuge wird die darauf liegende Darlehensbelastung übernommen und Ihnen ein Wohnrecht eingeräumt, ist absolut praktikabel und bietet diverse Vorteile.
Eine Schenkung unterliegt nur in Höhe des geschenkten Teils dem Zugriff der Sozialbehörden im Falle einer späteren Pflegebedürftigkeit und Inanspruchnahme von Sozialleistungen.
Wenn Ihre Tochter die restliche Darlehensverbindlichkeit übernimmt, erbringt sie in dieser Höhe bereits eine Gegenleistung. Auch das einzuräumende Wohnrecht wird nach einer Formel, in der der Wohnwert mit Ihrer Lebenserwartung multipliziert wird, bewertet und ebenfalls als Gegenleistung angerechnet. Je nach Wert der Wohnung und der Gegenleistungen ist es wahrscheinlich, dass gar keine Schenkung vorliegt, damit die 10-Jahres-Frist für diesen Vertrag gar nicht gilt.

Allerdings prüfen die Sozialbehörden auch unentgeltliche Wohnrechte, die infolge des Gesundheitszustandes nicht mehr ausgeübt werden können. Hier wird der Wohnrechtgeber, also Ihre Tochter, verpflichtet, sich in Höhe des Wohnwertes (in der Regel die marktübliche Kaltmiete) an den Pflegekosten zu beteiligen. Dies gilt unabhängig von der Unterhaltsverpflichtung gegenüber Verwandten, also unabhängig von Einkommen und Leistungsfähigkeit Ihrer Tochter. Dies ist soweit in Ordnung, wenn sich die Wohnung an Dritte vermieten lässt, diese Einnahmen also die Forderung decken. Es gibt aber durchaus Fälle, in denen das Wohnrecht in nicht abgrenzbaren Räumlichkeiten eingeräumt wird, die in dieser Form nicht an außenstehende Personen vermietet werden können.
Wichtig wäre daher, in den Überlassungsvertrag aufzunehmen, dass die Löschung verlangt werden kann, sobald feststeht, dass eine Ausübung durch Sie nicht mehr möglich ist. Dieser Passus ist allerdings umstritten, da er eine Regelung zu Lasten Dritter, nämlich der Sozialbehörden, beinhaltet.
Dieses Problem ergibt sich nicht, wenn von Ihnen eine Mietzahlung geleistet wird. Dann ist das Wohnrecht gerade nicht unentgeltlich.
Statt einer Wohnrechtseinräumung könnte man daher auch an einen Mietvertrag denken, dessen Kündbarkeit für den Vermieter eingeschränkt ist. Dann haben Sie jedoch weniger Rechtssicherheit für den Fall, dass die Wohnung in andere Hände gelangt. Sinnvoll wäre meines Erachtens ein entgeltliches Wohnrecht, das durch einen Mietvertrag ausgestaltet wird.

Diese Konstruktion hat zudem den Vorteil, dass Ihre Tochter, wenn sie Einnahmen aus Vermietung/ Verpachtung erzielt, auch entsprechende Ausgaben bei der Steuererklärung in Ansatz bringen kann. Dies sind insbesondere auch Anschaffungskosten wie Notargebühren, Finanzierungskosten, aber auch Investitionsaufwand durch Reparaturen, Sanierung etc. Wegen der konkreten Möglichkeiten sollte sich Ihre Tochter vorab steuerlich beraten lassen. Denn bereits die Frage, wer Kostenschuldner der notariellen Beurkundung ist, sollte auf dieser Grundlage entschieden werden.

Auch wenn Ihre Tochter im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebt, gehört die Wohnung ihr allein, sofern Sie sie ihr allein übertragen. Lediglich die Wertsteigerung oder der Wertzuwachs würden für den Fall, dass deren Ehe scheitert, im Rahmen des Zugewinnausgleichs eine Rolle spielen.

Hinsichtlich der Nebenkosten sind für den Fall der Vermietung die meisten Kosten umlagefähig. Neben den Verbrauchskosten wie Heizung, Wasser, Allgemeinstrom sind dies Grundsteuer, Versicherung, Müllgebühren. Eine Ausnahme bilden die Verwalterkosten, d.h. die Beträge, die entstehen, weil eine Hausverwaltung zwischengeschaltet ist und der Eigentümer die Verwaltung nicht selbst durchführt. Auch Investitionrückstellungen sind nicht umlagefähig. Diese Beträge können Sie im wesentlichen der Hauskostenabrechnung Ihrer Hausverwaltung entnehmen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Zugewinngemeinschaft

Trennung von Frau - Zugang zu Bankschließfach | Stand: 07.10.2011

FRAGE: Ich werde mich von meiner Frau trennen und am 21.10.2011 nach Dänemark ziehen. Wir sind nicht geschieden.Wir besitzen ein Einfamilienhaus im Wert von ca. 160.000,00 € mit entsprechendem Hausra...

ANTWORT: Zunächst wäre der einfachste Weg, hier bei der Bank die Öffnung des Schließfaches zu beantragen. Aus Ihrem Sachverhalt geht hervor, dass es sich um ein gemeinsames Bankschließfac ...weiter lesen

Scheidung ohne Scheidungsfolgevereinbarung | Stand: 20.04.2011

FRAGE: Mein Exmann und ich haben noch eine Privatkredit zur Tilgung. Bisher hat Exmann die Raten getilgt, da ich nur ein Einkommen von 1000 Euro netto habe. Jetzt verlangt sein Anwalt eine Anerkennung, dass ic...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Die Problematik dürfte in erster Linie in dem Versäumnis zu sehen sein, anlässlich Ihrer Scheidung keine Scheidungsfolgevereinbarung über die noch bestehende ...weiter lesen

Ansprüche gegen eine GbR - GbR ist Insolvent | Stand: 07.04.2011

FRAGE: Ich habe finanzielle Ansprüche gegen eine GbR X&Y. Die Ansprüche bestehen seit Nov-2010.Die schuldnerischen Gesellschafter Herr X und Herr Y sind mittellos.Die Herren X und Y leben mi...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Frage: Habe ich eine Möglichkeit in diese Vermögenswerte zu gelangen?1. ZugewinngemeinschaftAus den ehelichen Verhältnissen der Schuldner können Sie keinerle ...weiter lesen

Unterhaltspflicht gegenüber Ex-Partner bei Heirat | Stand: 01.03.2011

FRAGE: Meine Frau (72) und ich (68) leben seit 12 Jahren getrennt. Wir sind kinderlos, die Kinder meiner Frau sind erwachsen. Ich bin gegenüber meiner Frau unterhaltspflichtig. Wir besitzen jeder zur Hälft...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,1. Die Eingehung einer neuen Ehe wirkt sich auf die Höhe des Unterhalts regelmäßig nicht aus. Eine Minderung des Zahlbetrages ist nicht zu erwarten.2. Es ist zutreffend ...weiter lesen

Gütertrennung wenn man Rente bezieht | Stand: 28.02.2011

FRAGE: Mein Mann und ich waren bereits einmal verheiratet und haben je 2 Kinder. Ein Sohn meines Mannes ist schwerstbehindert und lebt im Heim. Mein Mann hat aus der ersten Ehe eine halbe Eigentumswohnung, ha...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Fragestellung: Ich gehe davon aus, dass Ihre Fragen sich darauf beziehen, dass Ihr Mann unter Umständen ins Pflegeheim muss, seine eigene Rente zur Deckung der Pflegekoste ...weiter lesen

Auszug eines Partners nach der Trennung | Stand: 17.02.2011

FRAGE: Situation: Ehepartner leben getrennt in der gemeinsamen Immobilie (Einfamilienhaus, 2 Etagen, Großer keller mit zusätzlichem Lagerraum und Hobby-Werkstatt). Das Haus ist bezahlt. Keiner bezieh...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,der zwischen Ihrer Frau und Ihnen bestehende Güterstand Zugewinngemeinschaft oder evtl. Gütertrennung hat keinen Einfluss auf die rechtliche Bewertung Ihrer Fragen zu de ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Beiträge zu Zugewinngemeinschaft

Der Güterstand deutsch-französischer Ehen
| Stand: 27.10.2014

Für deutsch-französische Ehen trat zum 01.05.2013 der deutsch-französische Güterstand der Wahl zur Gewinngemeinschaft in Kraft. Somit haben deutsch-französische Ehepaare/Lebenspartner eine weitergehende ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Silke Fasterling   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.852 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Adoptionsrecht | Familienrecht | Wettbewerbsrecht | Anfangsvermögen | eheliches Güterrecht | gemeinsames Bankkonto | Gemeinschaftskonto | Güteraufteilung | Gütergemeinschaft | Güterrecht | Güterstand | Güterteilung | Gütertrennung | Vermögensaufteilung | Vermögensauseinandersetzung | Zugewinn | Zugewinnausgleich | Zugewinnausgleichsansprüche | Zugewinnberechnung | ehebedingte Zuwendung | Einmalzahlung Familienrecht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen