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Soforthilfe vom Anwalt

Wie schreibe ich eine Kündigung: Kostenloses Muster und Tipps

Wie schreibt man eigentlich eine Kündigung an den Arbeitgeber? Hier finden Sie kostenlose Muster, hilfreiche Tipps und alles Wissenswerte rund um das Kündigungsschreiben.
Author Autor: Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG / 12.02.2018
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Ärger mit dem Chef, zu geringes Gehalt, bessere Konditionen: Ein Jobwechsel aus diesen Gründen ist heute keine Seltenheit. Doch wie informiert man seinen aktuellen Chef am besten von der Kündigung? Hier erfahren Sie, wie Ihr Kündigungsschreiben aussehen muss und welche Stolperfallen es zu vermeiden gilt.

Sie können Ihr Kündigungsschreiben entweder anhand unserer Checkliste selbst verfassen oder das unten stehende kostenlose Muster-Kündigungsschreiben als Vorlage nutzen.

So schreiben Sie eine Kündigung

  • Das A und O: Ihre Kündigung muss schriftlich vorliegen und von Ihnen handschriftlich unterschrieben sein. E-Mails, SMS oder WhatsApp-Nachrichten sind unwirksam!
  • Fassen Sie sich kurz: Vermeiden Sie blumige Ausdrücke und Konjunktive. Machen Sie deutlich klar, dass Sie hiermit kündigen.
  • Gehen Sie auf Nummer sicher: Lassen Sie sich sowohl die Kündigung selbst als auch das Kündigungsdatum schriftlich bestätigen.

Das Wichtigste vorab: Die Kündigung muss schriftlich vorliegen

Wenn Sie Ihr Arbeitsverhältnis kündigen möchten, gilt es eine goldene Regel zu beachten: Die Kündigung muss gemäß § 623 BGB immer schriftlich erfolgen. Es reicht nicht, wenn Sie dem Chef im Gespräch unter vier Augen mitteilen, dass Sie den Betrieb verlassen möchten. Auch eine SMS, ein Fax, eine E-Mail oder eine WhatsApp-Nachricht reichen in diesem Fall nicht aus, denn das Kündigungsschreiben muss von Ihnen handschriftlich unterschrieben sein.

Checkliste: So sollte Ihre Kündigung aussehen

Der Briefkopf

Achten Sie darauf, dass Sie im Briefkopf nicht nur Ihren Namen und den Namen Ihres Arbeitgebers nennen, sondern auch die vollständigen Anschriften angeben, also Ihre eigene und die des Empfängers.

Das Datum

Ihr Kündigungsschreiben muss unbedingt mit dem aktuellen Datum versehen sein. Das dient bei etwaigen Komplikationen dazu zu beweisen, wann die Kündigung verfasst wurde.

Die Anrede

Vermeiden Sie allgemeine Anreden wie „Sehr geehrte Damen und Herren“, sondern finden Sie vorher heraus, wem die Kündigung zugestellt werden muss. In den meisten Fällen ist das entweder der Arbeitgeber oder der Leiter der Personalabteilung.

Der Betreff

Achten Sie darauf, dass der Betreff möglichst aussagekräftig ist. Im Normalfall reicht ein einfaches „Kündigung“ als Betreff. Sollten bei Ihnen besondere Umstände gelten, können Sie im Betreff auch auf diese verweisen. So ist es beispielsweise sinnvoll, eine Kündigung während der Probezeit schon im Betreff als eine solche zu kennzeichnen.

Der Einleitungssatz

Es gilt: Fassen Sie sich kurz und vermeiden Sie unbedingt Konjunktiv-Konstruktionen!

Aus der Kündigung muss deutlich hervorgehen, dass Sie hiermit kündigen und nicht, dass Sie lediglich die Absicht haben, zu kündigen. Greifen Sie also nicht auf derartige Konjunktiv-Konstruktionen zurück: „Hiermit würde ich zum nächstmöglichen Termin kündigen.“ Schreiben Sie stattdessen klipp und klar: „Hiermit kündige ich zum nächstmöglichen Termin.“

Bei einer ordentlichen und fristgerechten Kündigung müssen Sie übrigens keinen Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nennen. Lediglich wenn Sie fristlos kündigen, müssen Sie den Arbeitgeber über den Kündigungsgrund in Kenntnis setzen, wenn er danach fragt. Beachten Sie allerdings, dass fristlose Kündigungen nur in seltenen Fällen möglich sind, beispielsweise wenn Ihr Arbeitgeber Sie über einen längeren Zeitraum nicht bezahlt oder wenn es zu Bedrohungen oder tätlichen Angriffen kam.

Angabe der Kündigungsfrist

Sie müssen im Kündigungsschreiben das Datum Ihres letzten Arbeitstags nennen. Dazu müssen Sie sich bei ordentlichen und fristgerechten Kündigungen an Ihre jeweilige Kündigungsfrist halten. Für Arbeitnehmer beträgt diese in der Regel vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Achten Sie aber darauf, dass im Arbeits- oder Tarifvertrag durchaus eine längere Kündigungsfrist vereinbart sein kann.

• Wenn Sie Ihren Arbeitstag ohne Probleme berechnen konnten, können Sie die folgende Formulierung verwenden: „Hiermit kündige ich fristgerecht und ordnungsgemäß zum (DATUM).“ • Sind Sie sich unsicher, können Sie auf die folgende Formulierung zurückgreifen: „Hiermit kündige ich fristgerecht und ordnungsgemäß zum nächstmöglichen Termin. Meinen Berechnungen zufolge ist dies der (DATUM).“

Bitte um Bestätigung der Kündigung und des Kündigungsdatums

Lassen Sie sich sowohl die Kündigung selbst als auch das Datum Ihres letzten Arbeitstags bestätigen, auch wenn der Arbeitgeber rein rechtlich nicht dazu verpflichtet ist, Ihrem Wunsch nachzukommen. So haben Sie schwarz auf weiß, dass Ihr Chef von Ihrer Kündigung in Kenntnis gesetzt wurde und diese fristgemäß zugegangen ist. Außerdem erhalten Sie so eine schriftliche Bestätigung, wann Ihr letzter Arbeitstag ist. Sie können dafür auf die folgende Formulierung zurückgreifen: „Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieser Kündigung sowie das Kündigungsdatum schriftlich.“

Bitte um ein Arbeitszeugnis

Bitten Sie Ihren Arbeitgeber schon im Kündigungsschreiben darum, Ihnen ein Arbeitszeugnis auszustellen. So geben Sie ihm genug Zeit für das Verfassen des Arbeitszeugnisses und Sie müssen ihm später nicht hinterherrennen.

Unterschrift

Vergessen Sie auf keinen Fall, Ihre Unterschrift unter das Kündigungsschreiben zu setzen. Dies würde Ihre Kündigung unwirksam machen.

Kostenloses Muster: Kündigungsschreiben

Wenn Sie Ihre Kündigung nicht selbst verfassen wollen, können Sie auf das folgende Muster-Kündigungsschreiben zurückgreifen.

[Ihr Name]
[Ihre Adresse]

[Name der Firma]
[Name des Empfängers]
[Adresse Ihres Arbeitgebers]

									[Datum]

Kündigung des Arbeitsverhältnisses

Sehr geehrte/r [Name des Empfängers],

hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis vom [Datum, an dem das Arbeitsverhältnis begonnen hat] ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Termin. Meiner Berechnung zufolge ist das der [Datum des letzten Arbeitstags].

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieser Kündigung sowie das Datum des letztens Arbeitstags schriftlich.

(OPTIONAL: Ich bitte Sie überdies darum, mir ein qualifiziertes berufsförderndes Arbeitszeugnis auszustellen.)

Ich bedanke mich recht herzlich für die Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

[Name und Unterschrift]
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