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Vorgehen bei Forderungen eines Mobilfunkanbieters durch ein Inkassobüro

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 24.11.2015

Frage:

Ich stecke in einem Streit mit meinem Mobilfunkanbieter. Mein Vertrag wurde bereits Ende Mai diesen Jahres gekündigt und die Kündigung seitens des Anbieters bestätigt. Meine monatlichen Raten wurden während der Vertragslaufzeit per Abbuchungsvertrag beglichen, sodass hier kein Betrag unbezahlt blieb. Die Bezahlung der Abschlussrate erfolgte leider meinerseits verspätet, wurde aber getätigt. Nun vermute ich, dass der Anbieter den Zahlungseingang niemals kontrolliert hat und schickt mir seither eine Zahlungsaufforderung nach der anderen, unter Androhung von Gerichtsverfahren und Aufaddierung monatlicher Mahngebühren.

Diese Kommunikation läuft übrigens über ein Inkassounternehmen, weswegen ich fürchte, dass all meine Anrufe und Schreiben zur Klärung niemals wirklich weitergereicht wurden und sich letztlich weder das Inkassobüro noch der Mobilfunkanbieter um mein Anliegen kümmern. Die geforderte Summe beträgt derzeit knapp 140 Euro, Zahlungsfrist ist der 26.11.2015. Bitte geben Sie mir Rat, wie ich mich verhalten soll.

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Antwort:

Ihre Einschätzung der Bearbeitung Ihres Anliegens durch den Mobilfunkanbieter und das Inkassobüro teile ich.

Zum weiteren Vorgehen empfehle ich dringend diesmal per Einschreiben das Inkassobüro darauf hinzuweisen, dass das Bestehen einer Forderung bestritten wird, weil sämtliche geforderten Leistungen erbracht wurden. Es macht Sinn eine Kopie der letzten Buchung beizufügen. Das ausdrückliche Bestreiten der Forderung ist notwendig um dem Inkassobüro die Möglichkeit eines Schufa-Eintrages zu verbauen.

Für das weitere Vorgehen gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Sie warten gelassen ab, was nun passiert. Wahrscheinlich Anwaltsschreiben – auf das Sie das Schreiben an das Inkassobüro erneut übersenden können (Anwalt hat Unterlagen, das Inkassobüro nicht). Dann erfolgt wahrscheinlich der Versuch eines gerichtlichen Mahnbescheides, dem Sie fristgerecht widersprechen müssen.

b) Sie gehen in die Offensive und erheben Klage vor dem Amtsgericht gegen den Mobilfunkanbieter mit dem Antrag festzustellen, dass eine Forderung Ihres Anbieters nicht besteht.

Wie Sie vorgehen wollen, bleibt letztlich Ihnen überlassen.



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