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Entgelttarifvertrag Zeitarbeit: Zuschlag gestrichen nach Jobwechsel innerhalb der Firma

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 23.04.2017

Frage:

Eine Mitarbeiterin hat innerhalb der Firma den Arbeitsplatz gewechselt. Sie ist aus der Produktion zum Lager als Staplerfahrerin gewechselt. In Produktion hat sie ED1 mit 3 % Zuschlag verdient, weil sie seit Mai 2015 (also mehr als 12 Monate) dort gearbeitet hat. Als Staplerfahrerin soll sie ED2 verdienen - aber wie ist das geht mit dem Zuschlag? Hat der Arbeitgeber das Recht, dass er nur 9,01 Euro/Std zahlt (in der Produktion hat sie bereits 9,18 Euro pro Stunde verdient)? Oder sollte es 9,28 sein?

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Antwort:

Ihre Entlohnung richtet sich nach dem Entgelttarifvertrag Zeitarbeit in Ostdeutschland.

Nach § 4 dieses Tarifvertrages ist ein Zuschlag zu zahlen. Dieser Zuschlag beträgt 3 % , wenn ein ununterbrochener Einsatz bei dem gleichen Kunden länger als 12 Monate erfolgt. Für den Erhalt der 3 % kommt es mithin nicht darauf an, wie lange Sie in eine Entgeltgruppe (E 1 oder E 2) eingruppiert sind. Maßgeblich ist allein, dass Sie länger als 12 Monate in dem gleichen Betrieb arbeiten. Dabei ist es unerheblich in welcher Abteilung des Betriebes Sie arbeiten.

Wenn Sie also nach wie vor im gleichen Betrieb arbeiten, muss Ihr Stundenlohn 9,28 € betragen. Sie sollten die fehlerhafte Abrechnung schnellstmöglich schriftlich (!) beanstanden und um Neuberechnung bitten.



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