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Darlehensvertrag zwischen Privatleuten

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 06.07.2017

Frage:

Ich habe einen Bekannten Geld (4000 Euro) ohne Beleg geliehen. Nun will er nicht zurückzahlen.
Kann ich ihn trotzdem anzeigen?

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Antwort:

Ein Darlehensvertrag kann auch mündlich geschlossen werden; eines schriftlichen Vertrages bedarf es dazu nicht unbedingt. Ohne schriftlichen Vertrag stellt sich allerdings die Beweisfrage. Wenn Sie die Darlehensrückzahlung vor Gericht einklagen wollen (was dem Grunde nach natürlich möglich ist), stellt sich Ihnen die Aufgabe das Bestehen Ihres Anspruches zu beweisen, denn der Kläger muss nach der Zivilprozessordnung seinen Anspruch beweisen. Leugnet der Beklagte den Erhalt des Darlehens, müssten Sie die Darlehensvergabe beweisen oder zumindest glaubhaft machen durch Überweisungsbelege oder Zeugenaussagen, die bei der Darlehensvergabe anwesend waren.

Welchen Zweck Sie mit einer Anzeige bezwecken, erschließt sich mir nicht, da ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Darlehensnehmer möglicherweise zu seiner Bestrafung aber nicht unbedingt zu einer Zahlungspflicht Ihnen gegenüber führt. Ohne Beweise wird die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren bei Leugnen des Darlehensschuldners alsbald einstellen. Zudem stellt die Nichtrückzahlung eines Darlehens nicht unbedingt eine Straftat dar (wenn z. B. der Darlehensnehmer das Geld derzeit nicht zurückzahlen kann).




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