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Krankenversicherung nach Rückkehr aus dem Ausland

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 04.04.2017

Frage:

Ich habe die letzten fünf Jahre in den USA gelebt und gearbeitet. Davor war ich freiwillig gesetzlich krankenversichert. Nun werde ich am 15. Mai 2017 nach Deutschland zurückkehren und am 1. Juli 2017 eine neue Stelle in Berlin antreten. Das Gehalt, das ich dort erhalten werde liegt über der Pflichtversicherungsgrenze. Ich bin im Kontakt mit meiner alten Krankenkasse (AOK Plus) bezüglich einer erneuten freiwilligen Mitgliedschaft und habe einen Aufnahmeantrag gestellt. Der Bearbeiter dort sagte mir, dass das Angebot geprüft wird, ich aber keinen Rechtsanspruch auf eine freiwillige Mitgliedschaft habe. Meine Frage ist nun, ob diese Aussage zutreffend ist. Ich habe im Internet recherchiert und dort die Aussage gefunden, dass man wieder in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung übernommen werden kann, wenn man zwei Monate nach Rückkehr aus dem Ausland eine Stelle antritt. Dies ist bei mir der Fall, ich bin mir nur nicht darüber im Klaren, ob diese "kann" Aussage bedeutet, dass ich einen Rechtsanspruch auf freiwillige Mitgliedschaft habe.
Ich wäre zunächst nur an einer Beantwortung dieser Frage interessiert. In Falle einer positiven Antwort und einer Ablehnung meines Antrages durch die AOK würde ich dann auch einen Anwalt suchen, der meinen Anspruch durchsetzt.

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Antwort:

Die einschlägige Vorschrift in § 9 Abs.1 Ziff. 5 SGB lautet wie folgt:

„Der (freiwilligen) Versicherung können beitreten …

5. Arbeitnehmer, deren Mitgliedschaft durch Beschäftigung im Ausland oder bei einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Organisation endete, wenn sie innerhalb von zwei Monaten nach Rückkehr in das Inland oder nach Beendigung ihrer Tätigkeit bei der zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Organisation wieder eine Beschäftigung aufnehmen.“

Das Wort „können“ bezieht sich dabei auf das Wahlrecht des Versicherten, der alternativ auch die Möglichkeit hätte, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Die GKV muss aufnehmen. Die Krankenkasse wird allerdings prüfen, ob die vorherige Versicherungspflicht in Deutschland aufgrund einer Arbeitsaufnahme im Ausland oder aus anderen Gründen (z. B. längerer Urlaub, Studium o. ä.) geendet hat. Beendigungsgrund muss eine Beschäftigungsaufnahme im Ausland sein.
Sollte eine Aufnahme nach dieser Vorschrift nicht möglich sein, besteht für Auslandsrückkehrer noch die Möglichkeit einer Aufnahme nach § 5 Abs.1 Ziff. 13 Alt.a SGB V, wenn kein Anspruch auf eine anderweitige Krankenversicherung besteht und vor dem Auslandsaufenthalt zuletzt eine gesetzliche Krankenversicherung vorgelegen hat.



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