Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Fahrtenbuchregelung - Ist eine 0,03 % Regelung mit 15 Tagen möglich?


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 04.09.2016

Frage:

Ich habe seit 01. September einen Firmenwagen von meinem neuen Arbeitgeber erhalten, leider ist die Fahrtenbuchregelung nicht möglich. Ich bin an meinem Standort/Dienstsitz höchstens 15 mal im Monat, somit wäre die Regelung auch nur 15 mal pro Monat steuerlich anzuwenden. Es könnte aber auch die 0,02% Regelung greifen, wenn ich weniger als 12 mal pro Monat an meinem Standort/Dienstsitz wäre.

Meine Fragen: Ist eine 0,3% Regelung mit 15 Tagen rechtlich möglich? Ich habe trotzdem begonnen ein Fahrtenbuch zu führen, kann ich bei meiner Steuerabrechnung einen zu hoch angesetzten geldwerten Vorteil zurückbekommen?

Meine Rahmenbedingung: Auto hat einen Bruttolistenpreis von etwa 50.000,-€ und die Entfernung zum Dienstsitz beträgt 95km. Eine Zweitwohnung kommt derzeit nicht in Frage, ggf. nach der Probezeit in 6 Monaten.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Anhand eines korrekt geführten Fahrtenbuchs müssten Sie einen zu hoch angesetzten geldwerten Vorteil für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wieder zurück bekommen können.

Ich darf annehmen, dass Sie die 0,03 Prozent Regel meinen nach § 8 Abs. 2 S. 3 EStG *1), eine 0,3 Prozent Regel dürfte es hier nicht geben.

Für die Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu privaten Fahrten wird nach § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG *2) entsprechend herangezogen.

Danach ist die Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs für private Fahrten für jeden Kalendermonat mit 1 % des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Zulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer anzusetzen (1 %-Regelung).

Wenn das Kraftfahrzeug auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden kann, erhöht sich dieser Wert nach § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG nach Maßgabe der tatsächlichen Benutzung des Dienstwagens für solche Fahrten.

Die 0,03 %-Regelung erfasst keinen privaten Nutzungsvorteil, der ja schon durch die 1 %-Regelung erfasst wird. Es handelt sich lediglich um einen Korrekturposten für den Ausgleich des pauschalen Werbungskostenabzugs für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit dem eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kraftfahrzeug.

Dieser Zuschlag nach § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG (0,03 %-Regelung) kommt nur dann zur Anwendung, wenn und soweit der Arbeitnehmer den Dienstwagen auch tatsächlich für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzt.

Wenn Ihnen anhand des Fahrtenbuchs der Nachweis gelingt, dass eine tatsächliche Nutzung nicht vorlag, oder nur in geringerem Umfang, muss das steuerlich berücksichtigt werden können, ohne dass es auf den zu hohen Einbehalt durch den Arbeitgeber ankommt.



Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Arbeitskleidung

Vielfliegermeilen steuerlich absetzen | Stand: 04.06.2014

FRAGE: Durch Vielfliegerei/ Einkäufe etc. wurden durch den Fluganbieter Meilen gutgeschrieben, die beim nächsten Flug für ein Upgrade in die Business Class verwendet wurden. Das waren 2x 6500...

ANTWORT: Grundsätzlich besteht in der Tat die Möglichkeit, dass der Wert von dienstlich eingesetzten aber privat gesammelten Meilen als Werbungkosten vom Finanzamt anerkannt und die damit Steuerlast u ...weiter lesen

Kfz-Steuer trotz Schweizer Wohnort? | Stand: 05.12.2012

FRAGE: Ich bin seit Juli 2012 für einen Arbeitgeber in der Schweiz als Geschäftsführer mit Eintrag in das Handelsregister Tätig. Ich habe einen Wohnsitz in Deutschland und einen Wohnsitz i...

ANTWORT: Gemäß § 1 Abs. 1 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) der Bundesrepublik Deutschland unterliegt der Kraftfahrzeugsteuer 1. das Halten von inländischen Fahrzeugen zum Verkeh ...weiter lesen

Private Wohnräume als Arbeitsplatz nutzen | Stand: 07.07.2011

FRAGE: Teilweise als Büro (Schreibtisch und Aktenschrank) genutztes Wohn-/Schlafzimmer wird vom FA nicht als häusliches Arbeitszimmer anerkannt.Die Unterzeichnerin ist Architektin, arbeitet überwiegen...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,die bisherige Rechtslage im Einkommensteuerrecht war eindeutig: Eine Aufwendung war entweder steuerlich oder privat veranlasst. Jede private Mitnutzung führte dazu, dass di ...weiter lesen

Geltendmachung von geleisteten Überstunden | Stand: 27.09.2010

FRAGE: Ich habe bei meinem (noch) Arbeitgeber, einem Pflegedienst, etwa 460 Überstunden geleistet, dabei 2 x 7 Wochen durchgearbeitet ohne Frei, und habe zum Ende September gekündigt. Meine Chefin weiger...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit den Erfolgsaussichten eines etwaigen gerichtlichen Verfahrens zur Geltendmachung der von Ihnen geleistete ...weiter lesen

Nutzung des Arbeitshandys nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | Stand: 23.09.2010

FRAGE: Von 2003 bis 2007 war ich bei einer Firma beschäftigt und habe dort ein Geschäftshandy bekommen mit dem ich ausdrücklich auch privat telefonieren durfte. Im Jahr 2007 ist mein Arbeitsverhältni...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Voranstellend möchte ich bemerken, dass ich gute Chancen sehe, dass Sie den Handyertrag auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiter nutzen können.In meine ...weiter lesen

Werbungskosten als Mittel zur Absenkung des anzurechnenden Einkommens beim Kindesunterhalt | Stand: 17.01.2010

FRAGE: Antrag bei Familienkasse Kindergeld über 18 Jahre altes Kind im 2. Ausbildungsjahr (Altenpfleger). Ausfüllen Formular Werbungskosten. Auszug "Im Kalenderjahr 2009 erzielte Ihr Kind ein Einkomme...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Fragestellung:Werbungskosten als Mittel zur Absenkung des anzurechnenden Einkommens beim KindesunterhaltAufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2005 is ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.204 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 13.10.2017
sehr nette gespräch !!!Danke, sehr unkompliziert und Geld gespart!

   | Stand: 09.10.2017
Bitte dem RA Herr Grau, diese Bewertung zukommen lassen. Ich finden ihn nicht in der Liste. Uhrzeit ca. 12.05 bis 12.20 Uhr.

   | Stand: 09.10.2017
Sehr guter Hinweis von Frau Kress. Vielen DanK!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Arbeitsrecht | Insolvenzrecht | Steuerrecht | Arbeitsmittel | Arbeitszimmer | Aufwandspauschale | Aufwendungsersatz | Berufsbedingte Aufwendungen | Betriebsmittel | Bewerbungskosten | Bewirtung | BewRGr | Fortbildungskosten | Geschäftsessen | Pauschbetrag | Werbekosten | Werbungskosten

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen