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Unterhaltspflicht bei einem unehelichen Sohn

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Karl Heinz Lehmann
Stand: 21.02.2016

Frage:

Ich habe einen unehelichen Sohn, der im Juli 2016, 18 Jahre alt wird, sich derzeit im ersten Jahr einer Berufsausbildung befindet und im Haushalt seiner Mutter wohnt. Ich zahle selbstverständlich regelmäßig den Kindesunterhalt.

Nach meinem Kenntnisstand bin ich nach § 1603 BGB solange unterhaltspflichtig bis mein Sohn entweder seinen Lebensunterhalt selber bestreiten kann , oder bis er das 21.te Lebensjahr vollendet hat.

Gibt es Umstände, wonach ich auch nach Vollendung des 21.ten Lebensjahres meines Sohnes  zum Unterhalt herangezogen werden kann?


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Antwort:

Ihr Informationsstand entspricht nicht der aktuellen Rechtslage. Grundsätzlich gilt für das Unterhaltsrecht von nichtehelichen Kindern nichts anderes als für eheliche Kinder. Dabei
bestimmt § 1601 BGB, daß Verwandte in gerader Linie verpflichtet sind, einander Unterhalt zu ge-
währen. Sodann bestimmt § 1602 BGB, unterhaltsberechtigt ist nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Es muß also Bedürftigkeit bestehen. Unabhängig davon kann ein minderjähriges unverheiratetes Kind von seinen Eltern, auch wenn es Vermögen hat, die Gewährung des Unterhalts insoweit verlangen, als die Einkünfte seines Vermögens und der Ertrag seiner Arbeit zum Unterhalt nicht ausreichen. Demgegenüber bestimmt nun § 1603 Abs.1 BGB, unterhaltspflichtig ist nicht, wer bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen außerstande ist, ohne Gefährdung seines angemessenen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren. Befinden sich Eltern in dieser Lage, so sind sie ihren minderjährigen unverheirateten Kindern gegenüber verpflichtet, alle verfügbaren Mittel zu ihrem und der Kinder Unterhalt gleichmäßig zu verwenden. Den minderjährigen unverheirateten Kindern stehen volljährige unverheiratete Kinder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gleich, solange sie im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden. Grundsätzlich schulden Eltern ihrem volljährigen Kind Unterhalt bis zum ersten Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums. Dies folgt aus § 1610 Abs. 2 BGB. Der Unterhalt umfaßt den gesamten Lebensbedarf einschließlich der Kosten einer angemessenen Vorbildung zu einem Beruf, bei einer der Erziehung bedürftigen Person auch die Kosten der Erziehung.
Sie schulden Ihrem Sohn folglich Unterhalt bis zum Abschluss einer ersten Berufsausbildung, und zwar unabhängig vom Lebensalter, wenn auch heute davon auszugehen ist, daß er diese Ausbildung bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres beendet haben dürfte. Ihr Sohn muß sich bei der Berechnung des Unterhalts die Hälfte seiner Ausbildungsvergütung abzüglich eines ausbildungsbedingten Mehrbedarfs von 90,00 € anrechnen lassen.
Theoretisch ist denkbar, daß Sie über die Vollendung des 21. Lebensjahres Ihres Sohnes Unterhalt
zahlen müßten, etwa durch eine unfallbedingte Verlängerung der Ausbildungszeit, wenn er nicht anderweitig einen Schadenersatzanspruch hätte. Was die Zukunft bringt, weiß man nie!



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