Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Bestattungskosten - Wer muss bei mehreren Geschwistern zahlen?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 04.11.2015

Frage:

Im August 2015 verstarb meine Mutter. Wir sind fünf Geschwister, welche ja nun bestattungspflichtig sind. Alle fünf haben meines Wissens nach das Erbe ausgeschlagen, da zu der verstorbenen Person keinerlei Kontakt in den letzten 30 Jahren bestand.
Zwei Schwestern leben in der Umgebung der Verstorbenen und haben sich demzufolge um die Angelegenheit der Bestattung gekümmert. Zwei Brüder und ich selbst wohnen weit entfernt, wobei der Aufenthaltsort eines Bruders unbekannt ist, da dieser sowohl selbst und somit die anderen vier Geschwister mit ihm keinen Kontakt pflegen.

Es kam nun per Post ein Gebührenbescheid von der Friedhofsverwaltung an eine der Schwestern, welche die Bestattung beauftragt hatte. Die Rechnung beläuft sich über eine Gesamtsumme i.H.v. Eur 672,50. Die Rechnung selbst ist nur auf meine große Schwester ausgestellt. Uns wurde aber durch das Bestattungsinstitut mitgeteilt, dass nachfolgende Rechnungen, welche aus dem vorhandenen oder nichtvorhandenen Erbe nicht abgedeckt sind, gefünftelt an jedes Kind der Verstorbenen geschickt wird. Jedes Kind erhält seine eigene Rechnung zu seinem Anteil, welche es ausgleichen muss.

Unser Problem ist nun, dass lediglich eine Rechnung erstellt wurde von der entsprechenden Stadtverwaltung. Auf unsere telefonische Rückfrage hin, bekam meine große Schwester die labidare Auskunft, dass sie sich um die jeweiligen Anteile der anderen vier Geschwister selbst lümmern muss. Es gibt nur eine Gesamtrechnung, da es sich um eine private Angelegenheit handelt. Ob selbst Kontakt unter den Geschwistern herrscht und somit die Kosten von allen fünf getragen wird, interessiert hier nicht. Ist das so richtig?

Wir möchten gerne, dass jedes bestattungspflichtige Geschwisterteil die Rechnung über seinen Anteil bekommt. Es ist garantiert, dass der fünfte Anteil nicht durch unseren kleinen Bruder bezahlt wird, da wir erstens gar nicht wissen, wo er wohnt bzw. er ist nicht greifbar für uns und zweitens wird er diese Kosten auch nie zahlen.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

Antwort:

Wen ein armer Mensch verstirbt ist zu unterscheiden n zwischen der öffentlich-rechtlichen Bestattungspflicht und der Kostentragungspflicht. Die Bestattungspflicht ist landesgesetzlich geregelt und regelt, wer für die Bestattung sorgen muß. In der Regel die Abkömmlinge zuerst.
Als kostentragungspflichtig für die Beerdigungskosten im Sinne des § 74 SGB XII sind nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG, 13.03.2003 - 5 C 2.02) diejenigen Personen anzusehen, die der Kostentragungspflicht von vornherein nicht ausweichen können, weil sie rechtlich notwendig von dieser Pflicht getroffen werden. Also entweder die Erben, oder die Kinder. Da das Erbe bei Ihnen ausgeschlagen wurde haften Sie als Kinder und haben keine Möglichkeit die Bestattungskosten auf die Erben abzuwälzen.
Das Problem das sich jetzt für Ihre Schwester stellt ist, daß für die Beerdigungskosten die Kinder als sogenannte Gesamtschuldner haften. Darunter versteht das Gesetz: „Schulden mehrere eine Leistung in der Weise, dass jeder die ganze Leistung zu bewirken verpflichtet, der Gläubiger aber die Leistung nur einmal zu fordern berechtigt ist (Gesamtschuldner), so kann der Gläubiger die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner ganz oder zu einem Teil fordern. Bis zur Bewirkung der ganzen Leistung bleiben sämtliche Schuldner verpflichtet.“

Die Stadt darf sich nach dieser Vorschrift also eines der Geschwister greifen und von diesem die gesamte Summe verlangen. Dieses muß dann sehen, ob es von den anderen Geschwistern das Geld bekommt. Diese Erleichterung ist geschaffen worden, damit Gläubiger einfacher an ihr Geld kommen. Die Antwort der Stadt ist also richtig. Eine Rechnung für jeden kann die Stadt zwar stellen, sie muß es aber nicht. Wenn sie jedoch guten Willen zeigen würde, wäre es ihr aber möglich. Eine Verpflichtung nur einen heranzuziehen gibt es nämlich nicht.



Rechtsbeiträge über Steuerrecht / Steuerstrafrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Altersentlastungsbetrag

Grundsicherung kündigen mit Grundangabe? | Stand: 02.12.2015

FRAGE: Ich bin 66 Jahre alt, erhalte eine Rente von 220,00 €, der Rest meines Lebensunterhalts wird von der Grundsicherung im Alter aufgestockt.Ich erwarte im nächsten Jahr eine größere Geldsumm...

ANTWORT: 1. Einen Grund für die Abmeldung müssen Sie nicht angeben. Am besten halten Sie es so, dass Sie einfach keinen Verlängerungsantrag mehr stellen. Dann läuft die Grundsicherung mit Ablau ...weiter lesen

Organisation der Beerdigung durch Vollmachtsinhaber? | Stand: 19.10.2016

FRAGE: Am Montag verstarb meine Schwester in München. Ich wollte mich nun um die Beerdigung kümmern und habe jetzt bei der Städtischen Bestattung erfahren, dass die Bestattungspflicht samt Kostenübernahm...

ANTWORT: Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich in der von Ihnen vorgegebenen Reihenfolge beantworte: 1. Die Totenfürsorge und damit das Recht, die Modalitäten der Beerdigung zu bestimmen, steh ...weiter lesen

Kostentragungspflicht der Angehörigen, wenn Gemeinde Bestattung organisiert? | Stand: 14.06.2016

FRAGE: Mein Bruder verstarb am 28.1.2016 in S., wo er zuletzt wohnte. Die Stadt  hat uns am 16.2.016 per Post informiert (wir hatten keinen Kontakt mit dem Bruder). Zu diesem Zeitpunkt war er schon beigesetzt...

ANTWORT: Die Pflicht zur Tragung der Bestattungskosten ergibt sich für die nahen Angehörigen des Verstorbenen aus § 13 Abs.2 des Bestattungsgesetzes Schleswig-Holstein bzw. die Erben nach § ...weiter lesen

Krankenversicherung nach Einreichen der vorgezogenen Altersrente wechseln | Stand: 22.07.2012

FRAGE: Meine Frau hatte zum 1.12.2011 aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit gekündigt. Sie ist Jahrgang 1961 und erhält darum bis Februar 2013 Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt hatte ihren Reha-Antra...

ANTWORT: Ihre Ehefrau wird nach dem von Ihnen beschriebenen Lebensweg (Annahme: keine Erwerbsminderungsrente ab 2013) nicht in die Krankenversicherung der Rentner aufgenommen werden. Der Grund ergibt sich aus § ...weiter lesen

Unter welchen Voraussetzungen hat man das Recht auf Grundsicherung | Stand: 07.05.2012

FRAGE: Ich möchte eine genaue Auskunft (mit Zahlen) über die Grundsicherung, unter welchen Bedingungen man sie bekommt ...

ANTWORT: Das Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (GSiG) sah für ältere und dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen eine eigenständige sozial ...weiter lesen

Kündigung der Rentenzusatzversicherung - Abzüge für eingezahlte Beträge hoch | Stand: 20.04.2012

FRAGE: Ich habe meine Zusatz-Rentenversicherung (VBLU) nach 16 Jahren gekündigt und hätte jetzt (einschließlich des Arbeitgeberanteils) 25.000 € bekommen. Der Betrag ist nach dieser Zei...

ANTWORT: Der einbehaltene Betrag – nach Ihren Angaben für Kranken- Pflege- und Sozialversicherung, erscheint mir in der Tat recht hoch, könnten aber doch berechtigt sein. Es könnte sein, j ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Steuerrecht | Nachbarrecht | Steuerrecht | Steuerstrafrecht | Altersvorsorge | Betriebliche Altersvorsorge | Einkommensteuergesetz | Pensionskasse | Riesterrente | Versorgungsbezüge | Versorgungsfreibetrag | Vorsorgeaufwendungen | Vorsorgehöchstbetrag | Rentenbesteuerung | Rentensteuer | Krankenkassenhöchstsatz

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen