Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Nicht bei Versicherung gemeldeter Sohn hat keinen Versicherungsschutz

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 11.09.2015

Frage:

Als unsere Tochter geboren wurde, haben wir von einer Einzel- auf eine Familienauslandskrankenversicherung gewechselt. Da es sich um eine Familienversicherung handelt, in der alle Familienangehörigen - Ehegatten und alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr - bei gleichbleibendem Tarif mitversichert sind, haben wir den vier Jahre später geborenen Sohn nicht nachgemeldet.
Jetzt machten leider zwei voneinander unabhängige Unfälle unseres Sohnes im Urlaub einen jeweils 1-tägigen Krankenhausaufenthalt notwendig.
Die Versicherung verweigert jedoch die Übernahme der Kosten, weil unser Sohn nicht in Ihren Unterlagen aufscheint. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen verlangen zwar die Meldung der Familienangehörigen, aber ist es trotzdem rechtens die Übernahme der Kosten zu verweigern? Es scheint mir nur eine Formalität zu sein, weil sich der Tarif und die Art der Versicherung nicht ändern würde.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-520
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Aussage der Krankenversicherung richtig ist. Ihr Sohn ist bisher dort nicht versichert.

Die Grundlage für das Versicherungsverhältnis sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Auslandsreise-Krankenversicherung. Das ist das „Kleingedruckte“, das Ihnen bei Abschluss der Versicherung übersandt worden ist. Haben Sie die Versicherung über das Internet abgeschlossen, haben Sie durch ein entsprechendes Häckchen bestätigt, dass Sie von diesen Kenntnis genommen haben. Sie sind im Internet hinterlegt und verlinkt. Sie können Sie auf der Seite der Auslandsreisekrankenversicherung auch jetzt jederzeit nachlesen.

In § 3 der AVB sind die versicherten Personen benannt. In Abs. 2 ist ausdrücklich geregelt, dass im Rahmen der Familienversicherung der namentlich genannte Ehegatte und die namentlich genannten Kinder versichert sind. Weiter ist in Abs.3 klargestellt, dass mitversicherte Kinder bei Antragstellung anzuzeigen sind. Daraus folgt zwingend, dass natürlich auch später hinzutretende Kinder namentlich anzuzeigen sind.

Das bedeutet, dass sich die Auslandskrankenversicherung nur auf die namentlich genannten Familienmitglieder beschränkt. Treten weitere Kinder hinzu, sind diese anzuzeigen um sie in den Versicherungsschutz mit einzubeziehen. Erst danach besteht Versicherungsschutz.

Da Sie Ihren Sohn entsprechend den Versicherungsbedingungen nicht angemeldet haben, gehört er auch nicht zu dem Kreis der versicherten Personen.

Sie können sich auch nicht auf die Unwirksamkeit der AVB berufen, da die Regelung, dass nur namentlich genannte Personen versichert sind, nicht überraschend ist, denn es nahe, dass der Versicherer Kenntnis haben muss, wen er eigentlich versichert. Sie sollten für kommende Urlaube daher Ihren Sohn jetzt nachbenennen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Medizinrecht

Arbeitgeber Aufenthaltsbescheinigung von Krankenhaus vorlegen | Stand: 06.01.2014

FRAGE: Meine Frau liegt seit dem 01.01.14 in der Klinik (Intensivstation).Sie war ohnehin bis zum 03.01. krank geschrieben.Ich informierte den AG bereits über den ca. 4 wöchigen Krankenhausaufenthalt.Bi...

ANTWORT: Sofern ein Arbeitnehmer länger als 3 Tage erkrankt ist, hat er die Arbeitsunfähigkeit durch eine entsprechende ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. Das gilt selbstverständlich auc ...weiter lesen

Zusatzversicherung zahlt Krankenkostenrechnung nicht | Stand: 16.03.2012

FRAGE: Es geht um die Abrechnung einer vorstationären Behandlung vor einem Krankenhausaufenthalt. - Mitte Mai Überweisung durch Hausarzt ins Krankenhaus wegen Narbenbruch und anschließendes Vorgespräc...

ANTWORT: Zum Ersten sollten Sie versuchen, die Rechnungen bei Ihrer Zusatzversicherung einzureichen und dort eine schriftliche Begründung einreichen; je nach Vertragsbedingungen werden diese ggf. doch übernommen ...weiter lesen

Einweisung in die Psychiatrie - Muss ein richterlicher Beschluss vorliegen? | Stand: 05.02.2010

FRAGE: Es handelt sich um unsere Tochter (29 Jahre alt) - bei uns im Hause wohnend.Sachverhalt:Einlieferung am Sa. 30.01.2010 durch die Feuerwehr wegen Alkoholmissbrauch, sowie Verdacht auf Tabletteneinnahme...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, 1. Muß ein richterlicher Beschluss zur Einweisung vorgelegt werden und bestehen ggf. Rechtsmittel, bzw. Einspruchsmöglichkeiten? Zum Wirksamwerden eines richterliche ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu Medizinrecht

Schönheitschirurg wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig
| Stand: 04.04.2014

auf der Intensivstation Verstirbt eine Patientin bei einer Schönheitsoperation, weil der behandelnde Chirurg keinen Anästhesisten hinzugezogen hat, kann er wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt ...weiter lesen

Schwere Brustkrebserkrankung von Frauenarzt zu spät erkannt?
| Stand: 05.12.2013

Lässt ein Frauenarzt nach einer unauffälligen Vorsorgebehandlung keine weitere Untersuchung an seiner Patientin durchführen, so kann ihm ein später festgestellter Brustkrebs nicht als Fehler angelastet ...weiter lesen

Arzt muss 220.000 Euro Schmerzensgeld zahlen
| Stand: 18.10.2013

Versäumt ein Arzt das erforderliche Aufklärungsgespräch vor einer Darmspiegelung, haftet er für Komplikationen, die aufgrund des Eingriffs auftreten können. Wegen unzureichender Aufklärung ...weiter lesen

Patientenrechtegesetz
| Stand: 12.09.2013

Am 26. Februar 2013 ist das Patientenrechtegesetz (PRG) in Kraft getreten. Sinn und Zweck dieses Patientenrechtegesetzes ist es insbesondere die Position der Patienten gegenüber den Leistungserbringern, z. B. Ärzten ...weiter lesen

Frauenarzt haftet für zu spät erkannten Brustkrebs
| Stand: 10.09.2013

Stellt sich heraus, dass der behandelnde Frauenarzt Brustkrebs nicht rechtzeitig erkannt hat, weil er ein Mammografie-Screening zu spät empfohlen hat, muss er Schmerzensgeld an seine Patientin zahlen. Das hat das Oberlandesgericht ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-520
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-520
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Medizinrecht | Arzthaftungsrecht | Rentenrecht | Ausländerrecht | Approbationsordnung | Approbationsrecht | Arztbericht | Arztfehler | Arzthaftpflicht | Arzthaftpflichtfragen | ärztliche Schweigepflicht | Berufsrecht | Heilpraktikergesetz | Patientenschutz | Rechte | Therapiefreiheit

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-520
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen