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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
04.10.2015

Widerspruchsfrist bei Kündigung

Ich bin Angestellte bei einer Elektroinstallationsfirma. Seit 01.08.2013 für 5h/tgl. Seit 01.01.15 arbeitete ich 8 h/tgl. Dies wurde dann ab 01.06.15 wieder auf 6h/tgl reduziert. Dann wurde ich am 01.08.15 von meinem AG mit einer Änderungskündigung zum 01.10.15 gekündigt.

Angebot war von 6h/tgl. auf 4 h/tgl. Dies habe ich abgelehnt. Nun habe ich an meinem letzten Arbeitstag eine neue Kollegin eingearbeitet die angeblich für 3 h/tgl angestellt wurde. Ich habe aber in Ihrer schon angelegten Personalakte ihren Arbeitsvertrag gefunden welcher sich auf 6h/tgl beläuft.

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Ist dies Rechtens? Darf mein AG so etwas tun? Welches Recht habe ich jetzt? Kann ich mich dagegen wehren? Wiedereinstellung= Abfindung? Ich habe ihn bereits darauf angesprochen, aber seiner Meinung nach muss er mir nichts sagen.

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Author Antwort Rechtsanwalt Karl Heinz Lehmann
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Sie melden sich leider zu einem Zeitpunkt, in dem die Frist zur Klageerhebung von drei Wochen seit dem Zugang der Änderungskündigung verstrichen ist. Unterstellt man, daß Sie klageberechtigt waren,
hätten Sie nach § 2 des Kündigungsschutzgesetzes das Änderungsangebot unter dem Vorbehalt annehmen können, daß die Änderung der Arbeitsbedingungen nicht sozial ungerechtfertigt ist. Dies hätten Sie aber dem Arbeitgeber innerhalb der Kündigungsfrist, spätestens jedoch innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung erklären müssen.

Inzwischen ist diese Frist, aber auch die Frist zur Erhebung der Kündigungsschutzklage von drei Wochen nach § 4 des Kündigungsschutzgesetzes abgelaufen, sodaß die Kündigung zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt hat. Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb Ihr ehemaliger Arbeitgeber jetzt meint, Ihnen nichts mehr sagen zu müssen.

Ich hoffe sehr, daß Ihnen Arbeitslosengeld bewilligt und nicht mit der Begründung versagt wird, Sie hätten Ihre Arbeitslosigkeit selbst zu vertreten und daher sei eine Sperrfrist anzuordnen.

Sollte jedoch tatsächlich eine Sperrfrist angeordnet werden, sollten Sie gegen diesen Bescheid Widerspruch mit der Begründung erheben, daß Sie am letzten Tag Ihres Arbeitsverhältnisses erst
erfahren haben, daß der Arbeitgeber Sie in die Irre geführt hat und dadurch die Klagefrist nicht gewahrt haben.

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