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Eine Ehe gilt nach drei Jahren getrennter Lebensführung als gescheitert

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Karl Heinz Lehmann
Stand: 14.07.2015

Frage:

Meine Frau und ich leben seit Juli 2013 getrennt, jetzt hat sie eine Anwältin beauftragt die Scheidung einzureichen. Ich will nicht geschieden werden auch nicht die Kosten tragen, was soll ich tun?

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Antwort:

Wenn Ihre Ehefrau die Scheidung Ihrer Ehe beantragen lassen will, können Sie sich der Scheidung effektiv langfristig nicht widersetzen. Dies ist auf die Gesetzeslage zurückzuführen. Nach § 1564 BGB kann eine Ehe nur durch richterliche Entscheidung auf Antrag eines oder beider Ehegatten geschieden werden. Einzige Voraussetzung ist das Scheitern der Ehe, das unwiderlegbar gesetzlich vermutet wird, wenn die Ehegatten seit einem Jahr getrennt leben und beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder der Antragsgegner der Scheidung zustimmt.

Sie leben getrennt seit dem Juli 2013, jetzt also schon zwei Jahre. Wenn Sie nun einer Scheidung widersprechen bzw. keinen Scheidungsantrag stellen und dem Scheidungsantrag Ihrer Ehefrau nicht zustimmen wollen, können Sie die Scheidung allenfalls noch ein Jahr verzögern. Nach § 1566 Abs. 2 BGB wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit drei Jahren getrennt leben. Im Juli 2016 leben Sie drei Jahre getrennt. Dann werden Sie auf den Antrag Ihrer Ehefrau selbst dann geschieden, wenn Sie der Scheidung nicht zustimmen und selbst auch keinen Scheidungsantrag stellen.

Sie müssen daher davon ausgehen, daß Sie spätestens im Juli 2016 geschieden sein werden, ob Sie wollen oder nicht. Daher empfehle ich Ihnen schon jetzt, ggfls.entweder gleichfalls einen Scheidungsantrag zu stellen oder dem Antrag Ihrer Ehefrau zuzustimmen. Diesen Rat erteile ich auch deswegen, weil mit der Scheidung auch der Versorgungsausgleich durchgeführt werden muß und es hierbei auf die beiderseitigen Rentenanwartschaften ankommt.

Zur Zeit profitiert Ihre Ehefrau von Ihrer wahrscheinlich höheren Rentenanwartschaft, die natürlich immer noch anwächst, bis die Ehezeit als beendet gilt.


In kostenrechtlicher Hinsicht gilt, daß die Kosten des Verfahrens gegeneinander aufgehoben werden, d. h. jeder Beteiligte bezahlt die Hälfte der Gerichtskosten und seinen eigenen Anwalt. Sind Sie nicht in der Lage, Ihren Anwalt zu bezahlen, könnten Sie die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe beantragen, sodaß der Anwalt aus der Staatskasse bezahlt wird. Auch die Kostenteilung ist gesetzlich vorgeschrieben, sodaß Sie sich auch insoweit nicht wehren können, sondern der gesetzlichen Regelung unterwerfen müssen. Sie können die Anwaltskosten sogar ersparen, wenn Sie sich nicht anwaltlich vertreten lassen. Allerdings können Sie dann auch keinen Antrag bei Gericht stellen, weil für das Scheidungsverfahren Anwaltszwang besteht.



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