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Richtiges Vorgehen bei der Verteilung von Erinnerungsstücken an Vermächtnisnehmer

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Roland Hoheisel-Gruler
Stand: 24.06.2015

Frage:

Ich habe einen Alleinerben, dem ich die Aulösung des Haushalts aus Altersgründen nicht aufbürden will. Die Bankangelegenheiten sind geregelt.
Es geht mir um die gerechte Verteilung von Erinnerungsstücken an 7 Vermächtnisnehmer.
1. Muß ich einen Anhang an das Testament machen, in dem ich akribisch die zu verteilenden Erbstücke aufliste?
2. Kann ich den Testamentsvollstrecker auch beautragen
a. bestehende Verbindlichkeiten zu regeln,
b. den Mietvertrag zu kündigen,
c. die bereits bezahlten Beerdigungsformalitäten zu regeln
d. Freunde und Bekannte brieflich oder telefonisch von meinem Ableben
zu informieren ?
Diese Tätigkeiten sind mit Geldausgaben verbunden und wie wird die TV-Vergütung geregelt ?
Muß ich dem TV Zugang zu meinem Girokonto gewähren, zu dem doch wohl meiner Vorstellung nach nur der Erbe Zugang hat.

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Antwort:

Sie müssen zunächst einmal differenzieren, was zwischen dem Ableben und der Testamentseröffnung geschehen soll einerseits und was testamentarisch zu regeln ist.
Gerade die Kündigung der Wohnung sowie die Abwicklung der Beerdigungsformalitäten sollten Sie gesondert außerhalb eines Testaments regeln. Gleiches gilt für die Benachrichtigung von Freunden und Bekannten.
Ihr Alleinerbe wird Ihr Rechtsnachfolger.
Nun zu Ihren einzelnen Fragen:
1. Muß ich einen Anhang an das Testament machen , in dem ich akribisch die zu verteilenden Erbstücke aufliste?
Ihr Alleinerbe wird Alleineigentümer Ihres Nachlasses. Die Vermächtnisnehmer erhalten durch das Vermächtnis einen Anspruch gegen Ihren Erben auf Eigentumsübertragung an den vermachten Sachen. Aus diesem Grunde müssen Sie sowohl die Sachen wie auch die Vermächtnisnehmer im Testament genau bezeichnen und bestimmen.
2. Kann ich den Testamentsvollstrecker auch beauftragen
a. bestehende Verbindlichkeiten zu regeln,
Das ist problemlos möglich
b. den Mietvertrag zu kündigen,
Wie gesagt wäre es gegebenenfalls sinnvoll, hier entweder einen Dritten oder den Alleinerben mit einer so genannten postmortalen Vollmacht auszustatten. Der Erbe wird mit dem Todesfall Rechtsnachfolger, erfährt er aber erst durch die Testamentseröffnung hiervon, vergeht Zeit, für die noch Miete bezahlt werden muss. Bei Bevollmächtigung sollten Sie schon vorher nach Möglichkeit sicher stellen, dass der Erbe auch mit der Kündigung einverstanden ist. Dies sollte aus praktischen Gründen nicht im Testament stehen.
c. die bereits bezahlten Beerdigungsformalitäten zu regeln
Das sollte auch außerhalb des Testaments geschehen. Sie können hier zu Lebzeiten beauftragen, wen Sie wollen.
Nachstehend gebe ich Ihnen ein Muster mit, das Sie nach eigenen Bedürfnissen ausfüllen und ergänzen können:
Bestattungsverfügung
1. Ich, Herr/Frau __________, geb. am __________ in __________, möchte mit der nachfolgenden Bestattungsverfügung die Art und Weise meiner Bestattung regeln.
2. Abweichend von der gesetzlichen Reihenfolge der Bestattungspflichtigen/Totenfürsorgeberechtigten
bestimme ich Herrn/Frau __________ (Adresse, Telefonnummer) zum alleinigen Bestattungspflichtigen/Totenfürsorgeberechtigten für die Durchführung meiner Bestattung und der Umsetzung gemäß den nachfolgenden Anordnungen.
Alternativ bei Abschluss eines Bestattungsvertrages:
2. Abweichend von der gesetzlichen Reihenfolge der Bestattungspflichtigen/Totenfürsorgeberechtigten bestimme ich Herrn __________ vom Bestattungsunternehmen __________ (Adresse, Telefonnummer) zum alleinigen Bestattungspflichtigen/Totenfürsorgeberechtigten für die Durchführung meiner Bestattung und der Umsetzung gemäß den in meinem Bestattungsvertrag vom __________ getroffenen Anordnungen.
3. Ich möchte eine stille Beisetzung ohne Trauerfeier.
Alternativ: Ich möchte eine (kirchliche) Trauerfeier vor meiner Beisetzung.
4.
– Erdbestattung:
Ich möchte, dass mein Leichnam auf einem Friedhof beigesetzt wird.
Mein Leichnam soll auf folgendem Friedhof/in folgender Grabstätte beigesetzt werden:
__________
Alternativ: Mein Leichnam soll anonym beigesetzt werden.
– Feuerbestattung:
Ich möchte, dass mein Leichnam eingeäschert wird. Die Einäscherung soll in folgendem Krematorium durchgeführt werden:
__________
Alternativ: Ich möchte, dass die Einäscherung meines Leichnams in dem preisgünstigsten Krematorium durchgeführt wird.
Die Urne mit meiner Totenasche soll auf folgendem Friedhof/in folgender Grabstätte beigesetzt werden:
__________
Alternativ: Mein Leichnam soll anonym beigesetzt werden.
– Baumbestattung:
Ich möchte, dass die Urne mit meiner Totenasche (ggf.: meine Totenasche ohne Urne) in einer Baumbestattungsanlage beigesetzt wird. Ich möchte eine Kennzeichnung meines Bestattungsorts/eine anonyme Baumbestattung.
Die Beisetzung soll in der folgenden Baumbestattungsanlage erfolgen:
__________
– Seebestattung:
Ich möchte, dass die Urne mit meiner Totenasche auf See bestattet wird. Die Beisetzung soll auf folgendem Meer stattfinden: __________
5. Ich möchte, dass folgende Personen von meinem Tod benachrichtigt werden:
__________ (Name, Adresse, Telefonnummer)
__________ (Name, Adresse, Telefonnummer)
6. Ich möchte, dass folgende Personen ausdrücklich zu meiner Beisetzung eingeladen werden und auch am nachfolgenden Trauermahl teilnehmen:
__________ (Name, Adresse, Telefonnummer)
__________ (Name, Adresse, Telefonnummer)
7. Im Anschluss an meine Beisetzung soll ein Trauermahl in __________ (Name, Adresse, Telefonnummer) stattfinden.
8. Ich habe eine Sterbegeldversicherung bei der __________ Versicherung __________ (Adresse, Telefonnummer), Vertragsnummer __________ über __________ EUR abgeschlossen.
Alternativ: Ich habe einen Bestattungsvorsorgevertrag beim Bestattungsinstitut __________ (Name, Adresse, Telefonnummer) abgeschlossen.
Alternativ: Ich habe auf folgendem Sparbuch/Konto/Wertpapierdepot etc. (Name des Instituts, Adresse, Kontoverbindung) einen Betrag in Höhe von __________ EUR hinterlegt, von dem meine Bestattung bezahlt werden soll. Den nicht verbrauchten Betrag soll __________ erhalten.
9. Die Kosten der Bestattung soll mein(e) Erbe(n) tragen. Ich verweise diesbezüglich auf meine letztwillige Verfügung vom __________, die unverändert neben dieser Bestattungsverfügung fortbesteht.
__________ (Ort, Datum, Unterschrift)

Weil diese Tätigkeiten mit Kosten verbunden sind, können Sie dem von Ihnen bestimmten TV oder Bevollmächtigten einen Betrag in angemessener Höhe aussetzen, das dieser vom Erben dann einfordern kann.
Der Testamentsvollstrecker kann gem § 2221 für die Führung seines Amtes, sofern nicht der Erblasser ein anderes bestimmt hat, eine angemessene Vergütung und gem §§ 2218 I, 670 Aufwendungsersatz verlangen. Für die Höhe der Vergütung sind stets die Gesamtumstände des Einzelfalls maßgebend.
Es empfiehlt sich, einen konkreten Vergütungssatz in die letztwillige Verfügung aufzunehmen. Die vom Erblasser festgesetzte Vergütung ist verbindlich.
Damit umgehen Sie die Schwierigkeit, dass dieser selbst auf das Konto zugreifen kann.
Allerdings sollten Sie bedenken, dass dieser ja auch die Verbindlichkeiten begleichen sollte, dafür müsste er Zugang zum Konto haben können.



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