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Verfahrensdauer von mehreren Jahren völlig normal

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 02.07.2015

Frage:

Ich habe vor 3 Jahren ein Auto bei einen Gebrauchtwagenhändler gekauft und es stellte sich heraus, dass es etliche Mängel (Gerichtliches Beweissicherungsverfahren) am Auto gab.

Bin gleich zu meinen Anwalt da es lebensgefährlich war, mit dem Auto zu fahren und habe es nach einer Woche wieder abgemeldet. Nach vielen Versuchen meines Anwaltes kam nach 1 Jahr eine Antwort von einen Anwalt meines Gegners.

Nach vielem hin und her habe ich die erste Instanz gewonnen jetzt ist mein Gegner (Anwalt) in Berufung gegangen und der Termin war im März abgelaufen.


Nun meine Frage: kann es sein, dass so ein Gerichtsverfahren sich über 3 Jahre hinzieht, denn das Auto steht schon 3 Jahre bei mir in der Garage und verliert doch an Wert.


Kann ich mich irgendwo beschweren, denn mein Anwalt unternimmt einfach gar nichts.

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Antwort:

Ich muss Ihnen zu meinem Bedauern mitteilen, daß die von Ihnen genannte Verfahrensdauer bei vielen Gerichten normal ist. Als Anwalt sind einem auch die Hände gebunden, da man nach den Prozeßvorschriften der ZPO keine Möglichkeit hat, den Fortgang des Verfahrens zu beschleunigen. Die Bestimmung über den Verfahrenslauf und verfahrensbeschleunigende Möglichkeiten sind alleine in die Hände des Gerichts gelegt.

Als Prozeßpartei haben Sie lediglich die Möglichkeit sich beim zuständigen Direktor oder Präsidenten eines Gerichts sich im Wege der Dienstaufsichtsbeschwerde sich über die zu lange Verfahrensdauer zu beschweren. Erfahrungsgemäß verzögert dies aber ein Verfahren noch mehr, meistens um etwa 6 Monate.



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