Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Unterhaltspflicht des Ex-Mannes in der Rente


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Roland Hoheisel-Gruler
Stand: 28.04.2015

Frage:

Mein Ex-Mann und ich sind seit 2001 geschieden. Ich bin seit 2012 und mein Ex-Mann seit diesem Jahr in Rente. Ich beziehe eine Rente in Höhe von 950,-€ und er 1.650,-€. Steht mir weiterhin Unterhalt zu? Momentan bekomme ich von ihm 350,-€, die er aber zukünftig nicht mehr zahlen will.

Mein Ex-Mann und ich besitzen zudem eine Doppelhaushälfte, die verkauft werden soll. Wird das beim Unterhalt berücksichtig, heißt, muss ich den Erlös für meinen Unterhalt einsetzen oder kann ich mir davon eine kleine Immobilie kaufen, da unser Eigenheim ja als Altersvorsorge vorgesehen war und ich mir von meiner Rente keine Mietwohnung leisten könnte, auch weil ich noch seit 8,5 Jahren unseren Enkel (10 Jahre) betreue. Ich erhalte für ihn das monatliche Kindergeld und 350,- € von meinem Ex-Mann.

Diese Information hatte ich mir aus dem Internet rausgesucht: Aus einem Urteil des OLG Celle, - 17 UF 210/08 - vom 06.08.2009:
bb) Gemäß § 1577 Abs. 3 BGB braucht der Unterhaltsberechtigte den Stamm seines Vermögens nicht zu verwerten, soweit die Verwertung unwirtschaftlich oder unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse unbillig wäre. Letzteres ist der Fall.
Zwar wird es dem Unterhaltsberechtigten grundsätzlich eher zuzumuten sein, einen durch Erbschaft erworbenen Vermögensstamm für seinen Unterhalt einzusetzen als dies beispielsweise bei einem Vermögen der Fall wäre, das durch Erlösteilung nach Veräußerung des Familienheimes oder durch Zahlungen im Zugewinnausgleich erworben worden ist. Denn in diesen Fällen fällt es bei der Billigkeitsabwägung im Rahmen des § 1577 Abs. 3 BGB erheblich ins Gewicht, wenn auch dem anderen Ehegatten nach der Vermögensauseinandersetzung Vermögenswerte in entsprechender Höhe zur freien Verfügung verblieben sind (vgl. bereits BGH Urteil vom 16.01.1985 – IVb ZR 59/83 – FamRZ 1985, 357, 359). Derartige Erwägungen können bei einer einseitig den unterhaltsberechtigten Ehegatten begünstigenden Erbschaft zwar nicht Raum greifen. es kann daraus aber auch nicht gefolgert werden, dass eine Verwertung des Vermögensstammes schon deshalb der Billigkeit entspricht, weil der Unterhaltspflichtige kein Vermögen in vergleichbarer Höhe zur Verfügung hat (vgl. OLG Hamburg FamRZ 1996, 292, 295). Maßgeblich ist stets eine Betrachtung der Verhältnisse der Parteien im Einzelfall.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

In den Renten ist der Versorgungsausgleich schon berücksichtigt.
Bei Ihnen könnte durchaus ein Unterhaltsanspruch nach § 1571 BGB vorliegen.
Nach dem Grundsatz der (auch nachehelichen) Mitverantwortung der Ehegatten füreinander kann ein geschiedener Ehegatte von dem anderen Unterhalt verlangen, wenn und soweit von ihm zu bestimmten (Einsatz-)Zeitpunkten altersbedingt keine Erwerbstätigkeit mehr erwartet werden kann.
Die Unterhaltsbedürftigkeit muss nicht ehebedingt sein; sie besteht auch dann, wenn der Unterhalt begehrende Ehegatte nicht während der Ehe alt geworden ist, sondern bereits im Zeitpunkt der Eheschließung wegen seines Alters keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen konnte (sog. »Altersehe« – die Parteien befanden sich bei Eingehung der Ehe bereits in fortgeschrittenem Alter).

Da § 1571 keine ehebedingte Bedürftigkeit normiert, kann die bloße Tatsache einer Altersehe allein keinen Grund zur Begrenzung des Unterhalts gem. § 1579 Nr. darstellen: Die Mitverantwortung des leistungsfähigen Unterhaltsschuldners für den unterhaltsbedürftigen geschiedenen Ehegatten ist unabhängig von dem Alter, in dem die Ehe geschlossen wurde, eine Folge der Eheschließung und des ehelichen Zusammenlebens.

§ 1571 erstreckt die eheliche Solidarität über den Zeitpunkt der Scheidung hinaus auf eine altersbedingte Bedürfnislage, wobei das Alter nicht ehebedingt, aber ursächlich für die Unzumutbarkeit der Erwerbstätigkeit sein muss.

Der Tatbestand des § 1571 besteht aus zwei Tatbestandselementen:

1.

Einsatzzeitpunkt nach § 1571 Nr. 1–3 (Scheidung, Beendigung der Kindesbetreuung oder Wegfall der Voraussetzungen für einen Unterhaltsanspruch nach § 1572 und § 1573 Abs. 1), und
2.

altersbedingte Unzumutbarkeit der Erwerbstätigkeit.

Einsatzzeitpunkt (»Tatbestandskette«)

Die drei in § 1571 normierten Einsatzzeitpunkte stellen einerseits den zeitlichen Zusammenhang des nachehelichen Unterhalts mit der Ehe sicher, und begrenzen andererseits die nacheheliche Solidarität: Ein späteres Wiederaufleben des Unterhaltsanspruchs ist ausgeschlossen, wenn zwischenzeitlich wirtschaftliche Selbständigkeit erreicht oder fiktiv anzunehmen ist. Der Anspruch auf Unterhalt (Nr. 1) bzw. Anschlussunterhalt (Nr. 2 und 3) entsteht daher nur dann, wenn von dem Unterhalt begehrenden Ehegatten altersbedingt im Zeitpunkt

der rechtskräftigen Auflösung der Ehe, oder

der Beendigung der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes/gemeinschaftlicher Kinder (§ 1570, maßgebend ist, wann – rechtlich – die Pflege und/oder Erziehung/Betreuung des Kindes/der Kinder nicht mehr geboten ist),oder

des Wegfalls von Unterhaltsansprüchen wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen (§ 1572) und/oder wegen beruflicher Eingliederungsschwierigkeiten (§ 1573 Abs. 1)

keine Erwerbstätigkeit (mehr) erwartet werden kann.

Nachdem bei Ihnen bislang ein Unterhaltsanspruch Bestand hatte, dürfte die zweite Alternative bei Ihnen vorliegen.

Der Unterhaltstatbestand des § 1571 muss ohne wesentliche zeitliche Lücke an die Auflösung der Ehe oder an das Ende eines der genannten Unterhaltsansprüche (Kindeserziehung gem. § 1570 bzw. gesundheitliche Beeinträchtigungen gem. § 1572 bzw. berufliche Eingliederungsschwierigkeiten gem. § 1573 Abs. 1) anschließen (Tatbestands- oder Unterhaltskette). Tritt die altersbedingte Erwerbsunfähigkeit deutlich nach diesen Einsatzzeitpunkten ein, vermag sie einen Unterhaltsanspruch nach § 1571 auch dann nicht zu begründen, wenn sie bereits während der Ausbildung, Fortbildung oder Umschulung (§ 1575) eingetreten ist. Kinderbetreuung, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder nicht erreichte Eingliederung in den Erwerbsprozess müssen eine Erwerbstätigkeit objektiv ausgeschlossen haben, als erstmals (im Einsatzzeitpunkt) die altersbedingte Erwerbsunfähigkeit eingetreten ist.
Näher zu prüfen wäre aber:
Ist ein Ehegatte nach der Scheidung der ihm angesonnenen eheangemessenen Erwerbstätigkeit über einen langen Zeitraum nachgegangen, dann ist insoweit eine nachhaltige Sicherung seines Unterhaltsbedarfs i.S.d. § 1573 Abs. 4 Satz 1 eingetreten, die einen Unterhaltsanspruch wegen altersbedingter Erwerbsunfähigkeit ausschließt.

Ein Anspruch nach § 1571 besteht nicht, wenn im Einsatzzeitpunkt die Voraussetzungen des Tatbestands zwar vorlagen, der Anspruchsteller jedoch noch nicht bedürftig war, und zwar auch dann nicht, wenn sich der Unterhaltstatbestand erst später – wegen dann eintretender – Bedürftigkeit aktualisiert hat, und die für den Einsatzzeitpunkt notwendigen Voraussetzungen weiterhin gegeben sind:11 Der Gesetzgeber hat die nacheheliche Solidarität bewusst eng gezogen (§ 1569!) und den Tatbestand durch Einsatzzeitpunkte scharf eingegrenzt.

Ein geschiedener Ehegatte, der auf Grund tatsächlichen oder fiktiv zuzurechnenden Eigeneinkommens nach der Scheidung jahrelang nicht unterhaltsberechtigt war, hat daher nach Eintritt in das Rentenalter auch dann keinen Anspruch auf Altersunterhalt, wenn er nur die Kosten der Krankheitsvorsorge verlangt. Ein Anspruch auf Altersunterhalt besteht auch dann nicht, wenn der während der Ehe wirtschaftlich stärkere Ehegatte erst auf Grund des Versorgungsausgleichs unterhaltsbedürftig wird, aber nicht mit einem Rechtsmittel gegen die Entscheidung zum Versorgungsausgleich eine Kürzung des Versorgungsausgleichs gemäß § 27 VersAusglG geltend gemacht hat.

Ihre knappe Sachverhaltsschilderung lässt nun den Schluss zu, dass die Voraussetzungen für den Anspruch vorliegen könnten.
II. Altersbedingte Unzumutbarkeit der Erwerbstätigkeit

Der Tatbestand des § 1571 setzt (weiter) voraus, dass von dem geschiedenen Ehegatten wegen seines Alters eine Erwerbstätigkeit nicht mehr erwartet werden kann (Kausalität Alter/Unzumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit!).

Weder normiert § 1571 eine bestimmte Altersgrenze, noch definiert die Norm den Begriff »Alter«. Das Tatbestandselement »Alter« ist jedenfalls spätestens dann erfüllt, wenn der Unterhaltsgläubiger die in der Sozialversicherung für den Bezug der Regelaltersrente (s. §§ 35 ff. SGB VI) bzw. in der Beamtenversorgung (s. etwa § 25 BRRG, § 41 Abs. 1 BBG) für das normale Pensionsalter festgelegte allgemeine Altersgrenze von (derzeit) 65 Jahren erreicht hat: Dann kann auch unterhaltsrechtlich grundsätzlich keine Erwerbstätigkeit mehr erwartet werden. Somit besteht nach den »sozialen Gepflogenheiten«16 mit Erreichen der allgemeinen Altersgrenze grundsätzlich keine Verpflichtung mehr, eine Erwerbstätigkeit (auch weiterhin) auszuüben, so dass diese deswegen jederzeit reduziert oder vollständig aufgeben werden darf. Wird allerdings nach Renteneintritt eine Tätigkeit weiterhin ausgeübt, bleibt das zusätzlich erzielte Einkommen nicht schon deswegen vollständig unberücksichtigt, weil es überobligationsmäßig erzielt wird; dann ist der unterhaltsrelevante Anteil des überobligationsmäßig erzielten Einkommens nach Billigkeit zu ermitteln und – gegebenenfalls neben den eigenen Renteneinkünften – im Wege der Differenz-/Additionsmethode in die Unterhaltsbemessung einzubeziehen.

Zahlreiche gesetzlichen Regelungen gestatten unter bestimmten Voraussetzungen, vor dem vollendeten 65. Lebensjahr aus dem Berufsleben auszuscheiden (vgl. §§ 36 ff. SGB VI). Diese flexiblen Altersgrenzen, die in pauschalierender Weise aus sozialpolitischen – und damit wechselnden Vorstellungen unterliegenden – Erwägungen ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben ermöglichen, bilden insoweit keinen zur Beurteilung geeigneten Maßstab für die Beurteilung des Begriffs »Alter« i.S.d. § 1571. Vor Vollendung der Regelaltersgrenze kann daher – auch für Frauen – kein bestimmtes Alter angenommen werden, ab dem in jedem Falle Altersunterhalt ohne Prüfung der Besonderheiten des Einzelfalles zuzuerkennen ist, auch soweit vorgezogene Altersgrenzen auf Entscheidungen des Arbeitgebers (etwa Vorruhestand) oder auf politischen Erwägungen (etwa Entlastung des Arbeitsmarkts) beruhen. Die Wahl eines Altersteilzeitmodells kann daher dann eine Obliegenheitsverletzung darstellen, wenn mit dem Altersteilzeitmodell eine Verringerung der Einkünfte verbunden ist. Dies ist jedenfalls immer dann der Fall, wenn die Entscheidung ohne Rücksprache mit dem Unterhaltsverpflichteten erst nach erfolgter Trennung getroffen wird. Ein Unterhaltsanspruch aus § 1571 BGB wird durch die Wahl eines solchen Altersteilzeitmodelles unter diesen Voraussetzungen nicht ausgelöst. Liegt die Entscheidung zur Inanspruchnahme des Altersteilzeitmodelles vor der Trennung, liegt insoweit keine Obliegenheitsverletzung vor. Ob ein Anspruch auf Altersunterhalt gemäß § 1571 ausgelöst wird, hängt dann von den Umständen des Einzelfalles ab, insbesondere davon, ob dem Unterhaltsberechtigten trotz der Wahl des Altersteilzeitmodelles die Aufnahme weiter Teilzeitbeschäftigungen zuzumuten ist.

Nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze besteht grundsätzlich keine Erwerbsobliegenheit mehr.

Ich gehe davon aus, dass Sie eine Altersrente nach Erreichen der Altersgrenze beziehen.

Damit ergäbe sich zunächst folgende Berechnung:

Ehegatten/Partner
Frau
Einkommen von Frau . . . . . . . . 950,00 Euro
davon aus Erwerbstätigkeit . . . 0,00 Euro
Mann
Einkommen von Mann . . . . . . . . 1.650,00 Euro
davon aus Erwerbstätigkeit . . . 0,00 Euro

Unterhaltspflichten
Berechnung des Gatten/Partnerunterhalts
Einkommen von Frau
Einkommen . . . . . . . . . . . . 950,00 Euro
davon Erwerbseinkommen . . . 0,00 Euro

Bedarf nach Additionsmethode
Einkommen von Mann . . . . . . . . 1.650,00 Euro
davon Erwerbseinkommen . . . 0,00 Euro
Einkommen von Frau . . . . . . . . 950,00 Euro
––––––––––––––––––
Gesamtbedarf . . . . . . . . . . . 2.600,00 Euro
Einzelbedarf 2600 / 2 = . . . . . . . . 1.300,00 Euro

Unterhalt von Frau
abzüglich Einkommen . . . . . . . . -950,00 Euro
––––––––––––––––––
Unterhalt . . . . . . . . . . . . . 350,00 Euro
Mann
Mann bleibt 1650 - 350 = . . . . . . . 1.300,00 Euro
Das Resteinkommen unterschreitet nicht den Ehegattenselbstbehalt von
. . . . . . . . . . . . . . . 1.200,00 Euro
Verteilungsergebnis

Nach der Rechtsprechung des BGH ist das bei der Unterhaltsbestimmung gewonnene Rechenergebnis jeweils auf seine Angemesssenheit zu überprüfen. Dem dient die folgende Übersicht über das wirtschaftliche Ergebnis.
Mann . . . . . . . . . . . . . 1.300,00 Euro
Frau . . . . . . . . . . . 1.300,00 Euro
––––––––––––––––––
insgesamt . . . . . . . . . . . . 2.600,00 Euro
Die im folgenden ausgewiesenen Zahlungen sind an Berechtigte zu leisten, die mit dem Unterhaltspflichtigen nicht im gleichen Haushalt leben.
Zahlungspflichten
Mann zahlt an Frau . . . . . . . . . . . . 350,00 Euro
Das Ergebnis beruht auf anerkannten Grundsätzen der Unterhaltsberechnung, welche die unbestimmten Rechtsbegriffe des Unterhaltsrechts ausfüllen. Es entbindet den Rechtsanwender nicht von der Verpflichtung, seine Angemessenheit im konkreten Einzelfall zu prüfen.

Das ist bei Ihnen bislang der Status quo, damit können Sie auch weiterhin rechnen.

Sie haben mich weiter gefragt, wie es sich verhält, wenn Sie sich aus Ihrem Vermögen eine kleine Immobilie kaufen.
Richtigerweise haben Sie auf eine Entscheidung aus Celle hingewiesen, wonach Sie Ihren Vermögensstamm nur unter engen Voraussetzungen einsetzen müssen.

Die Problematik liegt aber wo anders:
Wenn Sie sich nun eine Immobilie kaufen, werden Sie sich die Kosten für die Miete sparen können.
Es wird daher ein so genannter Wohnwert in die Unterhaltsberechnung eingesetzt.
Dies kann dazu führen, dass bei Ihnen der Unterhaltsanspruch deswegen dann sogar ganz wegfallen könnte.

Nachstehend habe ich Ihnen eine Berechnung beigefügt, in der ich eine Mietersparnis von EUR 400,00 Kaltmiete angenommen habe:
Frau
Einkommen von Frau . . . . . . . . 950,00 Euro
davon aus Erwerbstätigkeit . . . 0,00 Euro
Naturaleinkommen (Wohnwert) . . . . . . . 400,00 Euro
––––––––––––––––––
insgesamt . . . . . . . . . . . . 1.350,00 Euro

Mann
Einkommen von Mann . . . . . . . . 1.650,00 Euro
davon aus Erwerbstätigkeit . . . 0,00 Euro

Unterhaltspflichten

Berechnung des Gatten/Partnerunterhalts
Einkommen von Frau
Einkommen . . . . . . . . . . . 1.350,00 Euro
davon Erwerbseinkommen . . . 0,00 Euro

Bedarf nach Additionsmethode
Einkommen von Mann . . . . . . . . 1.650,00 Euro
davon Erwerbseinkommen . . . 0,00 Euro
Einkommen von Frau . . . . . . . 1.350,00 Euro
––––––––––––––––––
Gesamtbedarf . . . . . . . . . . . 3.000,00 Euro
Einzelbedarf 3000 / 2 = . . . . . . . . 1.500,00 Euro

Unterhalt von Frau
abzüglich Einkommen . . . . . . . . -1.350,00 Euro
––––––––––––––––––
Unterhalt . . . . . . . . . . . . . 150,00 Euro

Mann
Mann bleibt 1650 - 150 = . . . . . . . 1.500,00 Euro
Das Resteinkommen unterschreitet nicht den Ehegattenselbstbehalt von
. . . . . . . . . . . . . . . 1.200,00 Euro

Verteilungsergebnis

Nach der Rechtsprechung des BGH ist das bei der Unterhaltsbestimmung gewonnene Rechenergebnis jeweils auf seine Angemesssenheit zu überprüfen. Dem dient die folgende Übersicht über das wirtschaftliche Ergebnis.
Mann . . . . . . . . . . . . . 1.500,00 Euro
Frau  . . . . . . . . . . . 1.500,00 Euro
––––––––––––––––––
insgesamt . . . . . . . . . . . . 3.000,00 Euro

Die im folgenden ausgewiesenen Zahlungen sind an Berechtigte zu leisten, die mit dem Unterhaltspflichtigen nicht im gleichen Haushalt leben.
Zahlungspflichten

Mann zahlt an Frau  . . . . . . . . . . . . 150,00 Euro

Das Ergebnis beruht auf anerkannten Grundsätzen der Unterhaltsberechnung, welche die unbestimmten Rechtsbegriffe des Unterhaltsrechts ausfüllen. Es entbindet den Rechtsanwender nicht von der Verpflichtung, seine Angemessenheit im konkreten Einzelfall zu prüfen.


Wie Sie sehen können, führt der Ansatz von EUR 400,00 zu einer Reduktion des Unterhalts um EUR 200,00.

Sie haben damit aber immer noch gleich viel Mittel zum Lebensunterhalt wie wenn Sie weiterhin Miete bezahlen.



Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Anspruch-Unterhaltsgeld

Unterhaltszahlung kürzen? | Stand: 12.07.2012

FRAGE: Ich bin geschieden und habe eine 18 jährige Tochter (geb. am 20.04.1992). Meine Tochter lebt im Haushalt der Mutter. Ich bezahle seit Mai 2012 laut Düsseldorfer Tabelle 220,50 EURO Unterhalt...

ANTWORT: Mit Vollendung des 18. Lebensjahres erlischt das elterliche Sorgerecht, d.h. beide Eltern sind ab sofort barunterhaltspflichtig und zwar bis zum Ende eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses, vgl ...weiter lesen

Unterhalt für minderjährigen Sohn | Stand: 24.01.2012

FRAGE: Unser Sohn ist 17 Jahre alt, hat schon mehrere Straftaten begangen, nimmt keinerlei Hilfe an, bestiehlt uns, bzw. bricht in verschlossene Räume ein, zerstört Einrichtungsgegenstände un...

ANTWORT: Als Eltern sind Sie gegenüber Ihrem unverheiratetem minderjährigen Kind gesteigert unterhaltspflichtig. Das bedeutet, dass Sie die Pflicht trifft, alle verfügbaren Mittel einzusetzen und ...weiter lesen

Möglichkeiten Studium zu finanzieren - ohne BaFög | Stand: 28.11.2011

FRAGE: Meine Tochter (21 Jahre) hat nach dem 4. Semester ihr Jura-Studium abgebrochen und nun ein neues Studium Anglistik begonnen. Sie bekommt kein Bafög mehr (da Abbruch zu spät erfolgte) und ic...

ANTWORT: Sozialrechtliche Unterstützungsansprüche gibt es für Ihre Tochter nach dem Studienplatzwechsel nicht (mehr). Die soziale Unterstützung von Studenten erfolgt ausschließlich übe ...weiter lesen

Sind 15 Wochenstunden angemessen oder besteht eine höhere Erwerbsobliegenheit? | Stand: 13.05.2010

FRAGE: Meine geschiedene Ehefrau macht im Rahmen ihrer Unterhaltsforderung einen Betreuungsbonus (Frankfurter Leitlinien 10.3) in Höhe von 200 EUR geltend. Unsere 3 gemeinsamen Kinder w-14 Jahre, m-12 Jahr...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ihre gestellten Fragen sind den Antworten vorangestellt:1. Frage: Sind 15 Wochenstunden angemessen oder besteht eine höhere Erwerbsobliegenheit?Das früher geltende Altersphasenmodell ...weiter lesen

Besteht ein Anspruch auf Trennungsunterhalt? | Stand: 18.01.2010

FRAGE: Ich möchte mich von meinem Mann trennen. Ich habe nur ein Einkommen von 260,- im Monat. Ich gehe 2 mal die Woche arbeiten. Mein Mann ist noch bis zum 1.4. bei seiner alten Firma beschäftigt...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Fragestellung: TrennungsunterhaltNachstehend gehe ich davon aus, dass Sie die Abfindung Ihres Ehemannes für gemeinsame Schulden verwenden. Anderenfalls würde sich durc ...weiter lesen

Berechnung des Unterhalts für Kinder aus erster Ehe | Stand: 12.01.2010

FRAGE: Berechnung des Unterhalts für meine Kinder aus erster Ehe unter Berücksichtigung meiner Kinder aus der jetzigen Verbindung und meiner derzeitigen finanziellen Situation. ...

ANTWORT: Sehr geehrter MandantFragestellung:Minderjährigenunterhalt für Tochter Nr. 1 (15 J.) und Tochter Nr. 2 (15 J.) nach der neuen Düsseldorfer Tabelle 2010§ 1602 Absatz 1 BGB bestimmt ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | Behinderten-Unterhaltsgeld | Erwerbsobliegenheit | Unterhaltsanspruch | Unterhaltsberechtigt | Unterhaltsempfänger | Unterhaltsforderung | Unterhaltspflichtig | Unterhaltspflichtverletzung | Unterhaltsrecht | Unterhaltsrückforderung | Unterhaltsrückstand | Unterhaltsschulden | Anschlussunterhalt

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen