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Vorgehen gegen veröffentlichte Adresse in einer Suchmaschine

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Karl Heinz Lehmann
Stand: 19.04.2015

Frage:

In den Wintermonaten halte ich mich mit meiner Ehefrau im südlichen Spanien auf, da ich unter körperlichen Gebrechen leide und Probleme mit dem deutschen Winter habe. Im letzten Jahr haben wir ein Buch veröffentlicht und sind deshalb auch mehrere Monate im Jahr nicht zuhause sondern auf Lesereise. Nun möchte ich natürlich nicht, dass wir unerwünschte "Gäste" in diesen Zeiten in unserem Haus haben. Aus diesen Gründen habe ich z. B. auf einen Eintrag im Telefonbuch etc. verzichtet.
Nun haben trotzdem einige Suchmaschinen unsere komplette Adresse + Telefonnummern veröffentlicht und diese ist für Jedermann zu sehen.
Was kann ich dagegen unternehmen, dass meine Adresse dort öffentlich gemacht wird?

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Antwort:

Ihr Anliegen, in der Anonymität zu leben, ist im Zeitalter der Offenheit der Gesellschaft nicht realisierbar, zumal Ihre Publizität als Schriftsteller nicht aufhaltbar ist.
Es gibt zunächst kein Gesetz, das den absoluten Schutz Ihrer Personalien gewährleistet. Der Datenschutz, das dürften Sie selbst wissen, ist in Wahrheit ein "Papiertiger". Er dient außerdem nur dazu, dass niemand in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird. Sie können natürlich denjenigen, der Ihren Namen und Ihre Anschrift registriert und gebraucht, zur Löschung und künftigen Geheimhaltung auffordern. Sie können auch dem Einwohnermeldeamt untersagen, Ihre persönlichen Daten zu offenbaren. Ob das hilft, wage ich zu bezweifeln. Sie können gegenüber jederman erklären, dass er Ihre Personalien nicht notieren, erst recht nicht veröffentlichen darf. Verstößt er gegen dieses Verbot, können Sie einen Unterlassungsanspruch gerichtlich mit Erfolg geltend machen. Was haben Sie damit aber effektiv erreicht außer Publizität und Forschungsinteresse?
Ich empfehle für Ihren konkreten Fall (Bannung der Diebstahlsgefahr), entweder einen zuverlässigen Nachbar zu bitten, nach Ihrem Haus zu sehen, Wertgegenstände in einem Safe bei einer Bank zu deponieren oder einen Sicherheitsdienst zu beauftragen. Sie können heute doch sogar den Telefondienst zur Entgegennahme von Anrufen unter Ihrer Nummer beauftragen.
Zusammenfassend muss ich Ihnen zur Selbsthilfe raten, denn die Unterdrückung Ihrer Daten und Personalien ist effektiv nicht zu realisieren, es sei denn, Sie sind ständig auf der Hut, jeden "Missetäter" sofort zu maßregeln.



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