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Negatives Erbe besser ausschlagen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 03.02.2015

Frage:

Meine Mutter starb am Freitag, ich lebte mit ihr in einer Wohnung, in der ich jetzt natürlich immer noch wohne. Es gibt kein Testament. Meine Mutter hat drei weitere lebende Kinder.

Bis auf alte Haushaltsgeräte/Elektrogeräte und etwas Goldschmuck (Wert höchstens 250 EUR, eher weniger) hat meine Mutter keine Werte hinterlassen. Das Girokonto wird nach Ein- und Ausgang wohl bei Null landen. Leider ist ihre Kreditkarte mit knapp 3000 EUR belastet. Die Beisetzung kostet 6000 EUR und wird zum Teil (ca. 3500 EUR) von der Sterbegeldversicherung übernommen.

- Ist es sinnvoll für mich, das Erbe auszuschlagen?
- Was passiert danach mit der Wohnung? Kann ich wohnen bleiben?
- Sind meine persönlichen Wertgegenstände (PC, HiFi, ...) ggf. in Gefahr?

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Antwort:

Nach § 563 Abs. 2 BGB haben Sie ein Eintrittsrecht in den Mietvertrag Ihrer Mutter. Sie müssen daher Ihrem Vermieter erklären, daß Sie auf Grund dieser Vorschrift den Mietvertrag fortsetzen. Dieses Eintrittsrecht in den Mietvertrag ist nicht abhängig davon, ob Sie die Erbschaft ausschlagen oder nicht. Ihre persönlichen Gegenstände sind ohnehin nicht durch den Tod der Mutter gefährdet.

Sie sollten die Erbschaft ausschlagen, da diese nach Ihrer Sachverhaltsschilderung überschuldet ist. Sie müssen aber damit rechnen, daß Sie trotzdem anteilmäßig Beerdigungskosten zahlen müssen. Dies schreiben die Bestattungsgesetze der Länder so vor. Für einen Betrag von 2.500 Eur bei der Beisetzung haften Sie also mit.



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