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Widerspruch gegen eigene Mahnung eingelegt

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 28.01.2015

Frage:

Ich habe einen Mahnbescheid an das Amtsgericht ......... geschickt. Nach Zahlung von 63,50 € wurde dieser an den Antragsgegner weitergeleitet. Durch dessen Anwalt wurde Widerspruch ohne Begründung erteilt. Nun soll ich nochmals 317,50 € zahlen. Leider weiß ich nicht, was ich tun soll oder wie es weitergeht. Darf der Anwalt einen Widerspruch ohne Begründung abgeben? Muss ich mir jetzt einen Anwalt nehmen? Oder kann ich die Begründung des Widerspruchs selbst anfordern und danach einen Anwalt einschalten?

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Antwort:

Der Empfänger eines Mahnschreibens ist berechtigt gegen ein ihm zugehendes Mahnschreiben Widerspruch einzulegen. Das wird er regelmäßig dann machen, wenn er die erhobene Forderung für nicht rechtmäßig hält. Zu einer Begründung seines Widerspruches ist er nicht verpflichtet.

Der Antragsteller des Mahnverfahrens muss im Falle eines Widerspruches entscheiden, ob er das Verfahren weiter betreiben will oder die Sache nicht weiter verfolgen will. Soll die Sache weiter betrieben werden, müssen die angeforderten Gerichtsgebühren eingezahlt werden. Es erfolgt dann die Abgabe der Sache an das zuständige Amtsgericht.

Nach kurzer Zeit erhält er von dem Amtsgericht die Aufforderung nunmehr seinen Anspruch zu begründen. Dazu müssen dann wie bei einer Klage die Voraussetzungen für den geltend gemachten Anspruch dem Gericht schriftlich dargelegt und unter Beweis gestellt werden. Die Frist hierfür beträgt 2 Wochen.

Die Gegenseite wird dann auf Ihre Klagebegründung erwidern und in diesem Schreiben darlegen, warum sie Ihre Klage für unbegründet hält.

Die einzelnen Verfahrensschritte können Sie den §§ 688 ff ZPO entnehmen.

Für das Verfahren vor dem Amtsgericht besteht kein Anwaltszwang. Wenn Sie in der Anfertigung gerichtlicher Schriftsätze erfahren und mit den prozessualen Vorschriften vertraut sind, benötigen Sie folglich keinen Rechtsanwalt. Anderenfalls ist das allerdings anzuraten.



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