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Erbschaft bei handschriftlichem Testament der Nenntante

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 27.01.2015

Frage:

Meine unverwandte Tante war vom 09.01.2014 - 12.02.2014 in einer Klinik für Psychiatrie. Im Abschlussbericht lautet die Diagnose Delir bei Demenz (F05.1) DD wahnhafte Störung, Demenz onA (F03) etc. Nach ihrem Todestag am 17.01.2015 im Seniorenheim fand ich ein handschriftl. Testament mit Datum 19.05.2013. Gesetzliche Erben sind bisher nicht bekannt. Wie gering ist die Chance die Erbschaft anzutreten bzw. mit welchen Schwierigkeiten ist muss gerechnet werden?

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Antwort:

Zunächst muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie das Testament Ihrer Nenntante bei Gericht abgeben müssen. Falls Sie das nicht tun machen Sie sich unter Umständen der Urkundenunterdrückung strafbar. Dies regelt § 2259 Abs. 1 BGB.
Ablieferungspflicht
(1) Wer ein Testament, das nicht in besondere amtliche Verwahrung gebracht ist, im Besitz hat, ist verpflichtet, es unverzüglich, nachdem er von dem Tode des Erblassers Kenntnis erlangt hat, an das Nachlassgericht abzuliefern.
Danach sollten Sie einen Erbschein beantragen. Das Gericht wird zunächst von einer Testierfähigkeit der Tante ausgehen. Erst wenn ein Dritter das Testament anfechten sollte, wird in eine Prüfung eingestiegen. Maßgeblich hinsichtlich der Frage der Testierfähigkeit ist der Errichtungszeitpunkt.
Nach einem Beschluss des Kammergerichts Berlin vom 07.09.1999 (NJW 2001, 903) gilt:
Ein Erblasser ist solang als testierfähig anzusehen, als seine Testierunfähigkeit nicht bewiesen ist. Die Feststellungslast für die Testierfähigkeit hat derjenige zu tragen, der sich auf die darauf beruhende Unwirksamkeit des Testaments des Erblassers beruft. Da hier aber gesetzliche Erben nicht in Sicht sind, welche das Testament anfechten, ist das Erbe Ihnen zuzusprechen.



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