Navigationspunkt Hauptthema Unterthema Artikeltitel
Soforthilfe vom Anwalt
Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
09.12.2014

Abschlagsfrei mit 63 in Rente gehen

Nach Altersteilzeit 2 1/2 Jahre aktive Phase und 2 1/2 Jahre der Ruhephase, die am 30.11.2014 endete, bin ich, geb. am 1951 seit 01.12.2014 mit 63 in Rente.

Bekomme ich da keine Abfindungszahlung? Der Personalsachbearbeiter meines Arbeitgebers "öffentlicher Dienst" (Stadtverwaltung) sagt mir, es stehe mir keine Abfindungszahlung zu. Ebensowenig wie eine Sonderzahlung (Weihnachtsgeld).

Digitaler Assistent
Digitalen Assistenten starten
Author Antwort Rechtsanwalt Roland Hoheisel-Gruler
Welche Frage haben Sie? E-mail senden

Das hat in Ihrem Falle damit zu tun, dass Sie aufgrund der Rentenreform jetzt abschlagsfrei mit 63 in Rente gehen konnten.

Nach bisherigem Recht hätten Sie Abschläge hinnehmen müssen, da Sie die Altersgrenze noch nicht erreicht hatten.

Für Sie sind die Regelungen des TV ATZ maßgeblich. Den Text des Tarifvertrags können Sie hier im Internet herunterladen:

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/OED_Verwaltung/Oeffentlicher_Dienst/TVoeD/Tarifvertraege/altersteilzeit.html

Arbeitnehmer die unter den Tarifvertrag Altersteilzeit (TV ATZ) fallen, erhalten als Ausgleich zur geschmälerten Rente eine Abfindung, die zum Ende der Altersteilzeit ausgezahlt wird. Als Ausgangspunkt für die Höhe der Abfindung dient der Rentenabschlag, der im Rentenbescheid mitgeteilt wird. Pro 0,3% Abschlag (also pro Monat, um den sich der abschlagsfreie Renteneintritt nach hinten verschiebt), erhält der Arbeitnehmer 5% des letzten Bruttoarbeitsentgeltes vor Eintritt in die Altersteilzeit (vgl. §5 Abs. 7 TV ATZ).9

Bei Ihnen ist dies aber nun nicht der Fall, da Sie keine geschmälerte Rente beziehen.
Ein Anspruch auf Abfindung besteht nicht.

Die Weihnachtsgeldregelung des TVöD sieht folgendes vor:

Beschäftigte, die am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis stehen, haben Anspruch auf eine Jahressonderzahlung (§ 20, Abs. 1 TVöD).
Als Bemessungsgrundlage wird jedoch das durchschnittliche monatliche Entgelt der Monate Juli, August und September herangezogen. Im Falle von fehlenden Beschäftigungszeiten während des laufenden Jahres (beispielsweise bei Neueinstellungen im Jahresverlauf) wird die Sonderzahlung um 1/12 für jeden Monat ohne Gehalt gekürzt.

Ihr Beschäftigungsverhältnis endete aber zuvor.

E-Mail Beratung
Fragen zum Thema
Arbeit und Beruf?
Anwalt kostenlos anfragen
Anwalt für Arbeit und Beruf anrufen:
0900-1 875 000 908*
Rechtsberatung per Telefon
schnell
rechtssicher
günstig