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Annerkennung einer Scheidung in Deutschland auf den Philippinen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 02.12.2014

Frage:

Die beste Freundin meiner Frau, eine philippinische Staatsbürgerin, ist z.Zt. mit Schengenvisum in Deutschland bei uns zu Besuch. Sie lebt auf den Philippinen seit längerer Zeit von ihrem Ehemann getrennt und hat jetzt in Deutschland einen Mann kennengelernt, den Sie gerne heiraten möchte. Da es auf den Philippinen keine Scheidung gibt, sondern nur eine relative langwierige Annulierung der Ehe, bekamen wir von einem philippinischen Anwalt den Rat, dass sich die Freundin meiner Frau doch in Deutschland scheiden lassen solle und sich diese Scheidung auf den Philippinen anerkennen lassen soll. Ist das tatsächlich möglich bzw. unter welchen Voraussetzungen ist das möglich?

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Antwort:

Am 21.06.2012 ist eine EU-Verordnung („Rom III“) in Kraft getreten , die regelt, welches
Recht im Falle einer Ehescheidung in Fällen mit Auslandsbezug zur Anwendung kommt.
Gerichte in der EU werden Rom III künftig zur Grundlage der Frage machen, welches Recht sie auf eine Scheidung anwenden.

Derzeit läßt sich in Deutschland eine Scheidung nicht durchsetzen, da die Eheleute nicht Ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben. Dies ist jedoch unabdingbare Voraussetzung für eine Scheidung hier in Deutschland. In Europa ließe sich nur eine Scheidung in Rumänien wirksam herbeiführen.

Möglich geworden ist das durch eine EU-Regelung aus dem Jahr 2003. Scheidungen in einem anderen EU-Land müssen seither von den heimischen Behörden anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass einer der Ehepartner im anderen Land einen Wohnsitz hat – wie lange schon, das spielt keine Rolle. In Rumänien reicht es, wenn ein rumänischer Staatsbürger erklärt, dass einer der Beteiligten bei ihm wohnt.

Der Scheidungswillige muss zudem ein rumänisches Bankkonto mit mindestens 200 Euro Guthaben und eine Krankenversicherung nachweisen. Die Formalitäten kann man vorab von spezialisierten Anwaltskanzleien erledigt. Es genügt, wenn einer der Noch-Ehepartner anreist und vor dem Scheidungsrichter erscheint. Die Rumänen, die ihre Adresse und Unterschrift zur Verfügung stellen, bekommen ein Honorar von etwa 300 Euro. Das Honorar des Anwalts für eine solche Scheidung wird bei 3.500,-- - 4.000,-- EUR liegen.

Es würde rumänisches Recht angewandt werden, denn das ausländische Scheidungsrecht wird auch dann angewandt, wenn es nicht das Recht eines an Rom III teilnehmenden Staats ist. Nur wenn das ausländische Recht eine Ehescheidung gar nicht vorsieht, oder einem der Ehegatten aufgrund seines Geschlechts keinen gleichberechtigten Zugang zur Ehescheidung gewährt, ist es nicht anzuwenden, sondern stattdessen das Recht des Staates des angerufenen Gerichts, hier rumänisches Recht.

Auch eine Heirat nach erfolgter Scheidung wäre in Deutschland nicht empfehlenswert, da diese mit einem viel zu großem Aufwand verbunden ist. Schnell und unbürokratisch kann man dies in Sonderburg Dänemark erledigen. Ein Schengenvisum reicht aus. Die Heirat wird in Deutschland problemlos anerkannt.

Die dort benötigten Unterlagen finden Sie unter dem Link http://heiraten.sonderborgkommune.dk/verfahren .



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