Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Ohne Arbeitsauftrag kann der Verkäufer keine Zahlung verlangen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 21.11.2014

Frage:

Wir haben ein Angebot für eine neue Haustür von einer Tischlerei bekommen, diese Tür war uns jedoch zu teuer und wir haben uns nicht mehr gemeldet. Jetzt haben wir einen Anruf von der Tischlerei bekommen, dass unsere Haustür fertig sei, obwohl wir keine in Auftrag gegeben haben. Wir sollen jetzt diese Tür nehmen, ansonsten droht man uns mit rechtlichen Schritten. Wie sollen wir uns verhalten?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Die Beauftragung zur Herstellung einer Tür durch einen Tischler stellt einen Werkvertrag i.S.d. §§ 631 ff. BGB dar.

Möchte die Tischlerei Ansprüche aus einem Werkvertrag geltend machen, muss Sie zunächst beweisen, dass ein entsprechender Werkvertrag zustande gekommen ist. Zum Abschluss eines Vertrages hätte das Ihnen unterbreitete Angebot von Ihnen angenommen werden müssen. Da Sie jedoch zu keinem Zeitpunkt die Tischlerei zur Herstellung der Tür beauftragt haben, wird Sie diesen Beweis nicht führen können.

Eine gerichtliche Geltendmachung eines Zahlungsanspruchs hat mithin keinerlei Aussicht auf Erfolg.

Folglich sollten Sie weiterhin gegenüber der Tischlerei einen Vertragsschluss bestreiten und auf Forderungen der Tischlerei nicht eingehen. Insbesondere sollten Sie die Haustür nicht vorbehaltlos annehmen, da ein Gericht aus der Annahme der Haustür den Abschluss eines entsprechenden Vertragsschlusses folgern könnte.

Rein vorsorglich weise ich Sie daraufhin, dass darüber hinaus die Kosten für die Erstellung des Angebots nur im Zweifel unentgeltlich sind, vgl. § 632 III BGB. Liegt eine Vereinbarung vor, dass das Angebot nur gegen Entgelt erstellt wird, ist die Tischlerei hingegen dazu berechtigt eine Vergütung für den Kostenanschlag zu verlangen.

Angesichts dieser Rechtslage drängt sich allerdings die Frage auf, ob nicht ein Gespräch mit der Tischlerei sinnvoll ist: Mit einer Vereinbarung die Tür zu einem für Sie akzeptablen Preis abzunehmen, wäre letztlich beiden Seiten (etwas) geholfen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu BGB

Vorgehen bei langer Reparaturzeit eines SAT-Receivers durch eine externe Firma | Stand: 27.05.2015

FRAGE: Ende Januar 15 bestellte ich Online einen Sat-Receiver (€230,00) welchen ich am 31.1.15 geliefert bekam. Mitte April ging das Gerät defekt, sodaß ich den Onlinehändler kontaktierte...

ANTWORT: Zunächst ist davon auszugehen, daß Sie einen Kaufvertrag über den Erwerb des SAT-Receivers zumPreis von 230,00 € abgeschlossen haben. Wenn dieser Kaufgegenstand schon im April 201 ...weiter lesen

Elektrofirma möchte Geld für nicht zuende gebrachten Auftrag | Stand: 06.07.2015

FRAGE: Betrieb wurde im Januar d.J. beauftragt, die elektronische Regelung einer Gasheizung zu reparieren, da die Schaltzeiten sich nicht mehr einstellen ließen. Der Regler wurde entfernt und sollte zu...

ANTWORT: Sie können einerseits abwarten, ob die gescheiterte Firma Klage gegen Sie auf Zahlung erheben wird, andererseits dieser aber auch schreiben, daß sie keinen Zahlungsanspruch Ihnen gegenüberhat.Da ...weiter lesen

Lieferant verbucht Rechnungsbetrag auf anderen Rechnungen | Stand: 30.04.2015

FRAGE: Kann ein Lieferant ordungsgemäße bezahlte Rechungen ohne weitere Mitteilung an den Kunden den Rechnungsbetrag auf anderen Rechungen verbuchen? ...

ANTWORT: Der Lieferant kann das zwar, er darf es aber nicht. Der rechtliche Hintergrund ist folgender: Die Forderung, die mit einer Rechnung bezahlt wird, und sogar das gesamte Schuldverhältnis erlischt nac ...weiter lesen

Änderungen des Arbeitszeugnisses nach eigener vorheriger Zustimmung | Stand: 15.04.2015

FRAGE: Ich habe die Berichtigung eines Arbeitszeugnisses von meinem ehemaligen Arbeitgeber verlangt und auch bekommen. Diesem berichtigten Zeugnis habe ich gegenüber meinem Arbeitgeber mein Okay gegeben...

ANTWORT: Die Einigung, die Sie mit Ihrem Arbeitgeber getroffen haben, entspricht wohl einem Vergleich. Die Grundlage hierfür findet sich in § 779 BGB. § 779 regelt die materiell-rechtliche Streitbeilegungsvereinbarun ...weiter lesen

Forderungen des BAföG-Amts gegenüber den Eltern | Stand: 05.12.2014

FRAGE: Unsere Tochter hat an einer Technischen Universität ein Studium der Fachrichtung Wirtschaftsingenieur Elektrotechnik aufgenommen. Ihr bisheriger von uns unterstützter Ausbildungsweg nach Abschlus...

ANTWORT: Was den Volljährigenunterhalt anbelangt, so gilt für die hier vorliegende Konstellation Schule-Lehre-Abitur-Studium folgendes: Verwandte in gerader Linie sind nach dem Gesetz zwar immer laten ...weiter lesen

Lieferant möchte Kosten für Ausbau nicht ersetzen | Stand: 28.10.2014

FRAGE: Vor Kurzem habe ich einen Turbolader für mein Auto gekauft, dieser wurde fachgerecht montiert. Nach einer Weile habe ich Leistungsverlust festgestellt, und bin daraufhin in eine Werkstatt. Diese ha...

ANTWORT: Zunächst einmal hat der Verkäufer Ihnen einen ordnungsgemäßen Turbolader zu liefern, es sei denn, Sie haben den Schaden beim Einbau selbst verursacht. Wenn aber, wie nach Ihrer Schilderung ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu BGB

Gründe um einen Vertrag anzufechten
| Stand: 04.01.2016

Ein Vertrag kommt zustande, wenn zwei Willenserklärungen, das Vertragsangebot und die Vertragsannahme, sich decken. Oftmals will einer der beiden Vertragsschließenden seine Erklärung rückgängig machen, ...weiter lesen

Die Mietpreisbremse, § 556 d BGB
| Stand: 11.12.2015

Wird ein Mietvertrag über Wohnraum abgeschlossen, der in einem Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt liegt, so darf die Miete zu Beginn des Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 ...weiter lesen

Die elterliche Aufsichtspflicht
| Stand: 15.06.2015

Die Pflicht der Eltern, ihre Kinder zu beaufsichtigen ist Teil der elterlichen Sorge. Dies ist so in § 1631 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt. Sinn und Zweck der Aufsichtspflicht besteht einerseits ...weiter lesen

Schadensersatz nach UWG wegen unzulässiger Telefonwerbung
| Stand: 27.05.2015

Wer als Verbraucher durch Telefonverkäufer angerufen wird, ohne dass er selbst vorher um einen Anruf gebeten hätte (sogenannte Cold Calls), kann Ansprüche gegen die Anrufer auf Schadensersatz wegen deliktischer ...weiter lesen

Gesetzliche Situation ohne Vorsorgevollmacht
| Stand: 20.04.2015

Eine Vielzahl der Menschen geht davon aus, dass Ehepartner oder nahe Angehörige die notwendigen Entscheidungen treffen können bzw. müssen, wenn der eigene Wille nicht mehr geäußert werden kann. Das ...weiter lesen

Die Ohrfeige als angemessene und maßvolle Züchtigung
| Stand: 20.04.2015

Immer wieder hört man sogar von Juristen die Meinung, dass Ohrfeigen von Eltern als Methoden der angemessenen und maßvollen Züchtigung akzeptabel seien. Nun, die Rechtslage hat sich inzwischen drastisch geändert: ...weiter lesen

Testamentsvollstreckung als Instrument des Behindertenschutzes
| Stand: 24.11.2014

Eltern behinderter Kinder verfolgen mit testamentarischen Bestimmungen in aller Regel vor allem das Ziel der Absicherung. Das Erbe soll dem Zugriff der Eigengläubiger des Kindes, hierunter unter Umständen der Sozialhilfeträger, ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Ausländerrecht | Zivilrecht | Pferderecht | Billigkeitszuwendungen | Branchenüblich | Duldungspflicht | Gefälligkeitsleistung | Gegendarstellung | Gewährung | Gewohnheitsrecht | nachgiebiges Recht | Neues Schuldrecht | Pflicht | Rechtmässigkeit | Rechtsanspruch | Rechtsfolge | Rechtsgrundlagen | Rechtsgültigkeit | Salvatorische Klausel | Schuldrecht | Schuldrechtsanpassungsgesetz | Verkehrssitte | Verlust | Allgemeines Vertragsrecht | Rechte und Pflichten | Schuldrechtsänderungsgesetz | § 242 BGB

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen