Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Entzogenes Sorgerecht zurück bekommen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 07.11.2014

Frage:

Ich war mit der Mutter meines Sohnes nicht verheiratet. Die Mutter meines Sohnes hat die alleinige Personensorge seit Mitte 2010 (Trennung Anfang 2009). Es war ein komplizierter gerichtlicher Ablauf. Ich hatte das halbe Sorgerecht mit Geburt des Sohnes am 2004.

Ich bin platt gemacht worden (Gericht, Gutachter, Erziehungsberatung, Verfahrenspflegerin) und da kann man nur aufgeben! Gerichtlich festgelegter Umgang. Es hat sich dahingehend entwickelt, dass sich mein Sohn seit ca. 3 Jahren über 6 Monate/Jahr in meinem Haushalt befindet; zurückzuführen auf den gesetzlichen Umgang, Ferienzeit/Feiertage, zusätzlich auf sein Drängen hin, auch bei Erkrankung oder wenn die Mutter kurzfristig anfragt hat.


Mein Sohn will nicht mehr im Haushalt der Mutter wohnen, er hat seit der Trennung diesen Wunsch. Es gab in den letzten 3 Jahren massive Probleme, deswegen. Mein Sohn (über 10 J. alt) ist mehrfach "abgehauen" und stand letztlich vor meiner Arbeitsstelle und ist seit 09.10.2014 ganz in meinem Haushalt. Jugendamt wurde eingeschaltet und mit deren Zustimmung bleibt er weiter bei mir. Er weigert sich, in die Häuslichkeit der Mutter zu gehen. Das Jugendamt ist mit einer Auszeit erstmal einverstanden. Sie haben allein mit ihm gesprochen. Es soll langsam der 2-Wochen-Besuch erreicht werden. Mein Sohn will aber dahin wenn er möchte und auch wieder gehen wenn er möchte.


Inzwischen ist die Mutter einverstanden, dass der Lebensmittelpunkt des Sohnes bei mir sein soll, sie möchte aber alle 14 Tage den Sohn haben und auch in den Ferien die halbe Zeit. Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Dies hat sie dem Jugendamt und mir nochmal per sms so mitgeteilt. Der Status muss noch schriftlich formuliert werden. Wir möchten einen langwierigen Behörden- und Gerichtsgang vermeiden.


Ansonsten interessiert mich auch, ob die persönliche Zusage der Mutter an das Jugendamt und die schriftliche sms an mich ausreichen, um die erforderlichen Änderungen durch das Jugendamt fertigen zu lassen. Kann das Jugendamt sonst mit unserer gemeinsamen Erklärung alle Formalitäten erledigen, ohne dass wir aufs Gericht usw. müssen und ich das halbe Sorgerecht wieder bekomme? Das Jugendamt meint, es müsse sich erst erkundigen, ob das überhaupt möglich ist, wenn es mir schon mal weggenommen wurde?


Zusätzlich möchte ich das Aufenthaltsrecht beantragen (macht das auch das JA?), damit ich nicht immer das Jugendamt bitten muss zu reagieren, wenn er nicht zur Mutter will. Das ich bei hartnäckiger Weigerung selber entscheiden kann. Sohn wird von mir aber ermuntert zur Mutter zu gehen und wenn es erstmal für eine Nacht ist. Zurzeit ist er dazu nicht bereit.
Wenn Sohn mit Zustimmung des Jugendamtes jetzt weiter bei mir bleibt, kann ich dann mit der Krankenversichertenkarte der Mutter (Mutter lässt diese bei mir) weiter wie üblich zum Arzt gehen, wenn ich die Mutter zeitnah informiere oder brauche ich deren bedingungslose Genehmigung?


Ich zahle den Kindesunterhalt ohne Änderung und lückenlos an die Mutter seit Festsetzung 2009. Ab wann kann ich Kinderunterhalt/Kindergeld beantragen?
Der Junge wird ja nun bei mir wohnen. Klärt das JA dies?


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

Antwort:

Erst einmal meinen Glückwunsch dahingehend, daß sich Ihre Angelegenheit entgegen der Meinung der Experten so gut entwickelt hat. Mann sollte nie aufgeben. Zu Ihren Fragen:


Vorweg: Die sms der Mutter und die bisherigen Zusagen sind wertlos. Sie können nicht durch schriftliche Vereinbarung mit dem Jugendamt Ihren Anteil am Sorgerecht wiedererlangen. Dazu ist leider ein gerichtliches Verfahren notwendig. Gesetzlich geregelt ist dies in § 1696 BGB. Dort steht in Abs. 1 S.1: „Eine Entscheidung zum Sorge- oder Umgangsrecht oder ein gerichtlich gebilligter Vergleich ist zu ändern, wenn dies aus triftigen, das Wohl des Kindes nachhaltig berührenden Gründen angezeigt ist.“ D.h. eine Änderung lässt sich nur durch ein erneutes Gerichtsverfahren erreichen. Solch ein Verfahren würde schnell durchgezogen werden können, wenn die Mutter bei Gericht der Rückübertragung der Sorge zustimmt. In diesem Fall müßte innerhalb von 4 Wochen die Angelegenheit erledigt sein.

Was Sie beim Jugendamt aber machen können wäre einen schriftlichen Vertrag zu verfassen, in dem die Angelegenheiten der elterlichen Sorge geregelt werden und die Mutter des Jungen Ihnen alle notwendigen Vollmachten überträgt. Dies erfüllt den selben Zweck wie ein Gerichtsverfahren hat aber den Nachteil, daß die Mutter jederzeit und ohne Angabe von Gründen alles widerrufen kann. Dann würde dennoch ein Gerichtsverfahren notwendig.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist in Ihrem Fall nicht isoliert beantragbar. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein Teil der elterlichen Sorge. Es müßte hier ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden mit der Maßgabe Ihnen die elterliche Sorge zu übertragen, wenn die Mutter sich dann nicht an die Absprachen hält könnte man im Wege der einstweiligen Anordnung einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrecht nachschieben. Da das Kind derzeit mit Zustimmung der Mutter bei Ihnen lebt, besteht zudem derzeit aus Sicht eines Gerichts kein Rechtsschutzbedürfnis.

Die Arztbesuche in Notfällen können Sie jederzeit vornehmen, wenn Sie im Besitz der Krankenversichertenkarte sind. Ansonsten benötigen Sie derzeit noch eine Vollmacht, wie ich es bereits oben beschrieben habe.

Derzeit sind Sie nicht mehr unterhaltsverpflichtet und müssen auch keinen Unterhalt bezahlen. Es besteht aber eine Unterhaltsverpflichtung der Mutter. Diese schuldet Unterhalt aber erst ab dem Zeitpunkt, ab dem sie schriftlich dazu aufgefordert wurde zu zahlen. Für die Vergangenheit kann kein Unterhaltsanspruch geltend gemacht werden. Oftmals führt deine Aufforderung zu zahlen dann dazu, daß hinsichtlich der übertragenen Vollmachten alles widerrufen wird.

Da die Rückübertragung der Sorge auf gerichtlichem Weg die sicherste Möglichkeit ist, hier für die Zukunft etwas zu erreichen, empfehle ich trotz eventueller Mühen, den Weg über das Gericht zu suchen. Der Weg über Vollmachten und Vertrag ist rechtlich immer mit Unsicherheiten belastet.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Umgangsrecht

Sorge um das Kindswohl bei regelmäßigem Umgang mit dem getrennt lebenden Vater | Stand: 29.10.2015

FRAGE: Der Vater meiner Tochter (geb. 2011) hat nie mit uns im Haushalt gewohnt. Er lebt in Düsseldorf, wir in Wuppertal. Seit rund 2 Jahren besucht er das Kind am Sonntag für ca. 3 Stunden. Weihnachten...

ANTWORT: Guten Tag, Sie haben sich in Ihrer Problematik im Bezug auf das Umgangsrecht Ihres Kindes an mich gewandt. Zusammengefasst bemängeln Sie die Umgangskontakte, weil diese nur bedingt zuverlässi ...weiter lesen

Auskunftsanspruch von Jobcenter | Stand: 01.08.2013

FRAGE: Seit Ende Mai 2013 (Zeitpunkt Anspruchsübergang) betreibt das Jobcenter ein Auskunftsersuchen nach § 33 SGB II und § 60 SGB II wegen Unterhalt für meine beiden Kinder, die im Wechselmodel...

ANTWORT: Die Grenzen des Forderungsübergangs sind auch in Ihrem Falle maßgeblich.Selbst wenn ein gesetzlicher Übergang nach I erfolgt, sind folgende Grenzen zu beachten:Es muss zunächst überhaup ...weiter lesen

Besuchsregelung: Kind selber abholen und zurückbringen? | Stand: 31.05.2013

FRAGE: Meine Ex-Frau und Mutter meines 9jährigen Sohnes wohnt in G und ich in A. Seit ca. 1 Jahr war die Besuchsregelung so, dass sie ihn in G in den Zug setzte und ich ihn hier abholte. Umgekehrt ebenfall...

ANTWORT: Leider hat Ihre Exfrau Recht. Wenn die alte Regelung nicht gerichtlich fixiert ist, kann sie darauf bestehen, da Sie ihren Sohn abholen. Aber Ihnen wird geholfen.Folgende Kosten werden von dem fü ...weiter lesen

Erzeuger von Kind möchte Ansprüche nach Seitensprung geltend machen | Stand: 24.05.2013

FRAGE: Ich bin verheiratet, meine Frau hatte einen Seitensprung und ist schwanger. Jetzt meldet der Erzeuger Ansprüche an, die er nötigenfalls per Gericht erzwingen will. Kann er Ansprüche stellen...

ANTWORT: Der vermutliche Erzeuger kann auf Grund eines Gesetzes vom 23.4.2013 nach dem neu geschaffenen § 1686a folgende Rechte geltend machen:§ 1686 a BGB(1) Solange die Vaterschaft eines anderen Manne ...weiter lesen

Umgangsrecht reduziert wegen Anmeldung an Schule | Stand: 25.02.2013

FRAGE: 1. Meine geschiedene Frau hat unseren jüngeren Sohn (10 Jahre; sie hat das ABR) auf einer weiterführenden Schule angemeldet, deren Besuch das Umgangsrecht mit mir alle 2 Wochen von freitags a...

ANTWORT: Anmeldung Ihres Sohnes auf der Schule, Diese ist unwirksam. Wenn Sie wollen, können Sie dieser widersprechen und sich im Rahmen einer Dienstaufsichtsbeschwerde an die zuständige Behörd ...weiter lesen

Umgangszeit des Kindes übertragbar auf Schwester oder Mutter? | Stand: 15.02.2013

FRAGE: Meine Tochter hat sich vom Vater ihres Kindes getrennt (sie waren nicht verheiratet und haben das gemeinsame Sorgerecht). Das Kind hat seinen ständigen Aufenthalt bei der Mutter. Leider ergeben sic...

ANTWORT: Die Neuregelung des Umgangsrechts durch das Kindschaftsrechtsreformgesetz vom 16.11.1997 stellt bewusst das Recht des Kindes auf Umgang mit jedem Elternteil an den Anfang. Hierzu korrespondiert die i ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Beiträge zu Umgangsrecht

Auflösung des gemeinsamen Sorgerechts nur zum Wohl des Kindes
| Stand: 22.01.2014

Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Beschluss vom 23.07.2013 (Az: 2 UF 39/13) entschieden, dass die gemeinsame elterliche Sorge trotz Kommunikationsproblemen in der Beziehung der geschiedenen Kindeseltern beizubehalten sei, ...weiter lesen

Umgang mit den Enkeln
| Stand: 17.01.2014

FRAGE: Haben Großeltern ein Recht auf Umgang mit den Enkeln?ANTWORT: Oma und Opa können wichtige Bezugspersonen für Kinder sein. Das sieht auch der Gesetzgeber so, der bereits 1998 das Umgangsrecht für ...weiter lesen

Umgang - Übernachtung von Kleinkindern
| Stand: 12.12.2013

Haben sich die Eltern getrennt und leben die Kinder beispielsweise bei der Mutter, wird allgemein davon ausgegangen, die Kinder – müssen – alle zwei Wochen das Wochenende zum Vater. Richtig ist, dass eine ...weiter lesen

Bundesverfassungsgericht: Kein Umgangsrecht für rechtsradikale Väter
| Stand: 05.04.2013

Einem Vater kann wegen rechtsradikalen Aktivitäten das Umgangsrecht für die eigenen Kinder entzogen werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom 13.12.2012 einem leider in der Öffentlichkeit ...weiter lesen

Reisende Kindesmütter soll man nicht ziehen lassen
| Stand: 03.01.2013

Wenn sich Kindeseltern trennen, und die Kindesmutter mit dem Kind aus der ehelichen Wohnung zieht, sollte der Kindesvater es nicht geschehen lassen, dass sein Kind einfach mitgenommen wird. Ist das Kind erst mal mit der ...weiter lesen

Sorgerecht in gleichgeschlechtlichen Paaren
| Stand: 13.06.2012

Frage: Wie verhält es sich mit dem Sorgerecht für Kinder in homosexuellen Partnerschaften, wenn diese sich trennen?Antwort: Der Gesetzgeber hat sich bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern ausdrücklich gegen ...weiter lesen

Umgangsrecht mit Scheidungs-Hund
Nürnberg (D-AH) - Ein Hund ist kein Familienmitglied. Zumindest nicht im Sinne des Familienrechts. Darauf hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm bestanden (Az. II-10 WF 240/10) und den Anspruch einer in Scheidung lebenden Frau ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Hanno Hoffmann   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | Begleiteter Umgang | Besucherrecht | Besuchsrecht | Besuchszeiten | Elternpflicht | Recht | Sorgerecht | Umgangskosten | Umgangspflicht | Umgangsregelung | Umgangsvereitelung | Umgangsverweigerung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen