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Lieferant möchte Kosten für Ausbau nicht ersetzen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 28.10.2014

Frage:

Vor Kurzem habe ich einen Turbolader für mein Auto gekauft, dieser wurde fachgerecht montiert. Nach einer Weile habe ich Leistungsverlust festgestellt, und bin daraufhin in eine Werkstatt. Diese hat mir mitgeteilt, dass ein Bauteil an dem Turbolader defekt ist und er deswegen nicht richtig arbeite. Daraufhin habe ich den Lieferanten kontaktiert, der meinte, der Turbolader müsse wieder ausgebaut und zu ihm zurückgeschickt werden, um zu prüfen, was genau defekt ist. Die Kostenübernahme für Aus- und Wiedereinbau jedoch könne der Lieferant nicht garantieren.

Wie ist hier die Rechtslage?

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Antwort:

Zunächst einmal hat der Verkäufer Ihnen einen ordnungsgemäßen Turbolader zu liefern, es sei denn, Sie haben den Schaden beim Einbau selbst verursacht. Wenn aber, wie nach Ihrer Schilderung, ein defekter Turbolader geliefert wurde, muss Ihnen der Lieferant auch die Nebenkosten der Mängelbeseitigung ersetzen.

Dazu zählen zunächst einmal die Versandkosten für das Verschicken des Turboladers. Des Weiteren hat der Verkäufer nach § 439 Abs. 2 BGB alle zur Nachlieferung erforderlichen Aufwendungen zu tragen. Hierzu gehören insbesondere Wege-, Transport und Materialkosten.

Darüber hinaus gehende Kosten (z. B. Mietwagenkosten, Nutzungsausfall oder Verdienstausfall) müssen vom Verkäufer nicht übernommen werden. Diese Forderungen lassen sich nur bei einem nachweislichen Verschulden des Verkäufers durchsetzen.



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