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Schmerzensgeldanspruch aus Rache

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 23.10.2014

Frage:

Ich bin 30, männlich, Student. Wohne seit 1.10 in Hamburg. Anfang April 2014 baute ich eine Freundschaft mit einem 58-jährigen Mann auf, der in Hamburg lebt. Im September wohnte ich 5 Tage bei ihm, während ich Wohnungsbesichtigungen hatte. Nach einer Wohnungszusage fuhr ich dann erst mal wieder nach München, um meinen Umzug zu organisieren. In den 5 Tagen kristallisierte sich heraus, dass der Mann mehr als Freundschaft von mir wollte. Ich wollte aber nicht mehr.

Ich nahm meine Sachen mit, vergaß aber eine Hose und ein Sakko. Nach meinerseits freundlichen Bitten per SMS, die Kleidungsstücke im Oktober wieder abzuholen, reagierte er mit: "Ich hab nichts von dir. Verpiss dich. Du hast mich nur ausgenutzt. Ich kenne dein wahres Gesicht." Er ist gekränkt, da ich keine intimere Beziehung zu ihm eingehen wollte. Nach beleidigenden SMS seinerseits habe ich dann ein paar SMS geschrieben, dass er mir die Sachen wieder geben soll. Erfolglos. Dann wurde auch ich frech.

Freitag vor einer Woche stand ich dann vor seiner Tür und verlangte die Klamotten. Er rief die Polizei. Er wollte nur, dass man dokumentiert, dass er mir nun die Sachen übergeben hat. Alles war geklärt.

Gestern hatte ich einen Brief von seinem Anwalt im Postkasten. 3 Seiten mit Aufforderung, ab sofort keine SMS mehr zu schreiben, keine E-Mails, keinen Kontakt herstellen und ich darf mich nicht seiner Wohnung nähern.
Das ist auch OK. Ich habe die Sachen.

Mich beunruhigt aber: Darüber hinaus steht unserem Mandanten wegen Ihres schon bisher in keiner Weise nicht einmal ansatzweise hinnehmbaren Verhaltens ein nicht unerheblicher Schadensersatzanspruch zu, der allein hinsichtlich des Schmerzensgeldes auf zumindest 2000,00 Euro zu bemessen ist.

Außerdem haben Sie selbstverständlich bereits jetzt die durch Ihr schuldhaftes Verhalten entstandenen Kosten unserer Inanspruchnahme zu tragen, die wir Ihnen zwecks Überweisung auf eines unserer angegebenen Konten binnen zehn Tagen ab Datum dieses Schreibens wie folgt aufgeben:

Gegenstandswert: 2000,00 Euro
Geschäftsgebühr 195,00 Euro
Pauschale Post: 20,00 Euro
19 % MwSt.: 40,85 Euro

Gesamt: 255,85 Euro

Frage: Ich habe kein Rechtsschutz, was soll ich da jetzt tun? Muss ich die Rechnung bezahlen? Der Mann kann ja sonst irgendeine Geschichte erzählt haben, nur um mir zu Schade bzw. sich zu rächen.

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Antwort:

Zunächst zu dem anwaltlichen Schreiben. Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung beinhaltet dieses Schreiben nur völligen Humbug. Sie schulden dem „freundlichen“ Herrn nichts, auch kein Schmerzensgeld. Ein Schmerzensgeld setzt eine Körperverletzung voraus, welche Sie nicht begangen haben. Eine andere Anspruchsgrundlage für ein Schmerzensgeld ist gleichfalls nicht ersichtlich. Sie brauchen den Brief daher nicht zu beachten und auch nicht zu beantworten.

Da Sie in Hamburg leben und mit finanziellen Gütern nicht reich bestückt sind, möchte ich Sie noch auf die ÖRA in Hamburg hinweisen. Das ist die öffentliche Rechtsauskunft für Personen, die lediglich ein geringes Einkommen haben. Sie berät kostenlos. Die Beraterinnen und Berater der ÖRA sind im Hauptberuf Richterinnen und Richter, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte oder Verwaltungsjuristinnen und -juristen. Sie kennen sich in dem von ihnen betreuten Rechtsgebiet aufgrund langjähriger Berufserfahrung gut aus.

Die Berater sind genau wie Rechtsanwälte zu besonderer Verschwiegenheit verpflichtet - insbesondere auch gegenüber Behörden und Gerichten.

In der ÖRA erhalten Sie nicht nur rechtliche Auskünfte, sondern, falls erforderlich, auch praktische Hilfe und Unterstützung durch Schreiben an die Gegenseite.

Sollten Sie nochmals einen Brief erhalten, können Sie sich daher an die ÖRA zur weiteren Beratung wenden, ohne dass Ihnen Kosten entstehen. Die Adresse der zu Ihnen am nächsten gelegenen Beratungsstelle finden Sie im Internet.



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