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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
11.06.2014

Urlaubsanspruch bei fristgerechter Kündigung

Seit Ende 2010 bin ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber fest und unbefristet angestellt und habe vertraglich festgelegt 28 Tage Urlaub bei einer 40 Stunden Woche (5 Tage Woche). Es gibt keine weiteren Regelungen und keinen Tarifvertrag. Ich habe zum 31.07.2014 gekündigt. Wie hoch ist mein Urlaubsanspruch beim Noch-Arbeitgeber, wenn in diesem Jahr noch kein Urlaub genommen wurde?

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Author Antwort Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
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Wenn eine Arbeitsstelle freiwillig aufgegeben wird, gelten die gleichen Regelungen, wie bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber. Der Urlaubsanspruch bei Kündigung durch Arbeitnehmer bleibt unangetastet. Sofern die Kündigung frühestens am 1. Juli wirksam wird, stehen dem Arbeitnehmer die vollen gesetzlich zugesicherten Urlaubstage zur Verfügung. Hierfür muss das Arbeitsverhältnis jedoch mindestens sechs Monate bestanden haben. War die gemeinsame Zeit kürzer oder liegt der Kündigungstermin in der ersten Jahreshälfte muss der Urlaub nur anteilig gewährt werden. Es geht hier aber nur um den gesetzlichen urlaub, dieser beträgt nach § 3 Bundesurlaubsgesetz 24 Werktage. Da Sie in einer 5 Tage Woche arbeiten, wird dieser auf 20 Arbeitstage umgerechnet.

In welchem Umfang der darüber hinaus arbeitsvertraglich vereinbarte Zusatzurlaub in Anspruch genommen werden kann, hängt davon ab, ob in Ihrem Arbeitsvertrag eine "pro rata temporis"-Regelung getroffen wurde (dt. etwa zeitanteilig). Dies ist eine Klausel, nach welcher der Urlaub im Jahr des Eintritts in ein Unternehmen oder im Jahr des Ausscheidens der Urlaub nur anteilig gewährt werden soll.
Ist in Ihrem Arbeitsvertrag eine solche zusätzliche Klausel nicht enthalten, so haben Sie Anspruch auf den vollen arbeitsvertraglich vereinbarten Urlaub, hier 28 Tage.

Ist in Ihrem Arbeitsvertrag aber eine Klausel hierzu enthalten, wäre sie gültig.

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