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Miete bei einem Insolvenzverfahren

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 26.05.2014

Frage:

Meine Mieterin (seit 6 Jahren Mieter) hat hat am 29.04.2014 wegen Zahlungsunfähigkeit
das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht in Aachen eröffnet.
Die Eröffnung erfolgte aufgrund des am 03.04.2014 bei Gericht eingegangenen Antrags
der Schuldnerin.
Meine Frage: Was muss ich unternehmen um weiterhin monatlich die Miete zu bekommen. Was zahlt das Sozialamt? Oder gibt es Mietzuschuss? Sollte ich einen Rechtsanwalt einschalten.

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Antwort:

Ihre Mieterin ist nach der Insolvenzordnung verpflichtet ihren Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen und hierzu zählt auch ein Mietvertrag weiter nachzukommen. Wenn sie mit Mietzahlungen in Rückstand gerät und Sie ihre Miete gerichtlich beitreiben müssen, verliert sie ihren Anspruch auf Restschuldbefreiung. In die Insolvenz fallen nämlich nur Forderungen, die bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind. Sollten Sie also offene Mietforderungen haben, wären diese davon betroffen.

Diese offenen Mietforderungen zahlt niemand mehr. Sie können der Mieterin kündigen, wenn mehr als 2 Mieten offen sind. Die zukünftigen Mieten muß Ihre Mieterin aus ihren laufenden Einnahmen bezahlen. In der Regel steht fest wer dies übernimmt bevor ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Ob das das Sozialamt ist oder die Frau Wohngeld beziehen kann, hängt von ihrer Einnahmensituation ab, nämlich wie viel Rente sie beziehen wird.



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