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Darlehen an Vollmachtgeber

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 05.10.2012

Frage:

Ich bin im Besitz einer Generalvollmacht, deren Ausfertigung mir vom Vollmachtgeber ausgehändigt wurde. Von den Beschränkungen des § 181 BGB bin ich befreit.
Vor ein Paar Wochen habe ich dem Vollmachtgeber Geld geliehen. Ich möchte diesen Betrag sichern für den Fall, dass Der Vollmachtgeber stirbt.
Was kann ich tun? Wie kann ich den oder die Beträge, gegenüber dem Vollmachtgeber über den Tod hinaus sichern?
Was kostet die Beratung einschließlich des Entwurfes einer möglichen Vereinbarung?

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Antwort:

Prinzipiell gehen die Verbindlichkeiten (auch aus Darlehen) gem. § 1922 BGB mit dem Tod ihres Darlehennehmers auf seine Erben über. Sollte die Erbmasse ausreichend groß sein, ist es kein Problem die Darlehenssumme von dem oder den Erben herauszuverlangen. Sie müssen notfalls aber beweisen können, dass Sie ihrem Darlehensnehmer die Summe in bestimmter Höhe geliehen haben


Da nicht absehbar ist wie sich ein Vermögen entwickelt, empfehle ich Ihnen Folgendes:

Mir ist hier nicht bekannt wie hoch die Summe ist, die Sie Ihrem Vollmachtgeber geliehen haben. Sollte es eine größere Summe sein, empfehle ich diese über eine Grundschuld, die sich eventuell auch auf weitere Darlehen erstrecken kann, im Immobilieneigentum Ihres Vollmachtgebers abzusichern. Zusätzlich müssen Sie den nachstehenden Darlehensvertrag abschließen. Gleichzeitig lassen sie sich bitte eine Auszahlungsquittung unterschreiben. Die Grundschuld muss durch einen Notar bestellt werden. Dort fallen Kosten in Höhe von etwa 2% der Darlehenssumme an. Diese muss der Darlehensnehmer tragen.

Sollte der Vollmachtgeber nicht über Immobilieneigentum verfügen, dann können Sie nur den nachstehenden Darlehensvertrag abschließen. Dies sollten Sie zu Beweiszwecken tun. Zusätzlich lassen sie sich bitte wieder eine Auszahlungsquittung unterschreiben.

In beiden Fällen können sie diese Quittung auch selbst unterschreiben, dann empfehle ich Ihnen zusätzlich zu dokumentieren, wie dieses Geld verwandt wurde, z.B. durch Einkaufsbelege, Handwerkerrechnungen etc.

Beachten Sie bitte, dass der Darlehensvertrag gekündigt werden muß, falls keine feste Laufzeit vereinbart wurde. Unabhängig hiervon können Sie, falls sich die Vermögensverhältnisse Ihres Darlehensnehmers wesentlich verschlechtern oder eine solche Verschlechterung droht, fristlos den Vertrag nach § 490 BGB kündigen. Das habe ich im Entwurf zu Ziffer 4 berücksichtigt.

Nachstehend Darlehensvertrag. Dieser lässt Ihnen Wahlmöglichkeiten. Bitte füllen Sie diese nach Bedarf aus.


Darlehensvertrag

Zwischen Herrn X und Herrn Y wird folgender Darlehensvertrag geschlossen:

1. Herr X gewährt(e) Herrn Y ein Darlehen in Höhe von Zzzz €. Dieses Darlehen wird am… (wurde am …) Herrn Y bar ausgezahlt bzw. (für die Anschaffung folgender Dinge … verwandt).

(2. Das Darlehen verzinst sich mit einem Jahreszinssatz von z %.)

3. Das Darlehen ist zur Rückzahlung fällig am …, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

oder

3. Das Darlehen kann beidseitig mit einer Frist von … gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Schriftform.

4. Die Kündigungsmöglichkeit nach § 490 BGB bleibt davon unberührt.

5. (Nur bei Immobilienbesitz und Eintragung einer Grundschuld)

6. Zur Sicherheit verpflichtet Sich Herr Y Herrn X an seinem Grundstück( Wohnungseigentum) belegen in Stadt, Adresse, eingetragen im Grund buch von… Blatt … Flur… Flurstücknummer …. Eine Grundschuld in Höhe der Darlehenssumme von Zzzz € zu bestellen.

Ort, Datum


Unterschrift Unterschrift
X                Y




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