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Vorladung wegen Urkundenfälschung

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 21.03.2014

Frage:

Ich bin zur Vernehmung als Beschuldigter wegen des Verdachts der Urkundenfälschung durch Inverkehrbringen/Gebrauchtnahme gefälschter TÜV Unterlagen geladen.
Ein Bekannter hat meine Unterlagen mitgenommen und als TÜV Unterlagen mir wieder gegeben.
Meine Frage:
Muss ich der Vernehmung Folge leisten?
Was passiert bei Auskunftsverweigerung meinerseits?

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Antwort:

Der Tatvorwurf ist ernst zu nehmen. Dies liegt am Straftatbestand der Urkundenfälschung. Dort steht:

§ 267
Urkundenfälschung

(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. ….

Wie Sie sehen ist hier erstens der Versuch schon strafbar und in besonders schweren Fällen geht es nicht mehr mit einer Geldstrafe ab, es folgt vielmehr zwingend eine Freiheitsstrafe. Ich rate Ihnen daher folgendes:

Sie müssen nicht zur Vernehmung kommen. Wenn Sie das Geld dazu haben sollten Sie der Vernehmung fernbleiben und einen Verteidiger mit Akteneinsicht beauftragen. Nach erfolgter Akteneinsicht sollte man dann erst über das weitere Vorgehen beraten. Zu diesem Vorgehen rate ich besonders dann, wenn an dem Tatvorwurf etwas dran sein könnte.

Sollten Sie aber sicher sein, dass die Vorwürfe ungerechtfertigt sind und Sie nicht über ausreichend Geld verfügen empfehle ich Ihnen zur Vernehmung zu gehen und die entlastenden Momente darzustellen.

Wenn Sie nur so die Auskunft verweigern müssen Sie mit einer Anklage bzw. einem Strafbefehl rechnen. Dann wird nach Aktenlage entschieden.



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