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Widerspruch gegen Vollstreckungsbescheid

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 26.02.2014

Frage:

Ich habe vor längerer Zeit einen Anwalt eingeschaltet um einen Titel aus einer bezahlten Forderung anzufordern. Er sagte mir bei dem Beratungsgespräch, dass dies etwa 250,- € kosten würde. Der Anwalt mußte lediglich ein Telefongespräch führen und dann bekam er den Titel. Überrascht war ich als ich die Rechnung erhielt 1.085,04 €. Nachdem ich diese erhalten habe, habe ich mehrfach bei dem besagten Anwalt reklamiert und am Ende erhielt ich einen Mahnbescheid. Dann habe ich wieder den Anwalt angeschrieben und um eine gütliche Lösung gebeten. Zwischenzeitlich bin ich umgezogen und als ich heute zu meinen Großeltern kam lag da der Vollstreckungsbescheid. Zugestellt wurde dieser am 12.02.14, sodass heute eigentlich die Frist zum Widerspruch abläuft. Ich habe nun den Widerspruch per E-Mail erklärt. Reicht das aus?
Kann der Rechtsanwalt die Forderung durchsetzen obwohl er mir 250,- € angegeben hat?

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Antwort:

Einen Widerspruch per E-Mail ist nur wirksam, wenn er mit einer elektronischen Unterschrift versehen ist. Ansonsten müssten Sie den Widerspruch per Fax einlegen. Für Sie gilt daher, schicken Sie noch vor 24 Uhr Ihren Einspruch per Fax an das zuständige Gericht. Ansonsten haben Sie die Frist versäumt und gen den Anspruch des Anwalts ist nichts mehr zu machen.

Materiellrechtlich kann der Anwalt für ein Beratungsgespräch nicht mehr als die 250 € verlangen. Wenn er nach außen tätig geworden ist, auch bei einem Telefongespräch mehr. Ob die 1085,04 EUR angemessen sind kann ich Ihnen nicht sagen. Dazu haben Sie mir zu wenig Anhaltspunkte geliefert. Auf den ersten Blick, erscheint es mir aber zu viel. Sie können mir mehr Sachverhalt gerne schildern, damit ich Ihnen genau antworten kann. Wichtig ist aber, dass Ihr Einspruch vor 24 Uhr bei Gericht eingeht. Falls Sie das nicht schaffen ist alles verloren.

Den Einspruch müssen Sie dann mit normaler Post nachschicken.



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