Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Bemessungsgrundlage für Krankengeld


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 31.01.2014

Frage:

Angestelltenverhältnis befristet vom 01.02.2013 - 31.01.2014. Arbeitsunfähig seit 16.09.2013 - Zahlung von Krankengeld ununterbrochen ab 28.10.2013. Aktuell noch arbeitsunfähig - b.a.w.
Frage: Lohnabrechnung Januar 2014 werden 4,5 Tage Urlaubsabgeltung ausbezahlt - muss ich das auf dem nächsten Auszahlschein angeben? Wird dieser Betrag mit dem Krankengeld verrechnet? - Nächster Arzttermin und somit Auszahlschein ist 14.02.2014 Können Sie mir dies beantworten?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sie sind verpflichtet, die Zahlung gegenüber der Krankenkasse anzugeben. Eine Anrechnung dürfte nicht stattfinden.

Die Bemessungsgrundlage für das Krankengeld ist der durchschnittliche beitragspflichtige Arbeitsverdienst im letzten voll entlohnten Beitragszeitraum vor Anfall des Krankengeldbezuges zuzüglich eines pauschalierten Sonderzahlungszuschlages. Gesetzlich geregelt ist das im fünften Sozialgesetzbuch (SGB V), genau gesagt in § 47 SGB V *1). Soweit Urlaub nicht genommen wird und statt dessen entlohnt wird, dürfte auch dieses Entgelt zur Bemessungsgrundlage dazu gehören.

Wenn die 4,5 Tage Urlaubsabgeltung bisher bei der Berechnung des Krankengelds nicht berücksichtigt wurden, würden Sie in der Tat die Berechnungsgrundlage anteilig für den Zeitraum des entgoltenen Urlaubsanspruchs erhöhen. Das sollte sich eigentlich sogar zu Ihren Gunsten auswirken. Das Urlaubsentgelt wird zwar nicht angerechnet, aber kann eventuell sogar die Berechnungsgrundlage für das Krankengeld geringfügig erhöhen.

*) Unter meiner Antwort befinden sich:

Fußnoten, Zitate von einschlägigen Gesetzestexten, Urteilen, weiterführende Literatur, Links im Internet etc.

§ 47 SGB V Höhe und Berechnung des Krankengeldes

(1) Das Krankengeld beträgt 70 vom Hundert des erzielten regelmäßigen Arbeitsentgelts und Arbeitseinkommens, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt (Regelentgelt). Das aus dem Arbeitsentgelt berechnete Krankengeld darf 90 vom Hundert des bei entsprechender Anwendung des Absatzes 2 berechneten Nettoarbeitsentgelts nicht übersteigen. Für die Berechnung des Nettoarbeitsentgelts nach Satz 2 ist der sich aus dem kalendertäglichen Hinzurechnungsbetrag nach Absatz 2 Satz 6 ergebende Anteil am Nettoarbeitsentgelt mit dem Vomhundertsatz anzusetzen, der sich aus dem Verhältnis des kalendertäglichen Regelentgeltbetrages nach Absatz 2 Satz 1 bis 5 zu dem sich aus diesem Regelentgeltbetrag ergebenden Nettoarbeitsentgelt ergibt. Das nach Satz 1 bis 3 berechnete kalendertägliche Krankengeld darf das sich aus dem Arbeitsentgelt nach Absatz 2 Satz 1 bis 5 ergebende kalendertägliche Nettoarbeitsentgelt nicht übersteigen. Das Regelentgelt wird nach den Absätzen 2, 4 und 6 berechnet. Das Krankengeld wird für Kalendertage gezahlt. Ist es für einen ganzen Kalendermonat zu zahlen, ist dieser mit dreißig Tagen anzusetzen. Bei der Berechnung des Regelentgelts nach Satz 1 und des Nettoarbeitsentgelts nach den Sätzen 2 und 4 sind die für die jeweilige Beitragsbemessung und Beitragstragung geltenden Besonderheiten der Gleitzone nach § 20 Abs. 2 des Vierten Buches nicht zu berücksichtigen.

(2) Für die Berechnung des Regelentgelts ist das von dem Versicherten im letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Entgeltabrechnungszeitraum, mindestens das während der letzten abgerechneten vier Wochen (Bemessungszeitraum) erzielte und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderte Arbeitsentgelt durch die Zahl der Stunden zu teilen, für die es gezahlt wurde. Das Ergebnis ist mit der Zahl der sich aus dem Inhalt des Arbeitsverhältnisses ergebenden regelmäßigen wöchentlichen Arbeitsstunden zu vervielfachen und durch sieben zu teilen. Ist das Arbeitsentgelt nach Monaten bemessen oder ist eine Berechnung des Regelentgelts nach den Sätzen 1 und 2 nicht möglich, gilt der dreißigste Teil des im letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechneten Kalendermonat erzielten und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderten Arbeitsentgelts als Regelentgelt. Wenn mit einer Arbeitsleistung Arbeitsentgelt erzielt wird, das für Zeiten einer Freistellung vor oder nach dieser Arbeitsleistung fällig wird (Wertguthaben nach § 7b des Vierten Buches), ist für die Berechnung des Regelentgelts das im Bemessungszeitraum der Beitragsberechnung zugrundeliegende und um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt verminderte Arbeitsentgelt maßgebend; Wertguthaben, die nicht gemäß einer Vereinbarung über flexible Arbeitszeitregelungen verwendet werden (§ 23b Abs. 2 des Vierten Buches), bleiben außer Betracht. Bei der Anwendung des Satzes 1 gilt als regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit die Arbeitszeit, die dem gezahlten Arbeitsentgelt entspricht. Für die Berechnung des Regelentgelts ist der dreihundertsechzigste Teil des einmalig gezahlten Arbeitsentgelts, das in den letzten zwölf Kalendermonaten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit nach § 23a des Vierten Buches der Beitragsberechnung zugrunde gelegen hat, dem nach Satz 1 bis 5 berechneten Arbeitsentgelt hinzuzurechnen.

(3) Die Satzung kann bei nicht kontinuierlicher Arbeitsverrichtung und -vergütung abweichende Bestimmungen zur Zahlung und Berechnung des Krankengeldes vorsehen, die sicherstellen, daß das Krankengeld seine Entgeltersatzfunktion erfüllt.

(4) Für Seeleute gelten als Regelentgelt die beitragspflichtigen Einnahmen nach § 233 Abs. 1. Für Versicherte, die nicht Arbeitnehmer sind, gilt als Regelentgelt der kalendertägliche Betrag, der zuletzt vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit für die Beitragsbemessung aus Arbeitseinkommen maßgebend war. Für nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz Versicherte ist das Regelentgelt aus dem Arbeitseinkommen zu berechnen, das der Beitragsbemessung für die letzten zwölf Kalendermonate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit zugrunde gelegen hat; dabei ist für den Kalendertag der dreihundertsechzigste Teil dieses Betrages anzusetzen. Die Zahl dreihundertsechzig ist um die Zahl der Kalendertage zu vermindern, in denen eine Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz nicht bestand oder für die nach § 234 Abs. 1 Satz 3 Arbeitseinkommen nicht zugrunde zu legen ist. Die Beträge nach § 226 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 bleiben außer Betracht.

(5) (weggefallen)

(6) Das Regelentgelt wird bis zur Höhe des Betrages der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Arbeitslosengeldsteuer

Urlaubsanspruch bei Beschäftigungsverbot wegen Schwangerschaft | Stand: 28.03.2015

FRAGE: Wir haben eine Weiterbildungsassistentin für 18 Monate eingestellt. Bis 30.08.2015 läuft der Vertrag aus. Sie hat einen Urlaubsanspruch von 2,5 Tagen im Monat, d.h. 20 Tage bis Ende August. Dies...

ANTWORT: Nach Ihren Angaben hat Ihr Steuerberater dazu geraten, 15 Tage vom Gehalt abzuziehen. Hierzu kann ich Ihnen folgendes sagen: Ich möchte Ihnen hiervon entschiedenst abraten. Zunächst einma ...weiter lesen

Kündigung im Betrieb - Aufhebungsvertrag unterschreiben? | Stand: 01.02.2013

FRAGE: Habe meinen Job in der Probezeit fristgerecht zum 28.2.13 gekündigt. Nun gibt es Schwierigkeiten mit einem Kollegen und mein Chef möchte einen Aufhebeungvertrag machen (am Montag)Meine Fragen:Ic...

ANTWORT: Der Aufhebungsvertrag hat den Vorteil, dass Sie damit in Zukunft sich selbst als ein guter Verhandler präsentieren können. Das „Rechthaben“ in Form einer Eingenkündigung is ...weiter lesen

Arbeitsvertrag: Fragen zur Kündigung und zum Gehalt | Stand: 05.10.2012

FRAGE: Ich habe zum 01.01.2013 ein neues Arbeitsangebot, welches ich auch annehmen werde. In meinem derzeitigen Arbeitsvertrag (ich bin dort seit mehr als 14 Jahren tätig) steht unter §10 - Beendigun...

ANTWORT: Frage 1.: Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses unterliegt den gesetzlichen Kündigungsfristen. 2. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Heißt das für mich, dass ich mi ...weiter lesen

Berechnung der Höhe von Arbeitslosengeld | Stand: 30.01.2012

FRAGE: War zuletzt vom 01.04.1987 bis 31.03.2010 in fester Anstellung und entsprechend versichert.Jahresgehalt etwa 65.000,- EURAb dem 01.04.2010 bis zum 31.12.2011 war ich selbstständig als Freelancer tätig...

ANTWORT: Die Bemessung des Arbeitslosengeldes I bemisst sich nach § 132 SGB III, der wie folgt lautet:§ 132 Fiktive Bemessung(1) Kann ein Bemessungszeitraum von mindestens 150 Tagen mit Anspruch auf Arbeitsentgel ...weiter lesen

Arbeitgeber zahlt den Lohn nicht aus - Prozesskostenhilfe | Stand: 18.02.2011

FRAGE: Ich bin EU Rentner und habe vom 11.10.2010 - 30.11.2010 in einem kleinen Nebenjob als Lieferfahrer gearbeitet.Mein Arbeitsvertrag den ich mit dieser Firma habe beläuft sich auf Monatlich 165,00 €.Bi...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Im deutschen Recht trägt grundsätzlich stets die unterliegende Partei die Kosten des Rechtsstreites, also sowohl die Gerichtskosten, als auch die Kosten des eigenen un ...weiter lesen

Nach Einführung des Bürgerentlastungsgesetzes - Arbeitgeber kürzt den Bruttolohn | Stand: 08.01.2011

FRAGE: Meine Frau arbeitet in einem Gastronomiebetrieb. Seit fast zwei Jahren bittet sie um einen Arbeitsvertrag, der immer wieder mit anderen Ausreden nicht angefertigt wird. Nun trat ja im Januar 2010 das Bürgerentlastungsgeset...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,selbstverständlich soll das Bürgerentlastungsgesetz dazu führen, dass man mehr Netto in der Tasche hat. Sofern der Arbeitgeber richtig vorgeht, ist das auch so. Ker ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Steuerrecht / Steuerstrafrecht
Interessante Beiträge zu Arbeitslosengeldsteuer

Rückzahlung des Weihnachtsgeldes
| Stand: 01.04.2015

Wenn der Arbeitnehmer Weihnachtsgeld erhält, stellt sich für diesen oftmals die Frage: Muss ich dieses zurückzahlen, wenn ich mein Arbeitsverhältnis kündige? Grundsätzlich ist ein gesetzlicher ...weiter lesen

Wenn die Höhe des jährlichen Urlaubsgeldes erheblich schwankt
| Stand: 28.03.2014

FRAGE: Unser Chef hat uns seit über zehn Jahren Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt: mal großzügig bemessen, mal erheblich weniger, aber doch regelmäßig. Letztens sind die Gratifikationen jedoch ...weiter lesen

Anspruch auf Weihnachtsgeld als freiwillige Leistung des Arbeitgebers
| Stand: 06.12.2013

Das Weihnachtsgeld ist genauso wie das Urlaubsgeld eine der bekanntesten so genannten freiwilligen Leistungen von Arbeitgebern an die Arbeitnehmer. Allerdings ist es anerkannte Rechtsprechung, dass ein Anspruch des Arbeitnehmers ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-21
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Steuerrecht | Sozialrecht | Steuerrecht | Steuerstrafrecht | 13. Monatseinkommen | 13. Monatsgehalt | Arbeitgebersparzulage | Arbeitnehmersparzulage | Bezüge | Bonuszahlung | Dreizehntes Monatsgehalt | Fünftelregelung | Gehalt | Gehaltsabgaben | Gehaltsnachweis | Gehaltsumwandlung | geldwerter Vorteil | Geschäftsführergehalt | Gratifikation | Leistungsprämie | Trinkgeld | Weihnachtsgratifikation

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-21
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen