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Versicherung der Tochter ab dem 25. Lebensjahr

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 19.01.2014

Frage:

Meine Tochter wird am 01.12.14 25 Jahre alt und damit endet die Möglichkeit der Familienversicherung. Sie hat bis zum31.07.13 eine Schulausbildung in Portugal gemacht und war in der Zeit über mich bei der DAK Familienversichert. Danach hat sie ein 2 monatiges Praktikum absolviert. Nun ist sie auf der Suche eines Studienplatzes in Deutschland. Dies braucht einige Vorbereitungen (deutsche Anerkennung des Abschlusses und Vorprüfung an den Fachhochschulen, die erst im Herbst möglich sind). Meine Tochter hat im Moment keinerlei Einkünfte oder Beschäftigungen.

Ich war mit der DAK darüber im Kontakt (Dez.2013). Es wurde nur darum gebeten, sobald Antworten oder direkte Bewerbungen an die Fachhochschulen gehen, sie davon in Kenntnis zu setzen. Nun kam für uns überraschend von der Hauptstelle der DAK die Kündigung der Familienversicherung zum 01.08.13 rückwirkend und die Aufforderung die Beiträge nachzuzahlen und eine weitere Versicherung in der DAK für meine Tochter abzuschließen.
Wie lang kann ein Zeitraum zwischen einem Schulabschluss und einer weiteren Ausbildung dauern, ohne die Familienversicherung zu gefährden; müssen Praktikumszeiten von der Krankenkasse akzeptiert werden?

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Antwort:

Ihre Tochter wird sich selbstständig versichern müssen. Kinder sind grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenkasse mitversichert. Sind die Kinder nicht beschäftigt oder selbstständig tätig, ist die Familienversicherung bis zum 23. Lebensjahr möglich. Der Anspruch verlängert sich bis zum 25. Lebensjahr, wenn sie noch zur Schule gehen oder studieren (schulische oder berufliche Ausbildung). Geregelt ist dies in § 10 Abs. 2 SGB V. Ich füge Ihnen die Vorschrift ein.

(2) Kinder sind versichert
1. bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres,
2. bis zur Vollendung des dreiundzwanzigsten Lebensjahres, wenn sie nicht erwerbstätig sind,
3. bis zur Vollendung des fünfundzwanzigsten Lebensjahres, wenn sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden oder ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz leisten; wird die Schul- oder Berufsausbildung durch Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht des Kindes unterbrochen oder verzögert, besteht die Versicherung auch für einen der Dauer dieses Dienstes entsprechenden Zeitraum über das fünfundzwanzigste Lebensjahr hinaus; dies gilt ab dem 1. Juli 2011 auch bei einer Unterbrechung oder Verzögerung durch den freiwilligen Wehrdienst nach § 58b des Soldatengesetzes, einen Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz, dem Jugendfreiwilligendienstegesetz oder einen vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst oder durch eine Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Sinne des § 1 Absatz 1 des Entwicklungshelfer-Gesetzes für die Dauer von höchstens zwölf Monaten,
4. ohne Altersgrenze, wenn sie als behinderte Menschen (§ 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches) außerstande sind, sich selbst zu unterhalten; Voraussetzung ist, daß die Behinderung zu einem Zeitpunkt vorlag, in dem das Kind nach Nummer 1, 2 oder 3 versichert war.


Die reguläre Wartezeit von wenigen Monaten, die zwischen Abi im Sommer und einer Studienaufnahme im Herbst so gut wie immer anfallen, wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel als Ausbildungszeit betrachtet. Darüber hinaus gehende Zeiten, z.B. auch Wartesemester, werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht als Ausbildungszeiten mehr anerkannt.

Während eines Praktikums gilt: Findet das Praktikum vor oder nach dem Studium statt und wird nicht vergütet, so bleibt man – sofern man das Vierteljahrhundert noch nicht vollendet hat – bei seinen Eltern mitversichert.

Eine weitere Chance die Ihre Tochter unter Umständen hat wäre sich arbeitssuchend zu melden und Leistungen nach SGB II zu beantragen. Dann wäre sie ordentlich versichert und die Familie müßte nicht für die Beiträge aufkommen.



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