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Mahnungen von Rechtsanwalt

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 16.12.2013

Frage:

Nach X-Mahnungen habe heute ein Brief von Rechtsanwalt A aus München bekommen, ich soll an Flirtcafe 180,88 Euro bezahlen inkl. Bank-/Mahnspesen, Zinsen/Kosten und Anwaltshonorar. Ich habe bei Flirtcafe vor ca. 4-5 Jahre angemeldet aber diese Portal konnte nicht nützen weil es unfunktionfähig war. Sie schreiben jährlich 1-2 Mahndrohungen, ich habe alles ignoriert. Jetzt haben Anwalt eingeschaltet. Was soll ich tun?

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Antwort:

Grundsätzlich können Verträge natürlich auch im Internet abgeschlossen werden und es ergeben sich genau die gleichen Verpflichtungen daraus wie bei einem Vertragsschluss in einem Geschäft. Dazu gehört dann aber auch, dass Verträge (ggfs. fristlos) gekündigt werden müssen, wenn z.B. eine Seite nicht funktioniert.

Von daher kann ohne Kenntnis weiterer Umstände nicht pauschal gesagt werden, ob die geltend gemachte Forderung zu Recht besteht oder nicht.

Auf der anderen Seite ist aber bekannt, dass die Fa. Flirtcafe mit unsauberen Methoden arbeitet und verschiedentlich auch unberechtigte Forderungen geltend macht. Viele Nutzer lassen sich dadurch einschüchtern und zahlen auch auf unberechtigte Forderungen.

In Ihrem speziellen Fall kommt hinzu, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die angeforderte Summe bereits verjährt ist ( alle Forderungen vor 2011 sind verjährt, wenn nicht bis zum Jahresende Klage erhoben worden ist).

Ich gebe Ihnen daher den Rat überhaupt nicht auf das Anwaltsschreiben zu reagieren. Es ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass diese die Forderung auch gerichtlich eintreiben wollen. Sollte dieser wider Erwarten doch geschehen, sollten Sie gegen einen Mahnbescheid rechtzeitig Widerspruch einlegen. Erst wenn das Mahnverfahren in ein gerichtliches Verfahren übergeleitet werden sollte, empfehle ich Ihnen die Hilfe eines Rechtsanwaltes in Anspruch zu nehmen.

Vermutlich wird es jedoch nicht so weit kommen, so dass Schweigen zunächst die beste Reaktion ist.



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