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Standesamtlich in London heiraten


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 02.09.2013

Frage:

Ich bin 23 und deutsche Staatsbürgerin und hab einen pakistanischen freund in London. Wir haben uns in meinem Auslandsjahr kennengelernt. Er ist illegal dort und wir haben schon in der Moschee geheiratet damit er vielleicht eine Arbeitserlaubnis bekommt. Hat er nicht und wird wenn wir nicht standesamtlich heiraten des Landes verwiesen. Das Problem ist das meine Eltern dagegen sind und ich dennoch ihn nicht verlieren will. Meine Frage an Sie ist: Kann ich standesamtlich in London heiraten ohne das meine Eltern in Deutschland etwas mitbekommen. Ich wurde in Deutschland leben wie bisher und er in London bis mein Vater sein Ok gibt. Deshalb darf er nicht mitbekommen das ich verheiratet bin. Ist das möglich? Zumindest für ein Jahr?

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Antwort:

Ihre Eltern müssen nicht notwendiger Weise etwas davon mitbekommen, wenn sie in London standesamtlich heiraten.

Seit der Aufhebung des Ehegesetzes vom 1. Juli 1998 gibt es auch in Deutschland einen Aushang des standesamtlichen Aufgebots nicht mehr.

Die Ehe wird vor dem Register Office in England geschlossen. Dabei gibt es dort spezielle Standesämter (designated Register Office) für die Ehen von Ausländern.

http://www.direct.gov.uk/prod_consum_dg/groups/dg_digitalassets/@dg/@en/@government/documents/digitalasset/dg_176374.pdf

Bei solch einer Ehe gibt es eigentlich keinen Grund, dass Ihre Eltern davon etwas mitbekommen.

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich kurz auch auf die sonstigen Probleme des Falles eingehen:

Die bereits geschlossene Ehe in der Moschee in England dürfte ungültig bzw. nichtig sein, da sie auch die Ortsform nicht beachtet, vgl. dazu § 13 EGBGB *1), damit scheidet ein Anerkennungsverfahren dieser Ehe in Deutschland derzeit aus.

Wenn die Ortsform nachgeholt wird dann wird bei einer im Ausland geschlossenen Ehe auf Ihren (freiwilligen) Antrag ein Familienbuch beim örtlichen Standesamt angelegt (§ 15a PersStdG). Damit hätten Sie deutsche Dokumente zum Nachweis der Ehe, sofern das notwendig werden sollte.

Sofern das gewünscht wird, hat Ihr Ehemann im Rahmen des Familiennachzugs ein Recht auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis in Deutschland nach dem 6. Abschnitt bzw. §§ 27 ff. des deutschen Aufenthaltsgesetzes (AufenthG).

Die deutsche Ausländerbehörde verlangt normaler Weise das Familienbuch als Nachweis der rechtswirksamen Eheschließung im Ausland. Mithin sind Sie zwar rein rechtlich nicht zu dem erwähnten Antrag auf Anlegung des Familienbuchs verpflichtet. Rein faktisch wird die das Familienbuch jedoch zum Nachweis einer wirksamen Ehe bei der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis von der Ausländerbehörde notwendig.

Auch davon brauchen Ihre Eltern nicht notwendiger Weise etwas mitzubekommen.

Aber:

Da Sie volljährig sind, haben rechtlich Ihre Eltern insgesamt sowieso keinerlei Mitspracherecht bei der Frage, ob und/oder wen Sie heiraten. Das ist alleine Ihre höchstpersönliche Entscheidung.

Rechtlich kommt es somit auf das OK Ihres Vaters überhaupt nicht an.

Insgesamt: Ob und wann Sie Ihre Eltern in Ihre Heiratspläne einweihen möchten, hat keinerlei rechtliche Bedeutung und ist insgesamt somit auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ich darf noch vermerken, daß die Frage des Aufenthaltsrechts in Deutschland hier nur nach deutschem Recht ausgewertet wird. In England können andere Regeln gelten, die Sie am besten durch einen englischen Kollegen auswerten lassen.

*) Unter meiner Antwort befinden sich:

Fußnoten, Zitate von einschlägigen Gesetzestexten, Urteilen, weiterführende Literatur, Links im Internet etc.

*1) Artikel 13 EGBGB
Eheschließung

(1) Die Voraussetzungen der Eheschließung unterliegen für jeden Verlobten dem Recht des Staates, dem er angehört.

(2) Fehlt danach eine Voraussetzung, so ist insoweit deutsches Recht anzuwenden, wenn

1. ein Verlobter seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat oder Deutscher ist,
2. die Verlobten die zumutbaren Schritte zur Erfüllung der Voraussetzung unternommen haben und
3. es mit der Eheschließungsfreiheit unvereinbar ist, die Eheschließung zu versagen; insbesondere steht die frühere Ehe eines Verlobten nicht entgegen, wenn ihr Bestand durch eine hier erlassene oder anerkannte Entscheidung beseitigt oder der Ehegatte des Verlobten für tot erklärt ist.
(3) Eine Ehe kann im Inland nur in der hier vorgeschriebenen Form geschlossen werden. Eine Ehe zwischen Verlobten, von denen keiner Deutscher ist, kann jedoch vor einer von der Regierung des Staates, dem einer der Verlobten angehört, ordnungsgemäß ermächtigten Person in der nach dem Recht dieses Staates vorgeschriebenen Form geschlossen werden; eine beglaubigte Abschrift der Eintragung der so geschlossenen Ehe in das Standesregister, das von der dazu ordnungsgemäß ermächtigten Person geführt wird, erbringt vollen Beweis der Eheschließung.



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