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Berechnung von Kindesunterhalt für volljähriges Kind

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 27.08.2013

Frage:

Das Kind ist 18 Jahre alt und hat das Fachabitur gemacht.
Es wohnt bei der Mutter, die mtl. 1.043,--  Euro verdient (berusstätig).
Der Vater erhält mtl. 1.200,-- Euro, ist Rentner nicht berunfstätig!

Wie hoch ist die Unterhaltszahlung für das Kind?

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Antwort:

Ihr volljähriger Sohn hat aufgrund der aktuell andauernden schulischen Ausbildung dem Grunde nach Anspruch auf Ausbildungsunterhalt gemäß § 1610 Absatz 2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Anders als bei minderjährigen Kindern sind wegen Wegfall von Betreuungsleistungen nunmehr beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet.

Zunächst ist der Bedarf des Auszubildenden zu bestimmen. Dieser orientiert sich an der Düsseldorfer Tabelle (Leitsätze des Oberlandesgerichts Düsseldorf zum Unterhalt, die im gesamten Bundesgebiet mit geringfügigen Abänderungen Geltung besitzen).
Es werden die bereinigten Nettoeinkommen der Eltern addiert, anschließend in der entsprechenden Zeile unter der letzten Altersstufe der Regelbedarf ermittelt.

Bei Ihnen wäre der angegebene Verdienst, falls noch nicht geschehen, noch pauschal um 5% (entspricht 52 Euro) berufsbedingte Aufwendungen zu reduzieren, so dass hier lediglich 991 Euro verbleiben.


Zusammengerechnet ergibt sich ein Einkommen in Höhe von 2.191 Euro und folglich Einordnung in die dritte Einkommensstufe der Tabelle. Ab Vollendung des 18. Lebensjahres hat Ihr Sohn hiernach einen monatlichen Unterhaltsbedarf in Höhe von 537 Euro. Das Kindergeld in Höhe von 184 Euro wird hierauf in voller Höhe angerechnet (§ 1612b BGB), so dass sich ein noch zu deckender Betrag in Höhe von 353 Euro ergibt, der grundsätzlich von den Eltern anteilig im Verhältnis der Einkommen zueinander zu decken ist.

Hierbei gilt gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden ein notweniger Eigenbedarf des Unterhaltspflichtigen von 800 Euro, wenn er nicht erwerbstätig ist, und 1.000 Euro bei Erwerbstätigkeit.

Unter den oben genannten Voraussetzungen erfolgt nämlich eine Gleichstellung des Volljährigen mit minderjährigen Kindern. Dies betrifft auch die gesteigerte Erwerbsobliegenheit der Eltern, also zumutbare Tätigkeiten aufzunehmen, um die Unterhaltsbeträge aufbringen zu können.
Diese Gleichstellung privilegierter volljähriger Schüler mit Minderjährigen folgt aus § 1603 Absatz 2 Satz 2 BGB.

Vorausgesetzt, weder Vater noch Mutter sind in diesem Fall die Aufnahme weiterer Beschäftigungen, ggfs. auch Nebentätigkeiten selbst bei Ruheständlern, zumutbar, so ergibt sich folgende Unterhaltsverpflichtung:

Die Mutter liegt mit ihrem Einkommen unter dem notwendigen Selbstbehalt, so dass hier keine Leistungsfähigkeit besteht. Der Vater kann den vollen Unterhalt in Höhe von 353 Euro unter Wahrung seines geringeren notwendigen Selbstbehalts als nicht erwerbstätiger Rentner decken.

Falls die 1.043 Euro Einkommen bereits um berufsbedingte Aufwendungen gemindert sind, entfällt auf Sie ein anteiliger Betrag in Höhe von 43 Euro, der beim Vater in Abzug zu bringen ist.



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   | Stand: 17.10.2017
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   | Stand: 17.10.2017
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   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

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