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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
26.07.2013

Unterhaltzahlung Ausbildung

Meine Tochter hat von 1.9.2010 bis 31.8.2012 eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe erfolgreich absolviert. Danach hat sie einen weiteren Ausbildungsvertrag zur Restaurantfachfrau (30.08. 2012 bis 29.08.2014), über weiter 2 Lehrjahre abgeschlossen.
Laut Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe vom 13.02.1998, ist aber eine Ausbildungsdauer von 2 Jahren zur Fachkraft im Gastgewerbe und bei Fortsetzung der Berufsausbildung zur Restaurantfachfrau ein weiteres Ausbildungsjahr angegeben.
Ich habe nun bis heute meiner Tochter mit Zahlung eines Unterhaltes eine 3 Jährige Berufsausbildung ermöglicht. Da sie aber den zweiten Ausbildungsvertrag wieder über 2 Jahre Ausbildung abgeschlossen hat und somit 4 Jahre lernt, soll ich nun ein weiteres Jahr Unterhalt zahlen.
Nun meine Frage: Ist die oben genannte Verordnung rechtsbindend, oder kann jeder Ausbildungsbetrieb die Ausbildungsdauer selbst festlegen bzw. von der ersten Ausbildung nur ein Jahr anrechnet, damit man wieder eine 2jährige Ausbildungsvertrag abschließen kann (AZUBI günstige Arbeitskraft).
Muss ich nun auch ein 4 Ausbildungsjahr Unterhalt zahlen?

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Author Antwort Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
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Sie schulden Ihrem Kind grundsätzlich Unterhalt für eine Berufsausbildung, die der Begabung und den Fähigkeiten, dem Leistungswillen und den beachtenswerten Neigungen des Kindes am besten entspricht und sich dabei in den Grenzen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hält. Grundsätzlich wird bis zum Abschluss der Regelschule Ausbildungsunterhalt geschuldet. Danach wird noch eine Lehrausbildung bis zum Abschluss der Lehre geschuldet. Eltern, die ihrem Kind eine solche Berufsausbildung gewährt haben, sind daher in der Regel nicht verpflichtet, auch noch die Kosten einer weiteren Ausbildung zu tragen.

Ausnahmen können unter anderem dann bestehen, wenn das Kind zunächst eine praktische Berufsausbildung durchläuft und im Anschluss daran ein fachbezogenes Studium beginnt, das in engem sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der Vorausbildung steht.

Da Sie bereits Ihrem Kind eine vollständige Ausbildung ermöglicht haben, schulden Sie diesem für die Zweitlehre insgesamt keinen Unterhalt mehr.

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