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Arbeit und Beruf
Frage an den Anwalt
15.07.2013

Außendienstmitarbeit mit Ausgleichszahlung

Mein Arbeitgeber hat mir angeboten, dass ich als Außendienstler zusammen mit einem Kollegen ein Büro anmiete und wir dafür eine Ausgleichszahlung erhalten.

Meine Frage ist nun folgende:

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Ist es aus steuerliche Sicht besser oder irrelevant, wenn:

  • wir das Büro mit einem gemeinsamen Vertrag bei einem Vermieter anmieten?

  • wir das Büro mit getrennten Mietverträgen bei einem Vermieter anmieten?

  • ich die Hälfte des Büros als Untermieter bei meinem Kollegen anmiete und der Mietvertrag mit dem Vermieter ausschließlich auf meinen Kollegen läuft.

  • ich auf die Ausgleichszahlung verzichte, und mein Kollege das Büro alleine anmietet.

Ich möchte ungern einen Mietvertrag mit einem dritten vereinbaren, und mein neuer AG hat keine Pflichten aus der Büroanmietung. Zudem ist das Büro 30 km von meinem Wohnort entfernt, während der Kollege im Ort wo das Büro ist auch wohnt...

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Author Antwort Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
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Aus steuerrechtlicher Sicht ist es irrelevant, wie Sie den Mietvertrag gestalten. Sie können nur die Miethöhe absetzen, die Sie auch bezahlen. Dabei ist es gleich, ob Sie als Hauptmieter Miete zahlen, oder als Untermieter. Absetzen können Sie in beiden Fällen die tatsächlich gezahlte Miete.

Zivilrechtlich gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den beiden Varianten. Beide haben Ihre Vor- und Nachteile.

Bei einem Untermietvertrag sind Sie kein Vertragspartner des Vermieters aus eigenem Recht. Dies bedeutet, kündigt Ihr Hauptmieter den Mietvertrag haben Sie kein Recht das Büro fortzuführen. Auch kann Ihr Hauptmieter Sie jederzeit (fristgerecht) kündigen und Sie können dagegen nichts unternehmen, da Gewerbemiete. Andererseits können auch Sie jederzeit (fristgerecht) kündigen und die Partnerschaft beenden.

Als eigener Hauptmieter haben Sie mehr Rechte. Sie können jederzeit das Büro auch ohne den anderen Mieter weiterführen. Der Mitmieter kann Ihnen dann nicht jederzeit kündigen. Allerdings haften Sie dem Vermieter gegenüber dann immer auf die volle Miete, auch wenn Ihr Partner nicht bezahlt. Sie sollten die Vor- und Nachteile beider Konstruktionen sorgfältig abwägen. Als kleine Empfehlung kann ich nur mitgeben: Je länger Sie dieses Büro betreiben wollen und je länger Sie an diesem Standort interessiert sind, desto eher lohnt es sich als Hauptmieter aufzutreten. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollten Sie besser als Untermieter dem Büro beitreten, da das Vertragsverhältnis durch Sie besser gelöst werden kann.

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