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Erzeuger von Kind möchte Ansprüche nach Seitensprung geltend machen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 24.05.2013

Frage:

Ich bin verheiratet, meine Frau hatte einen Seitensprung und ist schwanger. Jetzt meldet der Erzeuger Ansprüche an, die er nötigenfalls per Gericht erzwingen will. Kann er Ansprüche stellen, wenn wir als Ehepaar meine Vaterschaft nicht anfechten?

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Antwort:

Der vermutliche Erzeuger kann auf Grund eines Gesetzes vom 23.4.2013 nach dem neu geschaffenen § 1686a folgende Rechte geltend machen:

§ 1686 a BGB
(1) Solange die Vaterschaft eines anderen Mannes besteht, hat der leibliche Vater, der ernsthaftiges Interesse an dem Kind gezeigt hat,

1. ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn der Umgang dem Kindeswohl dient, und

2. ein Recht auf Auskunft von jedem Elternteil über die persönlichen Verhältnisse des Kindes, soweit er ein berechtigtes Interesse hat und dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.

(2) Hinsichtlich des Rechts auf Umgang mit dem Kind nach Absatz 1 Nummer 1 gilt § 1684 Absatz 2 bis 4 entsprechend. Eine Umgangspflegschaft nach § 1684 Absatz 3 bis 5 kann das Familiengericht nur anordnen, wenn die Voraussetzungen des § 1666 Absatz 1 erfüllt sind.

Wie Sie sehen besteht ein Umgangsrecht. Dieses aber nur dann, wenn dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht. Vor einem solchen Verfahren müßte der „Erzeuger“ aber zunächst seine biologische Vaterschaft beweisen können. Da Ihre Familie hieran nicht mitwirken muß, dürfte er dieses wohl kaum beweisen können.

Aber auch wenn dem Erzeuger ein Umgangsrecht gerichtlich zugesprochen wird, kann er dies auf Grund des Abs. 2 § 1686 a BGB kaum praktisch durchsetzen. Dies ist nur dann möglich, wenn das Kindeswohl gefährdet ist, sollte ein Umgang nicht stattfinden.



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