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Zahlung der Maklerprovision?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander John
Stand: 24.05.2013

Frage:

Zwischen dem 11. und 15.2.2013 (leider nicht mehr genau bekannt) nahmen wir mit einem Makler, bezüglich eines Einfamilienhauses zum Kauf, Kontakt auf. Das Haus wurde uns per automatischer Email angeboten. Dieses Angebot wurde von den Eigentümern ebenfalls privat im Internet angeboten, das haben wir leider erst später gesehen.

Am 17.2.2013 fand ein Besichtigungstermin statt, der vom Makler arrangiert wurde. Danach kam es zu keiner Preiseinigung. Die Verhandlung war schon zu diesem Zeitpunkt sehr mühselig, da die versprochenen Rückrufe vom Makler nicht erfolgten. Daher mussten wir ebenfalls mehrere Male hinterher telefonieren und auch den direkten Kontakt zu den Eigentümern herstellen.

Nun haben wir am 24.4.2013 erneut den Makler angeschrieben, da wir das Thema wieder aufnehmen wollten. Wir haben um den Versand diverser Unterlagen gebeten und um Terminvorschläge für einen Besuch mit einem Gutachter. Nach einer kurzen Rückfrage des Maklerbüros, welcher Preis denn vereinbart worden wäre (bis dahin keiner), wollte sich der Makler kümmern. Leider erfolgte weiterhin keine Reaktion. Nach einer weiteren Woche haben wir erneut telefonisch den Makler kontaktiert. Dieser teilte mit, dass er die Eigentümer nicht erreiche. Seit dem haben wir von dem Makler nichts gehört und auch die angeforderten Unterlagen nicht erhalten. Daher möchten wir mit dem Maklerbüro nicht weiter arbeiten. Das ist keine Art der Geschäftsbeziehung. Zumal sie sich nicht zu kümmern scheinen.

Gestern haben die Eigentümer das Angebot um 10.000€ reduziert (das privat eingestellte Angebot).

Jetzt zu meiner Frage: müssen wir die Maklerprovision zahlen, wenn es zum Abschluss kommt? Wir würden gern weitere Verhandlungen mit den Eigentümern direkt aufnehmen. Vor allem, da das Angebot durch die Eigentümer neu eingestellt wurde, zum reduzierten Preis. Was können wir tun ? Hilft uns das neu eingestellte Angebot? Wir befürchten, dass uns das Haus durch die Lappen geht, wenn wir uns weiter auf den Makler verlassen.

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Antwort:

In Ihrem Fall wäre es ratsam, dem Makler den Auftrag zu entziehen durch schriftliche Kündigung. Als Begründung kann angegeben werden, dass er wochenlang nicht seinen Verpflichtungen nachgekommen ist. Dies reicht in Normalfall aus, wenn man das Untätigsein nachweisen kann (E-Mail-Anfragen z.B.). Dies sollte auch in der Kündigung so dargestellt werden, am besten unter Hinweis auf nicht beantwortete E-Mails. Sollte der Makler auf Grund der Kündigung etwaige Vertragsstrafen verlangen, können Sie ihn darauf hinweisen, dass er durch seine Untätigkeit die Kündigung selbst verursacht hat.
Danach können Sie mit den Eigentümern auf Grund des neuen Angebotes versuchen, den Vertrag abzuschließen, ohne dass es hierfür Maklergebühren bedarf, da der Makler nicht zu dem konkretem Vertrag beigeholfen hat.



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