Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Aufteilung des väterlichen Erbes


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 16.05.2013

Frage:

Wir sind drei Kinder und unsere Mutter lebt. Mein Vater ist gestorben und hat kein Testament hinterlassen. Ist es richtig, das die Mutter 50 des väterlichen Erbes bekommt und die Kinder jeweils 16 2/3 %. Also hat die Erbengemeinschaft 75% Mutter und jedes Kind 8 1/3 %. So wird es in das Grundbuch (Haus und 17 Garagen) eingetragen. Ein Kind wird bei 300.000 € Gesamtwert mit 8 1/3 % = 25.000 Euro ausgezahlt (durch Verkauf von 3 Garagen) und nicht im Grundbuch eingetragen. Ihm steht nach ableben der Mutter der Plichtanteil der Mutter zu. Ist das so richtig?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Frage: Ist es richtig, das die Mutter 50 des väterlichen Erbes bekommt und die Kinder jeweils 16 2/3 %.

Antwort Rechtsanwalt: Ja, das ist richtig. Sie fragen, da kein Testament vorhanden ist, nach der gesetzlichen Erbfolge.

Die Mutter als überlebende Ehegattin erbt nach dem Gesetz neben den Kindern als Erben der 1. Ordnung (Abkömmlinge des Erblassers) ein Viertel des Nachlasses. Wenn die Ehe im gesetzlichen Güterstand (Gütertrennung mit Zugewinngemeinschaft) war, was der gesetzliche Normalfall ist, es keinen Ehevertrag gab, wonach Gütertrennung oder Gütermeinschaft vereinbart wurde, dann erhöht sich der Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein weiteres Viertel nach § 1371 Abs. 1 BGB, das ist der Zugewinnausgleich im Todesfall.

Gesetzliche Erben 1. Ordnung sind gem. § 1924 BGB die Kinder und die sonstigen Abkömmlinge des Erblassers. Die Kinder des Erblassers erben zu gleichen Teilen. Kinder der jeweiligen Kinder würden durch die dem Erblasser nähere Generation ausgeschlossen (Stämme).

Damit erbt im Ergebnis richtig die Witwe die Hälfte und die Kinder des Erblassers je 1/3 der anderen Hälfte des Erbes bzw. 1/6 vom Ganzen. Dies entspricht rechnerisch den von Ihnen genannten 16 2/3 Prozent.

Frage: Also hat die Erbengemeinschaft 75% Mutter und jedes Kind 8 1/3 %.

Antwort Rechtsanwalt: Das stimmt so nicht.

Es bleibt bei dem unter der ersten Frage festgestellten Verhältnis der Erbteile.

Erbengemeinschaft sind erst einmal sämtliche Erben zusammen, also die Mutter mit ½ und die Kinder mit je 1/6. In Prozent sind das 50 % der Mutter/ Witwe und je Kind 16 2/3 Prozent (= 50 % : 3 (Kinder)).

Frage/ Feststellung: So wird es in das Grundbuch (Haus und 17 Garagen) eingetragen.

Antwort RA: Nein, das stimmt nicht. Siehe zu den Anteilen der Erbengemeinschaft oben.

Normalerweise erfolgt ein Eintrag um Grundbuch nur unter Vorlage eines Erbscheins, der vom Amtsgericht – Nachlassgericht am letzten Wohnsitz des Erblassers ausgestellt wird.

Wenn der Erbschein und / oder der Eintrag bereits falsch erfolgt sein sollte (was unwahrscheinlich ist, denn ein Richter würde solch einen Rechen-/ oder Denkfehler mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht machen), müssten Erbschein und/ oder das Grundbuch berichtigt werden.

Frage: Ein Kind wird bei 300.000 € Gesamtwert mit 8 1/3 % = 25.000 Euro ausgezahlt (durch Verkauf von 3 Garagen) und nicht im Grundbuch eingetragen. Ihm steht nach ableben der Mutter der Plichtanteil der Mutter zu.

Antwort RA:

Der Prozentsatz von 8 1/3 ist falsch, wie bereits erörtert. Wenn nichts anderes vereinbart wird, dann wird das Kind dennoch erst einmal mit dem erwähnten 16 2/3 % Mitglied der Erbengemeinschaft.

Die an das Kind ausbezahlten Euro 25 T sind Teil einer Auseinandersetzung der Erben untereinander. Der dem Kind eigentlich zustehende Anteil von 16 2/3 aus 300 T Euro sind keinesfalls Euro 20 T. wobei dann Auslegungsfrage ist, wie diese Auszahlung rechtlich zu beurteilen ist.

Es könnte hinsichtlich des Resterbes ein Verzicht auf das Erbe vorliegen. Näher liegt aber, daß es sich nur um eine Teilzahlung des dem Kind eigentlich zustehenden wesentlich höheren Anspruchs bei der Auseinandersetzung der Erben handelt, nämlich eigentlich glatte 50 Tausend Euro (300 T / 2 = 150 T / 3 = 50 T), Nachlassverbindlichkeiten und Kosten des Verkaufs (Notarkosten, Makler etc. wären natürlich eigentlich vorab noch abzuziehen. Technisch könnte es sich auch um eine Schenkung oder ein Teilverzicht handeln.

Ein Anspruch auf den Pflichtteil gegen die Erben bzw. vor der Auseinandersetzung die Erbengemeinschaft (sowieso nicht gegen die Mutter) käme nur in Frage, wenn einer der Erben testamentarisch (handschriftlich oder z.B. Berliner Testament) durch den Erblasser selbst von der Erbfolge ausgeschlossen worden wäre. Vergleiche dazu § 2303 BGB. Ein Recht auf den Pflichtteil kommt dann in Frage in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Wenn aber schon gar kein Testament existiert, dann gibt es auch keinen Grund, über ein etwaiges Pflichtteilsrecht nachzudenken.


Die von Ihnen oben angesprochenen 8 1/3 Prozent kämen nur in Frage, wenn es doch ein Testament gab und der Erblasser alle Kinder enterbt hätte und die Witwe als Alleinerbin eingesetzt hätte. Dann hätten die Kinder nur noch einen Pflichtteilsanspruch gegen die Witwe/ Mutter in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Nach Ihren Angaben war das ja aber gerade nicht der Fall, es gab ja wohl kein Testament.



Rechtsbeiträge über Erbrecht / Erb- und Steuerrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Abkömmlinge

Wie hoch ist der Pflichtteilsanspruch der eigenen Kinder, wenn ich andere Personen als Alleinerben einsetze? | Stand: 10.10.2016

FRAGE: Wenn ich einer oder mehreren Personen, die nicht mit mir verwandt sind – also keine gesetzlichen Erben sind – mein gesamtes Vermögen per Testament vermache, welchen Erbanspruch haben di...

ANTWORT: Wenn Sie in Ihrem Testament eine Person oder mehrere Personen als Erben einsetzen, haben Sie Ihre Kinder enterbt. Ihre Kinder erben dann zwar nichts und haben insbesondere keine Möglichkeit auf einzeln ...weiter lesen

Freibeträge bei Vererbung - Hartz IV | Stand: 30.01.2013

FRAGE: Unser ältester Sohn, 46 Jahre, bezieht seit 6 Jahren Hartz IV. Nach unserem Tode soll er evtl. ca. 30.000,00 Euro erben. Wie viel würde davon Stiefvater Staat kassieren, bzw. auf Hartz IV anrechnen...

ANTWORT: Um das Geld Ihrem Sohn zukommen zu lassen hilft Ihnen nur ein Testament, ansonsten fällt alles an das Jobcenter. Bei der Formulierung Ihres Testaments sind die nachstehenden Feinheiten beachten, u ...weiter lesen

Erben - Kosten und Vorgehensweise | Stand: 16.08.2011

FRAGE: - Bruder XXXX, geb. 29.08.1958, ist am 12.05.2011 verstorben- Nicht verheiratet jedoch in Lebensgemeinschaft lebend- Keine Kinder- Er und Lebenspartnerin sind GF im XXXX Pflegedienst- Vor 4 Jahren wurd...

ANTWORT: 1. Es handelt sich dabei im Ergebnis um ein Kaufgeschäft, Zahlung eines Kaufpreises von 34 T€ + Freistellung von den Bankverbindlichkeiten.2. Es handelt sich um ein Grundstücksgeschäft ...weiter lesen

Erbrechtliche Ansprüche von Halbgeschwistern | Stand: 10.05.2010

FRAGE: Wir sind 3 Brüder, davon ist jetzt einer gestorben, die beiden sind meine Halbbrüder (gleiche Mutter). Der Verstorbene hatte ein kleines Vermögen, habe ich auch einen Teilanspruch? Elter...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,zu Ihrer Frage:Ich gehe davon aus, dass nach Ihrem Sachverhalt Ihr Bruder keine Abkömmlinge hatte, also weder Kinder noch Abkömmlinge von Kindern bzw. dass diese sämtlic ...weiter lesen

Müssen die Erben die Darlehensverträge der Erblasser erfüllen? | Stand: 17.03.2010

FRAGE: Familie: Vater (8 Jahre tot), Mutter lebt in Pflegestation, 5 Geschwister,voraussichtlich alle erbberechtigt. Sohn (ich) wurde zum Testamentsvollstrecker bestimmt. Zu Vaters Lebzeiten haben 2 Töchter...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,soweit in den schriftlichen Darlehensverträgen nichts anderes vermerkt ist, haftet jeder der Darlehensnehmer als Gesamtschuldner für die gesamte Summe (§ 421 BGB) ...weiter lesen

Wer erbt von einem unehelich geborenen Erblasser und in welcher Reihenfolge? | Stand: 03.11.2009

FRAGE: Erblasser vor dem 1.07.1949 unehelich geboren und 2009 gestorben. Kein Testament. Ehefrau vorverstorben. Keine Kinder. Namensgebender Stiefvater und leibliche Mutter tot. Letzter gewöhnlicher Wohnsit...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Das Erbrecht hängt in erster Linie von der Blutsverwandtschaft ab (für die nichtehelichen Abkömmlinge, die vor dem 1.7.1949 geboren sind, trifft dies allerdings nich ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.295 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

   | Stand: 23.11.2017
Vielen Dank für die schnelle und verständliche Beantwortung meiner Fragen bezüglich Mietrecht. Kann es nur weiterempfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Erbrecht | Erbrecht | Steuerrecht | Erb- und Steuerrecht | Alleinerbe | Angehörige | Enterbung | Erben | Erbfolge | ersten Grades | Geschwister | Haupterbe | Nacherbe | Verwandte | Verwandtschaftsgrad | Halbbruder

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen