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Steuerberater haftbar machen


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy Turowski
Stand: 16.05.2013

Frage:

Unser Steuerberater stellte uns eine Bescheinigung für die Bank aus, de bescheinigt, dass wir eine Steuerrückzahlung über 19.450.00 Euro zahlbar auf das Konto bekommen.
Die Bank räumt uns daraufhin einen dementsprechenden Dispo-Rahmen ein.
Inzwischen teilte das Finanzamt mit, dass wir mit keiner Rückzahlung rechnen können.
Kann ich den Steuerberater haftbar machen?

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Antwort:

Natürlich können grundsätzlich auch Steuerberater für Pflichtverletzungen schadensersatzrechtlich haftbar gemacht werden. Diese zählen zu den sog. freien Berufen, welche gerade zur Absicherung dieses Risikos einer Unterhaltung einer Vermögenshaftpflichtversicherung unterliegen.
Zur Geltendmachung eines konkreten Schadensersatzanspruches muss dem Steuerberater eine konkrete Pflichtverletzung trotz richtiger und vollständiger Angaben des Auftraggebers bewiesen werden, die zu einem konkreten Schaden geführt hat und anhand der vorgelegten Berechnung, wodurch es zur Bestätigung des Erstattungsanspruches in Höhe von 19.450,00 € gekommen ist, zusätzlich bewiesen werden. Dazu muss meist die gesamte Buchhaltung offenbart werden. Dem Steuerberater ist, vor der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens, außergerichtlich die Möglichkeit zu geben, den verursachten Schaden zu beheben.

Erleidet ein Mandant aufgrund einer fehlerhaften Beratung einen Schaden, so steht ihm gegen den jeweiligen Steuerberater ein Schadensersatzanspruch zu. Dieser ergibt sich aus der Schlechterfüllung des Beratungsvertrages.
Dieser verjährt grundsätzlich eigenständig in der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren ab dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden und der Auftraggeber von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen müssen, somit am 31.12.2016.

Führt der Fehler eines Steuerberaters zur Festsetzung von Säumniszuschlägen durch das Finanzamt, verschlechtert sich bereits mit der Festsetzung die Vermögenslage des Mandanten und gleichzeitig beginnt die Verjährungsfrist von Schadensersatzansprüchen gegen den Steuerberater.

OLG Naumburg - 13.09.2005 - 1 U 9/05



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   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

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