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Einspruch gegen Strafbefehl wegen Betrugs einlegen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 19.02.2013

Frage:

Ich habe heute vom Gericht ein Strafbefehl wegen Betrugs erhalten, jetzt weiß ich nicht ob ich Widerspruch einlegen soll.
Zu der Sachlage: 2012 hatte ich ein Schreiben von einem RA in Berlin erhalten in dem ich eine Strafe von über 1000 € zahlen sollte weil mein Sohn (13) etwas illegal vom Internet herunter geladen hatte. Mein EX Mann hatte gesagt ich sollte zu einem Rechtsanwalt gehen er würde die Rechnung bezahlen. Das hatte ich dann auch getan. Dem RA hatte ich damals gesagt dass mein EX Mann es versucht über seine Versicherung abzuwickeln oder er zahlt die Rechnung. Nach der ersten Zahlungserinnerung hatte ich meinen Ex darauf angesprochen, er meinte er hätte es bezahlt. Da ich dann von dem RA nichts mehr gehört hatte, nahm ich an dass die Rechnung bezahlt sei. Jetzt bekomme ich das Schreiben vom Gericht dass dieser RA ein Strafbefehl gegen mich gestellt hat wegen Betrug, Da ich auch schon eine eidesstattliche Versicherung abgelegt hatte (nicht wegen diesem Fall). Soll ich das jetzt einfach so stehen lassen und die 688 € in Raten zahlen oder soll ich Widerspruch einlegen. Mein Ex Mann wird eh nicht für mich aussagen.

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Antwort:

Sie sollten Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen. In der mündlichen Verhandlung sollten Sie die Sachlage schildern. Ihr Sohn kann ja bestätigen, dass sein Vater die Bezahlung zugesichert hat.

Selbst wenn es nicht zu einem Freispruch reichen sollte, haben Sie in der mdl. Verhandlung Chancen billiger davon zu kommen. Wenn der Richter den Staatsanwalt auffordert zu plädieren, beantragen Sie bitte, ob man nicht das Verfahren einstellen könne, notfalls gegen die Zahlung einer geringen Geldbuße. Begründen Sie das bitte damit, dass sie sich bisher einwandfrei geführt haben und auf die Aussage des Ex-Mannes vertraut haben. Mit einer 90 % tigen Wahrscheinlichkeit wird das Verfahren dann eingestellt. Das hätte für Sie folgende Vorteile:
1. Sie sind nicht vorbestraft.
2. es fallen keine Kosten an
3. die Geldbuße ist kleiner als die Geldstrafe.



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