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Internetabzocke - Inkasso nicht bezahlen?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Hanno Hoffmann
Stand: 19.02.2013

Frage:

Meine Frau ist in eine Internetfalle der Firma V Berlin getappt. Sie wollte sich als Mitglied des örtlichen Frauenbunds anmelden, um Angebote einzusehen, ohne zu wissen, dass allein durch die Anmeldung ein zweijähriger Vertrag zustande kommt. Die AGB hat sie nicht gelesen und deshalb nichtsahnend angeklickt, wie es eben bei vielen anderen Portals auch üblich ist. Mittlerweile hat sie drei Mahnschreiben erhalten und eine letzte Zahlungsaufforderung von 291,67€. Der Fall begann am 8.8.2012.
Bitte sagen Sie uns, ob wir zu einer Zahlung verpflichtet sind!
Wie sollen wir uns verhalten, falls eine gerichtliche Verfügung kommt?
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Antwort:

Die Firma V ist eine bekannte Abzockfirma. Ich empfehle hier Ihnen zunächst Strafanzeige wegen Betrugs zu stellen, dann hat man in der Regel Ruhe und es Kommen keine weiteren Schreiben. Dem Internet ist zu entnehmen, dass einer der Geschäftsführer vor kurzem auch wegen Betruges verurteilt wurde.

Sie sollten zugleich mit Einschreiberückschein Widerspruch gegen das Zustandekommen des Vertrages einlegen. Da keine Belehrung über das Widerrufsrecht vorhanden war, ist dieser noch rechtzeitig. Allerdings wird die Vendis diesen zurückweisen, da sie vorgibt die die Seite sei nur für Kaufleute gedacht und diese haben kein Widerrufsrecht. Dagegen sprechen aber Aufmachung und Gestaltung der Seite.

Sie müssen aber reagieren, sobald ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen sollte. Gegen diesen legen Sie bitte Widerspruch ein. Für ein notwendiges gerichtliches Verfahren beauftragen Sie dann bitte einen Anwalt, da Laien mit der Materie in der Regel überfordert sind.



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